Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.

Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik


WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.

Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.

Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.

Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.

Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.

''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück


''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012

''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein ­lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.

Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.

35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.

Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.

Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012


Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)

Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion

Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.

Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)

Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden

Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.

Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.

Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.

''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012

Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.

Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.

6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012


Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.

Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.

Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf

Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.

450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.



Frau Weisheit - Predigt zu Sprüche Salomonis 8, 1-5; 12-33

von Martin Filitz, Halle

1896 Robert Lewis Reid, Library of Congress Thomas Jefferson Building, Washington, D.C.

''Die Weisheit beteiligt sich nicht an Hetzkampagnen, wenn eine Bischöfin eine Straftat begangen hat, aber die Weisheit ist stark genug, den Rücktritt zu raten, wenn Bleiben belastend für alle geworden wäre.''

Gottesdienst am Sonntag, dem 28. Februar 2010 um 10.00 Uhr im Ev.-ref. Domgemeindehaus zu Halle – Sonntag Reminiscere

Predigttext: Sprüche Salomonis 8, 1-5; 12-33
Predigtlied: EG 134 Komm, o komm  1-4
Schriftlesung: Matthäus 12,1-12
Wochenspruch: Römer 5,8
Wochenpsalm: Psalm 10
Wochenlied: EG 366 Wenn wir in höchsten
Heidelberger Katechismus: Frage 13

Sprüche Salomonis 8, 1-5; 12-33
8 1 Ruft nicht die Weisheit,
und erhebt nicht die Einsicht ihre Stimme?
2 Oben auf den Höhen, am Weg,
wo die Strassen sich kreuzen, steht sie.
3 Bei den Pforten, am Zugang zur Stadt,
am Eingang der Tore ruft sie:
4 Euch, Männer, rufe ich,
und an die Menschen richtet sich meine Rede.
5 Werdet klug, ihr Einfältigen,
und ihr Dummen, werdet verständig!

12 Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit
und finde umsichtiges Wissen.
22 Der HERR hat mich geschaffen am Anfang seines Wegs,
vor seinen anderen Werken, vor aller Zeit.
23 In fernster Zeit wurde ich gebildet,
am Anfang, in den Urzeiten der Erde.
24 Als es noch keine Fluten gab, wurde ich geboren,
als es noch keine wasserreichen Quellen gab.
25 Bevor die Berge eingesenkt wurden,
vor den Hügeln wurde ich geboren,
26 als er die Erde noch nicht geschaffen hatte und die Fluren
und die ersten Schollen des Erdkreises.
27 Als er den Himmel befestigte, war ich dabei,
als er den Horizont festsetzte über der Flut,
28 als er die Wolken droben befestigte,
als die Quellen der Flut mächtig waren,
29 als er dem Meer seine Grenze setzte,
und die Wasser seinen Befehl nicht übertraten,
als er die Grundfesten der Erde festsetzte,
30 da stand ich als Werkmeisterin ihm zur Seite
und war seine Freude Tag für Tag,
spielte vor ihm allezeit.
31 Ich spielte auf seinem Erdkreis
und hatte meine Freude an den Menschen.
32 So hört nun auf mich, ihr Söhne!
Wohl denen, die auf meinen Wegen bleiben.
33 Hört auf die Unterweisung und werdet weise,
und schlagt sie nicht in den Wind.

Liebe Gemeinde,

unter allen irdischen Gütern gehört die Weisheit zu den erstrebenswertesten. Die Weisheit ist der Klugheit benachbart, sagt der weise Salomo. Sie ist nicht die Klugheit. Weisheit ist mehr als die Fähigkeit des Verstandes, Dinge wahrzunehmen und sie zu beurteilen.  Weisheit betrifft das ganze Leben. Sie betrifft Herz und Verstand, Klugheit und Lebenserfahrung. Sie steht in der langen Reihe der Generationen. Sie schöpft aus den Quellen der alten Schriften und aus gegenwärtiger Erfahrung. Sie ist alt und aktuell.

