Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23./24. Mai 2012: Vollversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) in Berlin
Unter den Fragestellungen: „Wie wir uns gegen seitig wahrnehmen, warum wir voneinander profitieren können und was wir im Miteinander verbessern sollten“ wollen die Tagungsteilnehmer sich im Spannungsfeld von Amtskirche, Gemeindepraxis und Zivilgesellschaft darüber austauschen, was sie in der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus voneinander erwarten bzw. erhoffen.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
''Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln ...''
Predigt zu Galater 5,25-6,10
von Rolf Wischnath
Predigt in der Antoniterkirche zu Köln am Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres 14. November 2010
Galater 5,25-6,10
5, 25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. 26 Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht herausfordern und beneiden.
6 1 Liebe (Schwestern und) Brüder, wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest. 2 Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
3 Denn wenn jemand meint, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, der betrügt sich selbst. 4 Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk; und dann wird er seinen Ruhm bei sich selbst haben und nicht gegenüber einem andern. 5 Denn ein jeder wird seine eigene Last tragen.
6 Wer aber unterrichtet wird im Wort, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allem Guten. 7 Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.8 Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. 9 Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. 10 Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.
Predigt
Liebe Gemeinde, meine Schwestern und Brüder, ich habe den Eindruck, der Apostel Paulus hat hier gegen Ende des Galaterbriefes noch einmal alles gesammelt und zusammengeschrieben, was er sonst noch so auf dem Herzen gegen seine schwierige Gemeinde der Galater hat. Einen geordneten, ordnenden, gar systematisch dargelegten Zusammenhang vermag ich nicht zu erkennen. Aber die einzelnen Sätze haben es auch so ganz schön in sich.
So findet Paulus schneidende Worte, um die glaubensschwache, sich dem Evangelium im Alltag der Gemeindepraxis verweigernde Gemeinde noch einmal wachzurütteln: „Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten! Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.“ Das heißt doch: Macht euch keine Illusionen und betrügt euch in religiöser Selbstgefälligkeit nicht selbst; Gott lässt nicht mit sich umspringen, indem ihr euch eine individuelle Begabung mit seinem guten Geist wohl gefallen lasst, euch seiner Wohltaten und Verheißungen freut und tröstet, um dann auf dem Acker eurer Gemeinden und in dieser vorfindlichen Kirche so zu arbeiten und zu säen, als ob es Gott nicht gäbe, als ob er euch seinen Geist nicht gegeben hätte, als ob ihr nun doch und trotz allem auch in der Kirche eure eigenen Herren und Meisterinnen, Trickserinnen und Strippenzieher wäret.
Paulus spricht hier vom „Fleisch" und er meint damit: das elende, selbst-süchtige, seine Interessen in den Mittelpunkt stellende Streben und Trachten des Menschen. „Fleisch“ - das bin ich ohne Gott, das ist der selbstbezogene Mensch, der nichts kennt und anerkennen will als sich selbst, der sich darum durchaus auch im beruflichen und kirchlichen Alltag vor allem auf sich selber verlässt nach dem geist- und gottlosen Motto, das meine Großmutter manchmal sagte: „Verlasse dich auf dich allein und niemals auf die andern, denn du wirst immer bei dir sein, wogegen die andern wandern.“ Auch diese Predigt, die eine Predigtreihe als Vorletzter glimpflich abschließen könnte, darf nicht verschweigen, dass es in unserer verfassten Kirche - wie sollte es anders sein? - auch diese „fleischlichen“ Seiten im Widerspruch zu manchen geistlichen Aspekten gibt. Gegenüber solchem Fleisch und dieser Art Fleischeslust und -motto erinnert der Apostel uns an die Bauernregel: „Was der Mensch sät, das wird er ernten.“
Theologisch ist damit gemeint: Gott behaftet den Menschen bei seinem Tun. Gegen allen evangelischen Missbrauch der Rechtfertigungslehre zur Selbstbestätigung kommt der Apostel am Ende des Galaterbriefs auf den Zusammenhang von Saat und Ernte, von Tun und Folge zu sprechen. Nicht wird dadurch das „allein aus Gnade“ aufgeweicht und eingeschränkt. Nein, nicht mehr geschieht als der Hinweis darauf, dass das Evangelium von der Gnade Folgen hat im Alltag der Gemeinde und der Glaube daran auch an den Folgen im alltäglichen Tun gemessen werden kann. In diesem Sinne gilt: Gott wird uns bei unserem Tun, bei unserer Praxis behaften, nicht nur in den Gerichten und bösen Folgen unserer Tage, die ja allesamt nichts anderes sind als das von uns selber Angerichtete, als die problematischen Folgen eines problematischen Tuns, - sondern auch und erst recht im letzten großen Gericht am jüngsten Tage: da wird Gott uns noch einmal behaften bei dem, was wir getan und gelassen haben. Und es wird da gelten, was Paulus in diesem Text schreibt: "Ein jeder wird da seine eigene Last tragen" (5). Wie werden wir dann dastehen - mit solcher Last, mit der uns entlarvenden Last? Wie werden wir uns aufrichten können, wenn der nicht unsere Last uns abnimmt, wenn der uns nicht Anwalt und Richter sein wird, von dem Johannes der Täufer sagt: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünden trägt“ (Joh. 1, 29b).
