Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23./24. Mai 2012: Vollversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) in Berlin
Unter den Fragestellungen: „Wie wir uns gegen seitig wahrnehmen, warum wir voneinander profitieren können und was wir im Miteinander verbessern sollten“ wollen die Tagungsteilnehmer sich im Spannungsfeld von Amtskirche, Gemeindepraxis und Zivilgesellschaft darüber austauschen, was sie in der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus voneinander erwarten bzw. erhoffen.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Schwarmintelligenz - oder: Von der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen
eine Pfingstpredigt zu 1. Korinther 12,4-11 von Michael Ebener, Göttingen
''Der Geist ist es, der die einzeln Schwachen zu einem Ganzen führt, das der Angst vor großen Fischen spottet und in dem Trost ist.''
Michael Ebener, Schwarmintelligenz.
Predigt zu 1. Korinther 12,4-11.pdf
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.
Ein Fischschwarm braucht keinen Anführer.
Schwarmintelligenz
Jedes einzelne Tier für sich ist klein und wehrlos, aber in der Masse entwickeln die Fische eine geniale Schutzstrategie. Ein mikrofeiner Tastsinn lässt sie auf Angriffe und Veränderungen blitzschnell synchron reagieren. Was eben noch ungeordnet, wild und panisch wirkte, findet zu einer Form, in der das einzelnen Tier ein Teil des Ganzen wird. Eine riesige Kugel pulsierenden Lebens entsteht, die um eine imaginäre Achse kreist, immer schneller, immer kraftvoller. Die Tiere bündeln ihre Leiber und ihre Lebensenergie, geben sich so in blauer Tiefe Halt und Schutz. Mit solcher „Schwarmintelligenz“ können Sardinenzüge im Mittelmeer ihre Fressfeinde bis zur Erschöpfung treiben.
Schwarmintelligenz ist ein Naturwunder: Schönheit der Form - Stille, mit der sie sich findet. Gleichzeitigkeit und Gleichartigkeit der Bewegung, Schnelligkeit, energetisches Surren glänzender Leiber!
Schwarmintelligenz, die keinen Anführer braucht, wohnt der ganzen Schöpfung inne: von den wandernden Herden der Steppe über die Vogelformationen am Himmel bis in die Tiefen des Meeres.
Schwarmintelligenz hat immer Sinn: Sie dient dem Schutz der Schwachen. Der Einzelne, der klein und wehrlos ist, muss so nicht bleiben! In der Gemeinschaft der Art, in der Gemeinschaft der Schwestern und Brüder, wird er teil einer Einheit, die viel größer ist als er selbst. Die eine Sardine hat dem großen Thun nichts entgegen zu setzen, aber im Schwarm hat ihr Leben Zukunft.
Dabei scheint jede Bewegung vom selben Sinn, vom selben Trieb, vom selben Geist gelenkt, ohne dass das dem einzelnen bewusst würde oder bewusst gesagt sei. Und trotzdem ist nicht gleichgültig, wie einer ist und was er einbringt. Im kugelförmigen Fischschwarm schwimmen manche oben, manche unten, andere bilden die volle Mitte. Einige kreisen schnell um die eigene Achse, andere gemächlich. Viele stabilisieren die Form von innen heraus, sehr wenige decken die äußeren Flanken.
Ein Fischschwarm braucht keinen Anführer – Diktatoren, Massenverführer, Seelenvergifter findet man nicht im Ozean! Es gibt sie dort nicht. Niemand will hier dem Bösen dienen.
Wer sagt den Fischen, wo je ihr Ort ist?
Wer fügt die einzelnen so zusammen, dass sie ein Leib sind?
Wer bündelt die viele Gaben auf das Ziel hin: Leben?
Viele Gaben – ein Geist (I. Korintherbrief 12, 4-11)
Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.
Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr.
Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott,
der da wirkt alles in allen.
In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen.
Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.
Was wären wir ohne Pfingsten?
Am Pfingsttag loben wir die „Schwarmintelligenz“, die Gott seiner Gemeinde in den Bauplan gezeichnet hat und die uns Gottes Heiliger Geist im Lauf der Zeiten immer wieder neu vermittelt.
Schwarmintelligenz allein ist aber der Gemeinde nicht vorbehalten. Sie ist überall am Werk, wo unterschiedliche Menschen zusammenfinden, die spüren, wie stark der Einzelne werden kann, wenn er sich bindet und verbindet. Aber nicht immer ist ein Geist, der solche Gruppen schafft, ein guter! Das ist unter uns Menschen der große Unterschied zum Fischschwarm, der sich ohne Hintergedanken findet und nicht von bösen Geistern dominiert werden kann. Die Gabe, die Geister zu unterscheiden, ist deshalb eine der wichtigsten Gaben des Heiligen Geistes überhaupt!
Gottes Geist ist gut.
Er uniformiert nicht, er ermöglicht Leben, das kein Leben nimmt.
Dass dieser Geist immer wieder und immer noch weht durch Gebäude und Gedanken, trotz theologischer Irrtümer und menschlicher Schuldgeschichten, trotz Wirtschafts- und Glaubwürdigkeitskrise, ist die einzige Konstante, auf die Gemeinde bauen kann.
Was wären wir ohne Pfingsten, auch wenn wir dieses Fest viel zu wenig präsent haben?
