Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23./24. Mai 2012: Vollversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) in Berlin
Unter den Fragestellungen: „Wie wir uns gegen seitig wahrnehmen, warum wir voneinander profitieren können und was wir im Miteinander verbessern sollten“ wollen die Tagungsteilnehmer sich im Spannungsfeld von Amtskirche, Gemeindepraxis und Zivilgesellschaft darüber austauschen, was sie in der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus voneinander erwarten bzw. erhoffen.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Von der ''Waffenrüstung Gottes'', dem ''Helm des Heils'', dem ''Schwert des Geistes'' und dem Gurt der Wahrheit
Predigt zu Epheser 6,10-17. Von Sylvia Bukowski
"10 Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. 12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.
14 So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit 15 und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. 16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, 17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes."
Epheser 6,10-17
Liebe Gemeinde!
Stellen Sie sich einmal vor, ein Moslem würde diesen Predigttext unvorbereitet hören. Ihn spränge doch sofort die kriegerische Sprache an, die von der „Waffenrüstung Gottes“ redet und eindringlich auffordert, damit die „Anschläge des Teufels“ abzuwehren. Vor seinem inneren Auge zögen dazu wahrscheinlich die Bilder christlicher Kreuzritter herauf, vermummt und gepanzert und zu allem bereit, und er würde mit Grauen an die Blutbäder denken, die sie unter den „Ungläubigen“ im heiligen Land und anderswo angerichtet haben, meist mit Schwertern, in die das Kreuz eingraviert war und unter ausdrücklicher Berufung auf Jesus Christus. Nun hätte dieser Moslem den Beleg dafür, dass tatsächlich auch die Bibel zum Jihad, zum Heiligen Krieg auffordert und mit Jihad ist dieser Briefabschnitt übrigens, wie ich mir habe sagen lassen, in alten arabischen Übersetzungen auch tatsächlich überschrieben.
Aber Halt! Das ist doch völlig missverstanden, würden Sie jetzt sicher protestieren wolle.. Das ist doch alles nur bildlich gemeint und auf eine rein geistige, bzw. geistliche Auseinandersetzung gerichtet! Schließlich ist das Christentum doch von Grund auf eine friedliche Religion!
Ich fürchte nur, dem Moslem würde das nach diesem biblischen Text und der mörderischen Gewalt in der Kirchengeschichte schwerfallen zu glauben – so ähnlich wie uns das geht, wenn Muslime versichern, dass auch der Jihad eigentlich nur den Eifer im Glauben meine und keineswegs Terroranschläge rechtfertige, denn auch der Islam sei doch –wie der Name schon sagt – eine Religion des Salam, des Friedens.
Ich möchte mit diesem Beispiel illustrieren, wie wichtig es ist, bei Zitaten aus alten heiligen Texten nicht nur oberflächlich hinzuhören, sondern eingehend zu prüfen, in welchem Kontext sie stehen und wie sie ursprünglich gemeint waren, um voreilige, aber oft folgenschwere Missverständnisse im Dialog der Religionen zu vermeiden. Das gilt auch für die von vielen Pauschalurteilen und Unterstellungen vergiftete Integrationsdebatte. Es wird allerdings auf allen Seiten darauf ankommen, die Missverständnisse und Ängste der anderen nicht nur verbal auszuräumen, sondern vor allem durch eine überzeugende Praxis. Die beginnt am besten damit, dass man aufhört, so viel übereinander zu reden und stattdessen auf allen Ebenen das Gespräch miteinander sucht. Denn nur dabei kann man sich gegenseitig kennenlernen, mit wachsendem Vertrauen offen befragen und schließlich hoffentlich auch dazu kommen, gemeinsam zu handeln.
