Kirchengeschichtliche Forschung

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Reichenbach feiert 200. Geburtstag von Ludwig Eduard Nollau, Mitbegründer der United Church of Christ in den USA

1. bis 4. Juli 2010, Festtage in Reichenbach: Ausstellung, Symposium, Stadtfest

UEK. Es ist die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hundertausende Migranten ziehen in Richtung „Neue Welt“. Unter ihnen unzählige Deutsche. Im Sommer 1937 wandert auch der 27-jährige Ludwig Eduard Nollau aus Reichenbach in der schlesischen Oberlausitz nach Amerika aus. Er möchte Indianer missionieren. Doch dieses Vorhaben wird nie verwirklicht.

In Missouri angekommen, erkennt der junge Nollau seine wahre Aufgabe. Fortan hilft er den deutschen Migranten vor Ort bei ihrer Heimatsuche. Neben der Entwicklung eines verlässlichen Gemeindelebens und vieler sozialer Projekte ist Nollau heute weltweit bekannt als Mitbegründer der United Church of Christ (UCC), der unierten Kirche in den USA. Aus dem von ihm 1840 gegründeten „Deutschen Evangelischen Kirchenverein des Westens“ entwickelte sich die „Deutsche Evangelische Synode von Nordamerika“, eine der Wurzeln der UCC.

Wie bei seinem Aufbruch bleibt Nollau auch bei seinen sozialen und kirchlichen Aktivi-täten getragen von seiner Verwurzelung im Glauben. In der aufstrebenden Stadt St. Louis sorgt er dafür, dass die Ausgewanderten in der christlichen Gemeinde Beheimatung und Orientierung erfahren. Nollau versteht den Neuanfang in Amerika als eine gute Gelegenheit, die konfessionellen Grenzen zu überwinden, die auch in Deutschland die Evangelischen damals noch weithin trennten. Einer unierten Kirche, in der Lutheraner und Reformierte zusammenleben und gemeinsam ihren Glauben bekennen, bereitet er den Weg. Zugleich wendet sich Nollau von der Vorstellung der Indianermission zur Praxis der Inneren Mission: Mit Gründung evangelischer Schulen, eines Krankenhauses und eines Waisenhauses wird er zum Impulsgeber für eine evangelische Sozial- und Bildungsarbeit, die in den Vereinigten Staaten bis heute ihren Platz hat.

Ludwig Eduard Nollau ist auch in seiner Geburtsstadt Reichenbach weithin ein Unbekannter geblieben. Die Kirchenbucheintragungen zu seiner Geburt und Taufe im Juli 1810 sind fast die einzigen Spuren, die sich hier von ihm erhalten haben. Mit zahlreichen Gästen aus den USA feiert Reichenbach nun Nollaus 200. Geburtstag. Die Stadt Reichenbach, der Sprengel Görlitz der EKBO (Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) sowie die Kirchengemeinde Reichenbach stellen die Festtage vom 1. – 4. Juli 2010 unter das Thema: Migration und Heimatsuche im 19. Jahrhundert und heute.

Auf dem Programm stehen die Eröffnung einer Ausstellung „Ludwig Eduard Nollau“, ein deutsch-amerikanisches Symposium zum Thema: „Migration und Heimatsuche“, ein Stadtfest am Samstag und am Sonntag ein Gottesdienst mit Bischof Dr. Markus Dröge aus Berlin. So soll die Erinnerung an gemeinsame historische Wurzeln und die Besinnung auf gegenwärtige Aufgaben zu einem belebenden Moment in der Kirchengemeinschaft zwischen der UEK und der UCC werden.

Flyer zum Programm der Festtage in Reichenbach

United Church of Christ (UCC).


Pressemitteilung der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK)
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