Die Weisheit lässt sich nicht durch den äußeren Schein täuschen. Die Weisheit sieht hinter die Dinge. Sie sieht den Dingen auf den Grund. Wer nach Weisheit strebt, dessen Leben wird gut. Weisheit lehrt zwischen wichtig und unwichtig zu unterscheiden. Weisheit fällt nicht auf die Tagesparolen herein, die die Schlagzeilen für einen Tag, vielleicht auch für zwei bestimmen und dann wieder vergessen sind. Die Weisheit fragt nach dem, was bleibt, nach dem Grund, der gelegt ist, und der unverrückbar fest steht. Mode ändert sich. Heute trägt man die und morgen jene Textilien. Heute liest man diese Bücher und lässt sich von jenen Filmen in den Bann schlagen. Die Weisheit hält auf Abstand. Sie lässt den Dingen, den Bewegungen die ihnen zukommende Würde, aber mehr eben auch nicht. Der Jubel der Massen ist ihr ebenso fremd wie die tiefe Depression. Die Politik redet heute so und morgen so, und das ist in gewisser Weise auch ihr Ding, zeitgenössisch und auf der Höhe der Diskussion zu bleiben. Die Weisheit sucht nach dem, was das gestern mit dem heute und dem morgen verbindet. Sie fragt nach dem Bleibenden im Flug der Zeiten. Sie Fragt nach Gerechtigkeit inmitten einer Welt der Ungerechtigkeit, und sie fragt nach der Wahrheit in Zeiten der schnellen Lüge. Die Weisheit beteiligt sich nicht an Hetzkampagnen, wenn eine Bischöfin eine Straftat begangen hat, aber die Weisheit ist stark genug, den Rücktritt zu raten, wenn Bleiben belastend für alle geworden wäre.

Der Feind der Weisheit ist die Dummheit – besser noch die Torheit. Nicht einfach nur die Abwesenheit von Klugheit, die eingeschränkten Fähigkeiten, die Dinge entsprechend wahrzunehmen und sie zu beurteilen. Torheit ist mehr. Torheit ist der Versuch, die Dinge besser machen zu wollen, als Gott sie geordnet hat. Torheit setzt ausschließlich auf das Offensichtliche. Sie ist Leben ohne Gott. Torheit ist es, auf militärische Macht zu setzen und nicht darauf, den Frieden und die Verständigung zu suchen. Torheit ist, sich selbst für den Mittelpunkt der Welt zu halten und keine anderen Götter neben mir zu dulden. Der Tor hat keine Zukunft. Er verspielt seine Zukunft in der Gegenwart. Der Tor setzt nur auf schnellen Erfolg. Der Tor geht in seinem Weg über Leichen. Die anderen kümmern ihn nicht. Und Gott kümmert ihn schon gar nicht.

Mensch, du hast die Wahl, sagt das Sprüchebuch das man dem weisen König Salomo zugeschrieben hat. Entscheide dich, ob du den Weg der Torheit gehen willst, oder ob du der Weisheit folgst. Entscheide dich für den Weg, der zum Leben führt oder für den Todesweg. Entscheide dich für das gute Leben, das sinnvolle Leben, das im Einklang mit Gott ist und seiner Schöpfung.

Das wäre schon bedenkenswert, sich für das gute Leben entscheiden. Für das nachhaltige Leben, wie man heute sagen wird. Nicht leben auf Teufel komm heraus auf Kosten anderer und auf Kosten der Zukunft, leben im Einklang mit der Natur – das geht schon gar nicht mehr – aber doch so leben, dass die Schöpfung nicht über die Maßen verletzt und  geschädigt wird. Dazu braucht es die Weisheit, die lehrt, mich einzuschränken, in größeren Zusammenhängen zu denken, kritisch mit mir selbst und mit meiner Lebensweise umzugehen. Unzählige Ratgeber gibt es zu kaufen und zu lesen, die alle solch Gutes Leben versprechen. Menschliche Weisheit aus der Bibel, aber auch aus den anderen Religionen der Welt kann  helfen, dass wir uns selbst nicht verlieren, sondern uns als Geschöpfe Gottes in der Welt wieder finden.