Aber eben weil wir das in der Kraft des Geistes hoffen dürfen, dass dann einmal Gottes Lamm uns diese Lasten abnimmt und ER als unser Anwalt für uns eintritt, als unser Richter für uns das Urteil spricht und sein Urteil nicht anders lauten wird als das Urteil vom Hügel Golgatha - eben weil das unser einziger Trost im Leben und im Sterben ist, darum gilt um so dringlicher die Mahnung des Paulus: „Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln!“
Liebe Gemeinde in Köln, es wird Ihnen nicht sonderlich gefallen – mir gefällt es auch nicht: Das Wort für "wandeln", das Paulus hier benutzt, gehört in der alten griechischen Umgangssprache gleichsam auf den Kasernenhof. Es stammt aus der Militärsprache: „Im Gleichschritt - marsch!" "Lasst uns im Geist wandeln' - das hieße dann: "Marschiert in einer Reihe, in einer Schlachtordnung - auf Kommando des Geistes!" Wir mögen über den Tonfall erschrecken. Die Sprache ist uns zuwider - hoffentlich! Das haben sie gerade in unserem Land zu lange getan: „Die Fahne hoch, die Reihen fest geschlossen" und dann "marschiert im gleichen Schritt und Tritt“. Aber natürlich will Paulus nicht zur Schlacht und zum Kadavergehorsam aufrufen. Jedoch der militärische Akzent dieser Dienstanweisung - „Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln!“ - soll uns doch deutlich machen: Es geht hier nicht um eine Beliebigkeit, um eine freundliche Empfehlung („Hallo, möchtest du vielleicht aufstehen oder lieber noch etwas weiter schlafen?") oder um die Ermunterung zu einem gefälligen Bummel in diese oder jene Richtung. Sondern es geht um einen Befehl auf Grund einer klaren Voraussetzung: "Wenn und weil wir im Geist leben, dann und darum lasst uns auch im Geist wandeln." Um diesen Befehl zum Ausdruck zu bringen kann Paulus so weit gehen, dass er in unserem Text den Namen "Christus" sogar mit dem Begriff des Gesetzes verbindet. Wer zu Gott „Vater" sagen kann, wer in Anspruch nimmt, was Gott schenkt - die Kindschaft der Geretteten und Befreiten, der steht damit in der Pflicht des Sohnes (der Tochter) und muss auf den Geist Christi als Pflicht auch angesprochen werden. Und die Wahrnehmung dieser Pflicht geschieht nicht nach eigenem Gutdünken.
