Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

ERK / WGRK: Reformierte Weltgemeinschaft macht sich Erklärung der Evangelisch-reformierten Kirche zu eigen

''Gemeinsam für eine andere Welt''

Eine Abstimmung auf der Generalversammlung in Grand Rapids; Foto: Erick Coll

Die Generalversammlung des Reformierten Weltgemeinschaft (WGRK) hat auf ihrer Tagung in Grand Rapids/USA die Gemeinsame Erklärung der Evangelisch-reformierten Kirche und der Uniting Reformed Church in Southern Africa (URCSA) zu Fragen wirtschaftlicher und ökologischer Gerechtigkeit als eigene „grundlegende Leitlinien“ angenommen.

Die Evangelisch-reformierte Kirche und ihre südafrikanische Partnerkirche hatten sich drei Jahre lang in einem intensiven Nord-Süd-Dialog mit den Auswirkungen der Globalisierung befasst, um eine gemeinsame Antwort auf die als „Bekenntnis von Accra“ bekannt gewordene Erklärung des Reformierten Weltbundes zu finden. Die Ergebnisse des Projektes sind in einem umfangreichen Abschlussdokument mit dem Titel „Gemeinsam für eine andere Welt“ dokumentiert. Sie wurden auf einer Sondersynode in Emden beraten, nachdem Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker zunächst ein ausführliches einleitendes Referat gehalten hatte.

Auf der Generalversammlung der Reformierten Weltgemeinschaft in Grand Rapids stellten beide Kirchen nun die Ergebnisse ihrer Arbeit vor, um auf diese Weise ihre Antwort auf Accra kund zu tun. Die Generalversammlung nahm die Berichte nicht nur dankbar entgegen, sondern beschloss am 28. Juni 2010, dass die Gemeinsame Erklärung zu den Leitlinien der neu gegründeten ökumenischen Organisation gehört, der 80 Millionen reformierte Christen aus mehr als 200 Kirchen weltweit angehören.

Die Gemeinsame Erklärung im Wortlaut.pdf >>>

Weitere Informationen zum Globalisierungsprojekt >>>


Pressemitteilung (bearb.) der Evangelisch-reformierte Kirche, 6. Juli 2010
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
Evangelisch-reformierte Kirche kritisiert mit südafrikanischer Partnerkirche Globalisierung

Die Evangelisch-reformierte Kirche warnt vor den Gefahren des Globalisierungsprozesses. Während einer Sondersitzung verabschiedete die Gesamtsynode gestern in Emden eine Erklärung mit dem Titel "Gemeinsam für eine andere Welt".
Einziger Nord-Süd Dialog zur Erklärung von Accra

Kapstadt. „Gemeinsam für eine andere Welt“ so lautet der Titel eines einzigartigen Projektes der Evangelisch-reformierten Kirche und der Uniting Reformed Church in Southern Africa (URCSA), das in Anwesenheit des anglikanischen Erzbischofs Emeritus Desmond Tutu in der vergangenen Woche Kapstadt der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
 

Nach oben    E-Mail