Die Weisheit ist eine Frau. So ist sie im Sprüchebuch Salomos geschildert. Eine Frau, die von Anfang an mit dabei war. Die Erstgeschaffene der Schöpfung. Die Zeugin bei Gottes Schöpfungswerk. Erschaffen vor allen Menschen und allen Tieren. Die Weisheit, nicht als Mensch, aber als Person gedacht, als eine Urkraft, die die Welt von Anfang an durchzieht. Sie war dabei als Gott Himmel und Erde schuf, als er die Berge gründete, als er die Quellen sprudeln ließ. Sie war dabei. Frau Weisheit spielte auf dem Erdkreis zur Freude Gottes und zu ihrer eigenen Freude. Als die Schöpfung noch war, wie sie gemeint war, unversehrt und  unverbraucht. Als keine Schuld der Menschen den Himmel verdunkelte und kein Leid die Ordnung der Welt in Frage stellte. Die Weisheit ist eine Frau. Das ist bemerkenswert. Man hat vermutet, dass hier in der Weisheitsliteratur Israels ägyptische Einflüsse sichtbar werden. Bei den Ägyptern galt die Weisheit als Göttin, die Maat, die Göttin des Sonnengottes Re. Weisheit hatte dort göttlichen Rang, wurde von Priestern an den Tempeln gepflegt und ihre Weisheit wurde in Schulen der Tempelpriester weitergegeben.

Die Bibel unterscheidet sich von dieser Göttervorstellung. Die Weisheit mag das erste aller Geschöpfe Gottes sein, aber sie ist keine Gottheit. Sie gehört zur Schöpfung, wie Tiere und Menschen  und auch Engel zur Schöpfung gehören. Die Weisheit hat keine eigene Lebenskraft, keine Würde, die sie außerhalb des  von Gott geschaffenen Bereiches stellen würde. Weisheit ist und bleibt eine Größe dieser Welt. Sie hilft die Welt zu Ordnen. Weisheit äußert sich in Sprichwörtern und Sinnsprüchen. So wird sie weitergegeben und überliefert, auch wenn nicht jeder Sinnspruch und jedes Sprichwort unbedingt ein Ausdruck von Weisheit sein muss. Man braucht Weisheit, um zwischen weisen und törichten Sprichwörtern zu unterscheiden. Und man braucht, so denkt es jedenfalls das Sprüchebuch des weisen Königs Salomo die Furcht Gottes, um weise zu sein. „Die Furcht Gottes ist der Anfang der Weisheit“ heißt es zu Beginn dieses Buches. Menschen, die Gott erfahren haben in ihrem Leben und im Leben ihres Volkes, die nutzen die menschliche Weisheit, um ihre Welt zu ordnen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Kain Zufall, dass die Weisheit als Frau beschrieben wird, die nicht nur mit dem Verstand denkt, sondern auch mit dem Herzen, die das Leben im Zusammenhang begreift und nicht nur danach fragt, wie es funktioniert. Frau Weisheit geht auch spielerisch mit der Welt um. Sie richtet nicht alle Dinge auf ein technisches Ziel aus. Ihre Welt ist auch die Welt der Erzählungen und Gedichte, nicht nur die digitale Welt der Ja-Nein-Informationen. Eine männlich geprägte Welt braucht die weibliche Stimme der Weisheit.

