Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Heimat für Fremde?
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.


EKiR-Kalender 2012: Kirche im Grünen
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.


Nacht der offenen Kirchen
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.


'''Talking about us‘ – Gedankenaustausch zur Zusammenarbeit zwischen NGOs und kirchlichen Akteuren bei der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus''
23./24. Mai 2012: Vollversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) in Berlin
Unter den Fragestellungen: „Wie wir uns gegen seitig wahrnehmen, warum wir voneinander profitieren können und was wir im Miteinander verbessern sollten“ wollen die Tagungsteilnehmer sich im Spannungsfeld von Amtskirche, Gemeindepraxis und Zivilgesellschaft darüber austauschen, was sie in der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus voneinander erwarten bzw. erhoffen.


Frühjahrssynode der Evangelisch-reformierten Kirche
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden


''Elternstart NRW'' in Detmold
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein

Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.


Nacht der offenen Kirchen von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.


Nachts in die Kirche
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.


Ökumenischer Pfingstottesdienst mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Detmold
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.


Gründungsfest der Nordkirche
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.


Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund


Den Krieg abschaffen. Annäherung an ein unerhörtes Thema
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle


Über uns – Ein Himmel für den Hessentag
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.


Sommerorgelkonzerte 2012 in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig


Auszeit für die Seele - Pilgerwochenende
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.


''Was für Kinder'' mit Samuel Koch und Annette Kurschus
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.


Was darf unser Essen kosten?
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen

Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012


Quo vadis Bundeswehr? Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.


Reformierte Konferenz in Wilsum: ''Dein Reich komme''
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".


RunderTisch zu den Themen Heimat - alt werden - Jugend
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.


BRÜCKENSCHLÄGE - Daniel Ernst Jablonski im Europa der Frühaufklärung
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr


Hoerstgener Opening 2012
23. Juni 2012, 17 Uhr


Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.


Predigen im Angesicht des Judentums
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext


Landesposaunenfest mit German Brass
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.


EUROPÄISCHE BIBELDIALOGE. Begegnungstagungen
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.


Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.




Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.


Mission impossible - Kirche, Mission, Pluralität der Religionen nach Karl Barth
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578


Reformierte Sommeruniversität: Der Heidelberger Katechismus - Herausforderung für Glaube, Kirche und Theologie
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?


Tag der Schöpfung - Schöpfungstag 2012 - ''Jetzt wächst Neues'' (Jesaja 43,19)
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.


Conference 'Music and Theology in the European Reformations'
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.


''Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.''
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.


Kinderkompositionswettbewerb Leipzig 2012
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.


Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf


''Mutig für Menschenwürde'' - Ökumenische Friedensdekade 2012
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de


Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.


450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.




O happy Day! - ''Zieht an herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld…''

eine Predigt zu Kolosser 3,12-17 am Sonntag Kantate von Sylvia Bukowski

12 So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; 13 und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! 14 Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. 15 Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar.
16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. 17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
Kolosser 3,12-17

Liebe Schwestern und Brüder

Was gibt es Schöneres als eine Gemeinde, die kräftig und vielleicht sogar, wie hier, mehrstimmig singt. Da geht einem das Herz auf! Das bestätigen auch die, die der Kirche ansonsten eher entfremdet sind. Denn die Musik der Kirche behält eine ganz eigene Kraft, die weit über den Kreis der Kerngemeinde hinausreicht. Sie vermag, durch alle Schutz- und Trutzwälle der Seele hindurchzudringen und Menschen anzurühren, anzurühren in ihrer vielleicht längst begrabenen Sehnsucht nach einer Welt, in der es anders zugeht als in dieser; wo man leben kann ohne ständige Selbst-oder Fremdkontrolle, ohne innere Leere, ohne die ständige Angst, nicht zu genügen.

Eine Gemeinde, die gern singt, bringt etwas von dieser Welt zum Klingen. Die unterschiedlichsten Stimmen fügen sich alle zu einem großen Lobgesang Gottes zusammen, selbst die Brummer müssen nicht schweigen und ein paar falsche Töne senden sich im großen Zusammenklang weg. Das Wichtigste ist die Freude, die sich beim Singen ausbreitet. Sie verändert oft auch die Gesichter der Sängerinnen und Sänger. und der Glanz selbstvergessener Hingabe breitet sich auf ihnen aus. Der Gesang befreit ihre Kehle - biblisch verstanden auch die Seele -von aller Enge, der Mund öffnet sich weit. Alle Lasten des Alltags fallen ab. Wer singt wird frei! Und aus der Vielfalt der Klangfarben wird ein harmonisches Ganzes. Gemeinde als Resonanzkörper für Gottes vielfältige, für seine bunte Gnade – dieser Gedanke steht auch hinter dem Titel des europäischen Liederbuchs „Colours of Grace.“