Aber zurück zu dem Predigttext: Richtig verstehen kann man ihn auch als Christ nur, wenn man nie aus dem Auge verliert, wer der Gott ist, der hier die christliche Waffenrüstung schmiedet: nämlich ein Gott, der ganz und gar ein Gott der Liebe und der Versöhnung ist. Damit wird nämlich gleich zweierlei klar:
Erstens, dass auch die geistlichen Waffen sich nie gegen Personen richten dürfen und nie zum Ziel haben dürfen, Andersglaubende oder Anderslebende zu verletzen und fertig zu machen. Zwar ist unsere Gefahr hier sicher nicht, wie tea party Anhänger in den USA schamlos zu propagieren: God hates the Moslems! Aber auch in die moralische Entrüstung über Menschen, die solche oder ähnliche Thesen vertreten, schleicht sich manchmal ein gefährlicher, selbstgerechter Hass, der den anderen in der Kritik möglichst empfindlich treffen möchte.
Zweitens kann die Rüstung des biblischen Gottes nicht dazu dienen, unser Herz zu panzern und uns möglichst unverwundbar zu machen. Sie behält vielmehr ein offenes Visier für das Leid, das Mächtige und Gewaltige in der ganzen Schöpfung anrichten. Und allein darin liegt der Grund, in den Kampf zu ziehen, in einen beherzten Kampf, der auf Leben ausgerichtet ist, und nicht auf Tod.
Paulus wird dabei an Jesus gedacht haben, der diesen Kampf bis zum Ende ausgefochten hat. Dessen vorbildliche Tapferkeit bestand nämlich darin, keinerlei Kompromisse mit dem Bösen zu geschlossen zu haben, und selbst am Kreuz nicht auf Vergeltung aus gewesen zu sein, sondern auf Vergebung. Allein mit der Standhaftigkeit der Liebe hat er die Anschläge des Teufels besiegt und dadurch wirklich ein von Grund auf neues Leben erschlossen. Wer sich mit Recht auf Jesu Namen berufen will, muss also selber dessen Lebensregel folgen und sich nicht vom Bösen überwinden lassen, sondern das Böse mit Gutem überwinden.
Das bedeutet konkret, jeder Teil der Rüstung, die uns für den Kampf gegen lebensfeindliche Mächte und Gewalten an die Hand gegeben wird, muss das Siegel der Liebe tragen. Denn selbst ein so hoher Wert wie die Wahrheit kann großen Schaden anrichten, wenn sie zur lieblosen Rechthaberei verkommt. Gerechtigkeit ohne Erbarmen hat oft genug aufs Schafott geführt, und auch Frieden, der den anderen nicht wertschätzt und zu verstehen sucht, bleibt kalter Frieden, der jederzeit wieder in Hass und Gewalt umschlagen kann: Sie brauchen nur in den Nahen Ostens zu schauen.
Die Liebe bewahrt die Tugenden, die Christen streitbar machen davor, zu gnadenlosen Prinzipien zu werden, und andere damit zu terrorisieren, wie es in Gottesstaaten jeder Couleur vorgekommen ist und immer noch vorkommt. Nur wo sich Tugend mit Barmherzigkeit verbindet, bleibt sie human und wird tauglich, dem Leben zu dienen.
Lassen Sie mich das noch etwas konkretisieren:
Die Wahrheit, mit der wir uns umgürten sollen, wird uns daran hindern, gesellschaftliche Probleme stammtischmäßig zu vereinfachen und sie damit lösen zu wollenversuchen, dass möglichst schnell ein Schuldiger ausgemacht wird, dem alle Verantwortung zugeschoben werden kann: seien es die unfähigen Politiker, die gierigen Banker oder auch die nicht integrierten muslimischen Migranten, die den Deutschen die Arbeitsplätze und womöglich auch die Heimat streitig machen wollen.