Die Weisheit hat in der Kirche ihre Geschichte gehabt. In der römisch katholischen Theologie hat man die alttestamentliche Gestalt der Weisheit auf Maria, die Himmelskönigin und Mutter der Weisheit gedeutet und hat auf diese Weise die Mutter Jesu in einer männlich bestimmten Theologie und Kirche groß gemacht. Ob man damit der Weisheit, wie König Salomo sie beschreibt, alle Ehre antut? Oder ob man Maria, das jüdischen Mädchen, das sich ganz dem Willen Gottes ergeben hat, wirklich gerecht wird? Man tut gut daran, die Texte erst einmal so zu lesen, wie sie geschrieben und wie sie gemeint sind. Und die theologische Bedeutung der alttestamentlichen Weisheit liegt wohl darin, dass man in einer Zeit, in der Israel zum Staat geworden war, nicht mehr in erster Linie nach den Geschichten von der Führung und Befreiung Israels erzählte, sondern auch danach fragte, wie denn jetzt im Land der Verheißung das Leben zu gestalten und einzurichten sei. Es gab die Gebote Gottes, und es gab die vielen Traditionen menschlicher Weisheit, auch aus den Nachbarländern, aus Ägypten und Babylon. Konnte man das zusammenbringen? Hatte die Weisheit auch einen Platz in den Geschichten von Gottes Offenbarung? Salomo und die, die die Sprüche und Sprichwörter gesammelt haben, haben die Frage mit Ja beantwortet. Über die Gebote Gottes hinaus ist die Weisheit, die Einsicht in den Lauf der Welt eine Hilfe zur Lebensgestaltung. Vieles sind Naturbeobachtungen. Manche sind ganz einfach: Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen – jedes Kind weiß das. Aber wie schwierig ist es, zu lernen, was das heißt, dass Wachstum nicht unbegrenzt ist, dass alles auf der Welt seine Grenze hat und dass klug ist, wer nicht gegen diese Grenzen anrennt, sondern wer sie respektiert. Diese weise Einsicht kann einen veränderten Umgang mit Gottes Schöpfung bewirken.

Frau Weisheit hat uns etwas zu sagen. Und wir haben allen Grund, bei Frau Weisheit in die Schule zu gehen. Überall ist ihre Stimme zu hören. Die Bibel erwähnten wir schon, auch die anderen Religionen, die durchaus Wichtiges zur menschlichen Weisheit beizutragen haben. Aber auch manches, was uns Zeitgenossinnen und Zeitgenossen sagen, ist weise  und verdient behalten zu werden. Manches, was Kinder sagen, kann in seiner Weisheit Erwachsene zum Nachdenken bringen.

Und natürlich ist auch Jesus ein Weisheitslehrer gewesen. Wie er den Willen Gottes in seiner Person gelebt hat und mit seinem Leben dafür eingestanden ist, so hat er seine Jünger auch Weisheit gelehrt: „Gott lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. (Mt.5,45)“. Ein Weisheitswort, das bedeutet: In der Schöpfung werden die Guten nicht bevorzugt und die Bösen nicht bestraft. Gottes Gnade umgreift Böse und Gute. Beide leben auf einer Welt zusammen und müssen auf einer Welt zusammenleben. Eine tiefe Einsicht, die die eigene Person und auch die Welt in einem anderen Licht erscheinen lässt. Ein Tor, wer meint, er könne das Böse aus der Welt ausrotten!

Frau Weisheit durchzieht die Schöpfung Gottes, ganz in seiner Nähe, ganz vertraut mit den Dingen der Welt und mit ihren Verhältnissen. Die Menschen tun gut daran, auf ihre Stimme zu hören, sich ihre Belehrungen zu Herzen zu nehmen. Torheit gibt es genug auf der Welt, und Torheit – so Dietrich Bonhoeffer – ist noch schlimmer als die Bosheit, weil sie unbelehrbar ist. Die Weisheit macht uns zu gelehrigen Schülerinnen und Schülern. Wenn  wir ihr folgen, dann werden wir selber weise werden und als Christenmenschen für andere Hilfe und Orientierung sein können.

Amen


Pfr. Martin Filitz, Halle
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1.Könige 10,1-13: Die Königin von Saba bei König Salomo
eine Predigt am Sonntag Estomihi von Martin Filitz, Halle

Predigt zu einer Erzählung, die uns bereichert, die unseren Horizont weitet für die Freundlichkeit Gottes, die uns aufmerken lässt, was Kultur austragen kann für die Verkündigung des Evangeliums.

Reminiszere - Gedenke! - Königin Esther - Purim am 28. Februar 2010
Am ''Tag der bedrängten und verfolgten Christen'' auch ein Gedenken an Königin Esther und das jüdische Purimfest


Predigt zur Königin Esther, Buch Ester 7,1-10
von Martin Filitz, Halle


 

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