Und wenn wir in unserem heutigen Predigttext aufgefordert werden, das Wort Christi reichlich unter uns wohnen zu lassen, so bietet gerade auch die Musik dafür einen guten Ort. Sie bewahrt den Schatz des Glaubens über Generationen hinweg und macht ihn für Menschen ganz unterschiedlicher Denkweisen zugänglich. In den Kantoreien singen auch Skeptiker mit innerer Anteilnahme sehr fromme Sätze und die coolsten Jugendlichen begeistern sich über den Tag, an dem Jesus alle Sünde abwusch (so lautet der Text von „o happy day“)

Vielleicht möchten Sie jetzt einwenden, dass die meisten das, was sie singen, so niemals nachsprechen könnten, geschweige denn bekennen könnten. Das mag sein. Aber Viele, und gerade die innigen Glaubenssätze kann man auch einfach  nur singen. Das geht uns doch auch so bei manchen Chorälen, die wir sehr lieben, deren Worte aber ganz und gar nicht mehr unseren Denk- und Redegewohnheiten entsprechen. „Ach Herr lass dein lieb Engelein, am letzten Tag die Seele mein in Abrahams Schoß tragen….“So reden wir nicht mehr. Trotzdem singen wir die Worte in großer Ergriffenheit.

Ohne den unsagbaren Glaubensüberschuss, den gerade geistliche Lieder lebendig halten, würden wir wahrscheinlich alle im wahrsten Sinne des Wortes  ver-„kümmern.“ Der berechtigte Kummer über den Zustand unserer Kirche und unserer Welt würde allen Jubel ersticken und höchstens noch Klagelieder zulassen. Und würde unser Glaube auf das reduziert, was wir mit nüchternem Verstand und ehrlichen Herzens sagen können, würde er wahrscheinlich schnell sehr arm, und auch viele Bibelworte gingen in ihrer fremdartigen Schönheit verloren.

„In aller Weisheit lehrt und lenkt einander mit Psalmen, Hymnen und geistgewirkten Liedern“ übersetzt Vs. 16 in unserem Briefabschnitt. Damit trägt sie als einzige der im Text angelegten Möglichkeit Rechnung, der geistlichen Musik einen hohen Stellenwert bei der Vermittlung des Glaubens zuzutrauen. Anderen Übersetzern scheint das offenbar so widersprüchlich, dass sie die Satzteile trennen und – auf den 1. Blick-  plausibler zuordnen. Dann heißt es lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.

Aber gerade die Zusammenordnung von Lehre, Ermahnung und Gesang erscheint mir nicht nur sehr treffend, sondern auch aktuell Denn es sind, wie gesagt, oft gerade die gesungenen Glaubenssätze, die auch kirchenfremde Menschen im Innersten ansprechen und sie etwas von der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes erfahren lassen. Und worauf sonst laufen biblisch verstanden alle Ermahnungen hinaus? Was anders lehrt die christliche Botschaft?..

Mit großen Worten, nämlich als „die Auserwählten Gottes, die Heiligen und Geliebten“ spricht auch unser Briefabschnitt seine Adressaten in Kolossä an, obwohl sie nur eine ganz gewöhnliche, noch dazu ziemlich zerstrittene Gemeinde. Aber in Gottes Augen besitzt sie eine hohe Würde. Vor jeder Ermahnung steht also die Erinnerung: Ihr seid mehr als das, was andere in euch sehen. Sie mögen euch an  Eurer Öffentlichkeitswirkung messen und den Stab über euch brechen. Aber weder ihr strenges Urteil noch eure eigenen Versagensängste ändern etwas daran: Ihr seid alle von Gott geliebte und bejahte Menschen.

Und wenn Ihr leidet an den Zuständen in Eurer  Gemeinde, wenn Ihr Euch aufreibt an ihren theologischen oder persönlichen Unzulänglichkeiten und Streitereien, wenn Ihr Euch Sorgen macht über die Zukunft der Kirche, denkt daran: Gott hat immer gewusst, wie es um sein Volk steht. Er hat es trotz aller seiner Schwächen erwählt und es bleibt ihm heilig, ganz gleich, in welcher Verfassung es ist!

Aber sobald die Botschaft von Gottes grenzenloser Liebe nicht mehr gesungen, sondern nüchtern  aufgeschrieben bzw. gepredigt wird, stößt sie auf Einwände aller Art. Soll sie wirklich auch denen gelten, die einem in der Gemeinde das Leben schwer machen? Und selbst wenn, wie soll man all das Ärgerliche aushalten, auf das man immer wieder stößt? Für Sie gehört dazu vielleicht besonders die liturgische Verlotterung vieler Gottesdienste, die schlecht vorbereiteten Lesungen und Predigten, oder die Oberflächlichkeit theologischer Entscheidungen der Gemeindeleitung und manche von Ihnen haben deshalb den Gemeindekontakt vielleicht schon ganz aufgegeben, und statt Gottesdienste zu besuchen hören Sie sich vielleicht lieber nur noch Bachkantaten an.

