in calvino veritas

Restbestände des Calvin-Jubiläums-Weins

Der passende Wein für laue Sommerabende. Jetzt schnell bestellen. Es gibt nicht mehr viele Flaschen der zweiten (und vorerst letzten) Abfüllung

Dass Gott uns viele Dinge alleine dazu geschenkt hat, dass wir sie genießen, ist schon eine Aussage, die man dem als streng verschrienen Reformator kaum zutraut. Den Wein zählt er ausdrücklich dazu. Deshalb gibt es seit dem Jubiläumsjahr 2009 einen Frankenwein im Bocksbeutel mit einem besonderen Etikett.

Es handelt sich um einen Riesling Kabinett (Prädikatswein), einen trockenen Weißwein, dessen Beeren auf sandigem Boden in der Gegend um das unterfränkische Sommerach gewachsen und in der Sonne des Jahres 2008 gereift sind.

Die Rebsorte des Riesling ist in Franken eigentlich nicht sehr verbreitet - insofern handelt es sich gewissermaßen auch um eine Besonderheit. Sein frisches, leicht mineralisches Aroma kommt mit etwas weniger fruchtiger Note daher als gemein üblich, was ihn zu einem echten "Franken" macht.

Zu bestellen ist der Wein bei der Redaktion >>>hier. Er wird im 3er-Karton für 25,00 €, im 6er für 47,50 und im 12er für 90 € abgegeben. Porto und Verpackung sind im Preis inbegriffen. Bei Abholung in Hannover, Leer oder Nürnberg kostet eine Flasche 6,00 Euro.

Warum ein Calvin-Wein aus Franken?

Richtig: Calvin war (vermutlich) nie in Franken und hatte keine innige Beziehung zu dem deutschen Landstrich, der ja immerhin den gleichen Namen trägt wie sein Heimatland Frankreich. Vielleicht hätte ihm der fränkische Weißwein nicht einmal geschmeckt; die Weingeschmäcker sollen sich seit der damaligen Zeit ziemlich gewandelt haben. Noch dazu ist die fränkische Weingegend erzkatholisch und von wenigen Ausnahmen abgesehen "reformiertenfrei".

Es gibt also keinen zwingenden Grund für diese Sonderedition. Im Ergebnis scheint sie aber zu überzeugen, denn die erste "Auflage" von 2000 Flaschen war innerhalb von sechs Monaten ausverkauft.

Das Weingut Münch liegt in Sommerach in der Volkacher Mainschleife, einem der großen fränkischen Weinbaugebiete. Ruth und Klaus Münch bieten neben dem Wein auch noch Spargelessen und Übernachtung in der Pension St. Urban an. Für die Jahre 2007 bis 2009 kam die Sommeracher Weinprinzessin Lena auch aus dem Hause Münch.

 

 


Georg Rieger