Die Diakonischen Werke der fünf evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen haben am 31. August 2010 in Hannover einen gemeinsamen Landesverband gegründet. „Damit bündeln wir unsere Kräfte und können für die Diakonie in Niedersachsen mit einer gemeinsamen Stimme sprechen“, so Dietmar Arends, Diakoniepastor der Evangelisch-reformierten Kirche. Er vertritt gemeinsam mit Diakoniegeschäftsführer Wolfgang Wagenfeld die Reformierte Kirche im Vorstand des Vereins „Diakonie in Niedersachsen“. Sprecher des Vorstandes ist zur Zeit Thomas Feld von der Oldenburger Diakonie.
Der Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, Jann Schmidt, sagte, es sei wichtig, dass die Diakonie jetzt einheitlich gegenüber dem Land sozialpolitische Interessen vertreten könne. „Die Bündelung der Kräfte führt zu einer besseren Erkennbarkeit des diakonischen Engagements der Kirchen,“ so Schmidt. Außerdem sehe er die Zusammenarbeit der Diakonischen Werke als wegweisend für weiterführende Kooperationen der niedersächsischen Kirchen.
Aufgabe des neuen Vereins „Diakonie in Niedersachsen“ ist, so Dietmar Arends, insbesondere gegenüber dem Land Niedersachsen als gemeinsamer Ansprechpartner aufzutreten. Er werde in eigener Vollmacht mit der Landesregierung und mit den Kostenträgern der sozialen Arbeit verhandeln können. Bislang habe es zwischen der Diakonie der Landeskirchen von Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Schaumburg-Lippe sowie der Reformierten Kirche einen zu aufwändigen Abstimmungsprozess gegeben. Die fünf Diakonischen Werke behalten weiterhin ihre Eigenständigkeit.
In den fünf Diakonischen Werken Niedersachsen sind rund 50.000 Mitarbeiter in 700 sozialen Einrichtungen und 800 Kindergärten tätig. In der Reformierten Diakonie arbeiten rund 2.000 Mitarbeiter in Kindergärten, Einrichtungen der Altenhilfe, der Behindertenhilfe, der Jugendhilfe, der Suchtkrankenhilfe, der Betreuung psychisch Kranker sowie der Hilfe für Wohnungslose und für Arbeitslose.