In Kolossä gab es andere, aber sicher nicht weniger gewichtige Ärgerpunkte. Das weiß der Apostel, der an die Gemeinde schreibt. Und er wiegelt nicht ab, so nach dem Motto: alles halb so schlimm. Aber er rechtfertigt auch nicht die Konsequenz, sich von der Gemeinde abzuwenden. Er fordert vielmehr ausdrücklich auf, einander zu ertragen und zu vergeben. Das ist eine ziemlich große Zumutung! Das wird er auch gewusst haben. Deshalb gibt er sich große Mühe zu erklären, wie das gelingen kann und er wählt dazu eine sehr anschauliche bildliche Rede. In den Zeilen vor unserem Briefabschnitt rät er, zuerst einmal die übliche Kampfausrüstung abzulegen. Dazu zählt er Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung und schandbare Worte, und meint damit sicher auch alle anderen vornehm getarnten Spielarten gegenseitiger Beschädigung mit, die wahrscheinlich eher zu unserem Repertoire gehören. Jedes Waffenarsenal, das dazu da ist, andere einzuschüchtern und sie fertig zu machen passt nicht zu einem Menschen, der sich auf Christus beruft. Aber als guter Seelsorger weiß der Apostel auch, wie belastend es für einen selber ist, es ständig mit sich herumzutragen, und wie viel Fantasie, Energie und Zeit dabei draufgeht.

Er empfiehlt also stattdessen: „Zieht an herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld …und über alles zieht an die Liebe, die da ist das  Band der Vollkommenheit.“

All das, was einen Christen, eine Christin wirklich gut kleidet, liegt durch Gottes gnädige Fürsorge in jeder Gemeinde parat. Dort  kann man sich die „Gewänder des Heils“ überziehen lassen und entdecken, dass man tatsächlich ein anderer sein kann als bisher: Freundlich statt immer nur mürrisch, barmherzig mit den Fehlern anderer statt gnadenlos kritisch, geduldig, wo man sonst das Handtuch geworfen hätte. Vielleicht fühlt man sich in der neuen Ausstattung auch erst einmal etwas fremd und beklommen und bewegt sich sehr einstudiert, wie die Konfirmandinnen und Konfirmanden letzten Sonntag in ihren feierlichen Sachen. Aber so wie die sich nach einer gewissen Zeit daran gewöhnt haben und sich sehr selbstverständlich anders bewegt haben, werden wir vielleicht auch mit den Kleidern christlicher Liebe irgendwann so vertraut, dass sich unser Umgang in und mit der Gemeinde tatsächlich ändert.

Veränderungen müssen in der Tat nicht immer von innen nach außen wachsen. Es geht auch umgekehrt, dass das Äußere das Innere beeinflusst, eine Erfahrung, die im Protestantismus mit seiner Geringschätzung der Äußerlichkeit oft aus dem Blick geraten ist.

„Zieht an herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld…“

Wie der Chor der Gemeinde die Vielstimmigkeit braucht, um seine Schönheit zu entfalten, so braucht der gemeindliche Umgang miteinander alle diese verschiedenen Layers: Ohne Freundlichkeit kann Erbarmen schnell herablassend wirken und Menschen beschämen, und umgekehrt: ohne Erbarmen, ohne engagierte Anteilnahme behält Freundlichkeit etwas sehr Unverbindliches. Demut, sprich das Wissen um die eigene Bedürftigkeit ist nötig, um zu verhindern, dass Bedürftige durch die Hilfe gedemütigt werden. (Man denke nur an die Hartz VI Debatten!) Und schließlich braucht Sanftmut Geduld, damit bei Enttäuschungen nicht doch plötzlich der Kragen platzt. Das Ganze soll die Liebe zusammenhalten, die sich nichts vormachen lässt, aber trotzdem niemanden aufgibt, die nicht ihren eigenen Vorteil sucht, sondern andere stark macht. Aber so vielschichtig eingekleidet kann jeder sich und den anderen wirklich ganz neu entdecken und der Frieden in der Gemeinde kann wachsen.

Eine schöne Vorstellung, die dieser Briefabschnitt da entfaltet, nicht wahr? Aber läuft es in Ihrer Gemeinde so? Bei uns leider nicht.

Die schönen Gewänder, in die uns Gottes Wort kleidet, kriegen im Alltag eben schnell wieder hässliche Flecken, zerreißen oder bleichen aus. Aber das Wunderbare ist: Am Sonntag im Gottesdienst liegen sie wieder frisch aus. Gott hat in jeder Gemeinde eine unerschöpfliche Kleiderkammer eingerichtet. Singend, hörend, betend und handelnd können wir also immer wieder neu in die Kleider des Heils schlüpfen und uns im Mantel von Gottes Gerechtigkeit bergen.

Und ich bin sicher: Eine Gemeinde, die ihre Schätze kennt und pflegt, wird auch Fremde anziehen. Sie wird im guten Sinn attraktiv, denn in ihr wird jeder etwas hören und erleben von der überschwänglichen Hoffnung, die sie bewegt und von der Erneuerungskraft Gottes, die jetzt schon erfrischt und heilsam verändert. Und wer weiß, vielleicht macht das manchen Kirchenfremden Lust, dazu zu gehören, gegen den Trend!

Amen

Predigt, gehalten vor einer Konferenz zur Revision der Perikopenordnung, Sonntag Kantate 2010


Sylvia Bukowski, Wuppertal
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