Ohne den Heiligen Geist ist Gott fern,
bleibt Christus in der Vergangenheit,
ist das Evangelium ein toter Buchstabe,
die Kirche ein bloßer Verein,
die Autorität eine Herrschaftsform,
die Mission Propaganda,
die Liturgie eine Geisterbeschwörung
und das christliche Leben eine Sklavenmoral. [i]
Der Geist ist es, der verbindet, was zusammengehört, aber von allein nie zusammenfindet: Gott, der Auferstandene, wir Menschen.
Der Geist ist es, der die einzeln Schwachen zu einem Ganzen führt, das der Angst vor großen Fischen spottet und in dem Trost ist.
Der Geist ist es, der alle Bewegungen, alle Fähigkeiten und Gaben, alles Strahlen und Glänzen so koordiniert, dass ein Gemeinsames entsteht, das mehr ist als die Summe dessen, was zusammenkommt.
Ein Gemeinsames, das Form hat und Dauer - das sich aber auch erneuern, re-formieren, kann und soll, wenn es Not tut.
Die „Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen“
Der Skandal, dass Kirchen, dass Glaubensgeschwister getrennte Wege gehen, obwohl sie doch den einen Gott zum Vater, den einen Jesus Christus zum Herrn und den einen Geist zum Tröster haben, ist nur ein vorläufiges Ärgernis. Gottes Gott formt sich auch heute intelligent seine Schwärme, wenn das Evangelium neue Formen braucht: Re-formation ist im Gange!
An einem kalten Februartag im Jahr 2006 veränderten acht glaubensstarke Frauen und Männer die Richtung der weltweiten Ökumene. [ii]
Damals trafen sich zwei Vertreter reformierter Weltorganisationen in Grand Rapids, USA, um eine engere Verbindung zu erörtern. Sie sprachen für ihre jeweilige Organisation, für den „Reformierten Weltbund“ und für den „Reformierten Ökumenischen Rat“ – zwei reformierte Kirchenbünde, die jahrzehntelang und oft zerstritten getrennte Wege gingen. Was sich dann aber entwickelte, war nicht die Absprache intensiverer Kooperation, gegenseitiger Beratung und freundlichen Nebeneinanderhers, sondern der radikale Vorschlag für eine neue ökumenische Weltorganisation: die „Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen“.
Vom 18. bis zum 28. Juni diesen Jahres, also in gerade einmal vier Wochen, findet nun, wieder in Grand Rapids, die „Vereinigende Generalversammlung“ satt.
Die Menschen, die beim ersten Gespräch dabei waren, sagen, eine Macht größer als ihre eigene Kreativität sei da am Werke gewesen. Der Präsident des Reformierten Weltbundes (Clifton Kirkpatrick) ist sich sicher: „Es war der Heilige Geist, der diese Bewegung in Grand Rapids auf den Weg gebracht hat.“ Die „reformierte Weltfamilie“ rückt zusammen. „Eine solche Annäherung ist ein starkes christliches Zeichen in einer Welt, die durch Zersplitterung und selbstbezogenen Individualismus gekennzeichnet ist und deckt den Skandal der Trennungen auf“, fügt ein weiterer Mitinitiator (Setri Nyomi) hinzu.
Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens [iii] – unter diesem biblischen Motto wird der Gründungskongress stattfinden. Etwa eintausend Delegierte, Gäste und Freiwillige werden die historische Vereinigung auf den Weg bringen, und die „Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen“ wird dann für 80 Millionen Mitglieder aus 230 Kirchen in 107 Ländern stehen: „Gott will, dass wir eins sind“ (Clifton Kirkpatrick).
Ein Schwarm von 80 Millionen
Auch wir sind in dieses pfingstliche Geschehen eingebunden – im Geist und durch das Band des Friedens.
Als Gemeinde im „Bund evangelisch-reformierter Kirchen in Deutschland“ sind wir Mitglied im „Reformierten Bund“ und über diesen wiederum Mitglied im ehemals „Reformierten Weltbund“ - und deshalb nun auch in der „Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen“.
80 Millionen Mitglieder aus 230 Kirchen in 107 Ländern und in einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller: Ein Schwarm von 80 Millionen Menschen!
Gottes Geist wirkt in und mit ihnen, in und mit uns – in einem jeden zum Nutzen aller: in Menschen aus Afrika, Asien, Amerika und Europa, Armen und Reichen, Heiligen und Zweiflern, Männern und Frauen, Jungen und Alten, Kindern und Eltern, Kopf- und Handmenschen, Starken und Schwachen, Frohnaturen und den Stillen im Lande – in einem jeden, in einem Schwarm von 80 Millionen.
Wer sagt ihnen, wo je ihr Ort ist?
Wer fügt die einzelnen so zusammen, dass sie ein Leib sind?
Wer bündelt die viele Gaben auf das eine Ziel hin: Leben in Gerechtigkeit, das kein Leben nimmt?
Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.
Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr.
Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott,
der da wirkt alles in allen.
Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist
und teilt einem jeden das Seine zu – 80 Millionen Menschen,
wie er will.
ER will!
Amen.
[i] Athenagoras von Athen, Kirchenvater des 2. Jahrhunderts
[ii] Die folgenden Informationen und Zitate dieses Abschnitts aus: die reformierten.upd@te 10.1, S. 13 ff.
[iii] Epheserbrief 4,3
Michael Ebener, Pfarrer in Göttingen
Michael Ebener, Schwarmintelligenz. Predigt zu 1. Korinther 12,4-11.pdf