Das bedeutet natürlich nicht, sich jeden Urteils zu enthalten und Versagen und Fehlentwicklungen nicht beim Namen zu nennen. Aber Paulus erinnert daran, dass wir es nicht nur mit Fleisch und Blut zu tun haben, sondern dass es darauf ankommt, die „bösen Geister“ zu überwinden, die Menschen dazu treiben, Böses zu tun. D.h. wir müssen fragen, wie können wir einer Gier Grenzen setzen, die sich mit nichts mehr zufrieden gibt, wie einen immer skrupelloseren Egoismus eindämmen, der die Zukunft künftiger Generationen aufs Spiel setzt, wie die Ängste und Vorbehalte überwinden, die Menschen verschiedener Kulturen voneinander trennen. Und bei all diesen Fragen dürfen wir nicht nur andere im Blick haben, sondern müssen auch sehr ehrlich und selbstkritisch prüfen, wie weit auch unsere eigene Seele vielleicht schon von dem Gift der Menschenverachtung Bösen befallen ist.
Gerechtigkeit soll unser Panzer sein, heißt es in dem Predigttext weiter. Und zwar Gerechtigkeit im biblischen Sinn, die das Recht der Machtlosen und Betrogenen verteidigt, auch und gerade, wenn es ihnen ganz legal verwehrt wird. Bertolt Brecht hat sinngemäß einmal gesagt: es gibt viele Verbrechen, aber die wenigsten sind gesetzlich verboten... Ich denke dabei etwa an die skandalösen, aber durchaus legalen Arbeitsbedingungen vieler Menschen in der sog. 3. Welt. Und mir stehen auch die Schicksale von Flüchtlingen vor Augen, die rechtlich einwandfrei begründet in Länder abgeschoben werden, in denen sie keine Rechte haben. Das darf uns doch alles nicht kalt lassen! Und natürlich ließen sich noch andere Beispiele nennen! Aber sagen Sie trotzdem nicht: es gibt einfach viel zu viele Probleme! Was soll man dagegen denn als einzelner schon ausrichten! Ich möchte dagegen halten: Sie sind keine Einzelkämpfer! Und Sie müssen nicht alle Probleme der Welt lösen! Es reicht schon, sich an einem Punkt mit Herz und Verstand und einem langen Atem zu engagieren! Und wenn Sie sich umsehen, werden Sie viele Mitstreiter entdecken, die genau wie Sie etwas zum Guten verändern wollen. Gerade in der Gemeinde sind Sie auch in dieser Hinsicht gut aufgehoben! Denn da setzen sich viele im Vertrauen auf Gottes Macht und Stärke sehr beharrlich dafür ein, dass Schwache überall zu ihrem Recht kommen!
Der Helm des Heils und der Schild des Glaubens schützen uns davor, dass wir uns zu viel aufladen und unter überzogenen Ansprüchen an uns und andere zerbrechen. Aber es bleibt ein harter Kampf, in den uns die Nachfolge Jesu Christi stellt und wer darin konsequent bleibt, wird immer wieder heftigen Angriffen ausgesetzt sein: hier bei uns vor allem Spott und suffisante Fragen, in vielen anderen, und vor allem in muslimischen Ländern auch roher Gewalt. Beides macht es schwer, offen zu seinem Glauben zu stehen und sich nicht einfach an die gängigen Überzeugungen anzupassen. Gleichzeitig droht auch die Gefahr, sich mit gleichen Mitteln zur Wehr setzen zu wollen. Aber sowohl gegen die Angst als auch gegen den Wunsch nach Vergeltung richtet sich „das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes,“ wie es in dem Predigttext heißt. Denn Gottes Wort gibt uns festen Grund, dem Weg Jesu zu vertrauen und darauf zu bauen, dass dessen Sieg über alles Böse einmal vor aller Welt sichtbar wird. Und niemand, der sich an diese Hoffnung hält und in ihr handelt, kämpft auf verlorenem Posten für Versöhnung und Frieden.
Predigt, gehalten am 7. November 2010 im Berliner Dom
Sylvia Bukowski, Pfarrerin in Wuppertal