Ich denke, die militärische Sprache, die Paulus hier verwendet, macht zumindest dies deutlich: In der Wahrnehmung unserer gemeindlichen und gesamt-kirchlichen Aufgaben ist nicht je und je unser Belieben das Maß aller Dinge, sondern es gibt in der Dienstgemeinschaft der Kirche Verabredungen und Entscheidungen, die uns zur Pflicht werden und gefälligst auch als Pflicht erfüllt werden müssen. Und es gibt auch hier auf Erden eine irdische Rechenschaftspflicht, der sich auch in der Kirche der Freiheit des Glaubens und des Gewissens niemand entziehen darf. Es gibt in der Gemeinde Jesu Christi nicht nur die Notwendigkeit, in der Kraft des Heiligen Geistes das Bekenntnis des Glaubens einmütig zu sprechen, sondern auch die Notwendigkeit, sich in wesentlichen Fragen kirchlicher Praxis und Ethik unter Führung und Anleitung des Geistes in die gleiche Richtung zu bewegen. Darum sollen wir in der Kirche vor allem anderen eine geistliche Gemeinschaft der Verlässlichkeit und der Verabredung sein und werden. Und die zur Leitung in der Kirche Berufenen sind daran zu erinnern, dass sie die Mitarbeiter und Gemeinden auch je und je auf ihre Gemeinschaftsfähigkeit, -verlässlichkeit und -pflicht anzusprechen haben.
Es ist auch in dieser Hinsicht bemerkenswert: Paulus konkretisiert den Befehl zum geradlinigen Wandel im Geist für die Galatische Gemeinde mit der Aufforderung: „Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht herausfordern und beneiden“ (26). Offenkundig sieht der Apostel das Milieu der Gemeinde geprägt von Ehrgeiz, Provokation und Neid. Ich glaube, wir kennen das: Ehre, das ist das öffentliche Ansehen, das jemand genießt, die Achtung, die man ihm entgegenbringt, die Achtsamkeit, die Anerkennung und Wertschätzung durch andere Menschen. Jeder hat ein Recht auf Ehre. Und die Verletzung der Ehre eines anderen, die Ehrabschneidung, sind keine Kavaliersdelikte, sondern tiefgreifende Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte eines Menschen. Paulus bestreitet nicht das Menschenrecht auf Ehre. Aber er warnt zu Recht vor jener eitlen „Ehrbegier“, in der der selbstbezogene Mensch sich selber zum Mittelpunkt wird und immer mehr danach giert, dass auch andere ihn in seiner Selbstüberschätzung anerkennen.
Paulus warnt die Christen in Galatien davor, sich solche Ehre anzumaßen, sie sich gefallen zu lassen und sich daran zu beteiligen. Schon den Anfängen ist hier zu wehren. Denn Eitelkeit und Ehre, Personenkult und Menschendienerei sind Drogen, die uns wegbringen vom Zentrum des Evangeliums: von der guten Nachricht, dass Gott seine Ehre darin gefunden und die Ehre eines jeden Menschen allein darin gerettet hat, dass er in Christus selbst ans Kreuz gegangen ist und im Gekreuzigten einem jeden Menschen seine Schuld vergeben und ihm sein Leben neu geschenkt hat. Wir verdanken uns nicht uns selbst. Und niemand verdankt seine Verdienste sich selbst. Die Ehre gebührt nicht den Menschen, sondern dem, dem wir unser Leben und unser Heil allein zu verdanken haben, der seine Ehre darin gefunden hat, dass er sie für uns dran gab.
Die christliche Gemeinde müsste darum in unserer Gesellschaft die erste Institution sein, die bei allem selbstverständlichen und natürlichen Respekt vor Menschen auch nur die leisesten Anflüge von Eitelkeit, Ehrsucht und Personenkult im Keim erstickt. „Wie könnt ihr glauben, wenn ihr Ehre voneinander nehmt“ (Joh. 5, 44), sagt Jesus. Und: "Wer groß sein will unter euch, der sei euer Diener“ (Mt. 20, 26).
Paulus jedenfalls stellt sich und die Gemeinde unter ein Gebot, das schon in seiner äußeren Ausführung nach sehr anderen Gesten und Gebärden ruft als denen, die uns von allerlei kleinen und großen Würden- und Ehrenträgern in der Regel in ihren aufgetakelten liturgischen und klerikalen Gewändern vorgemacht werden: "Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“
Einer soll des andern Last tragen, jene Lasten der Sünde und der Beschwernis nämlich, „die - in verborgener oder unverhüllter, in anrührender oder abstoßender Form - den Rücken meines Nächsten krummbiegen“ (A. Boesak). Die krummgebogenen Rücken – nicht Amtskreuze vor dem Bauch - sind die Erkennungs- und Ehrenzeichen der Jüngerinnen und Jünger Christi. - Was das Gebot vom Lastentragen bedeutet, macht Paulus klar an der Frage, wie sich die christliche Gemeinde dem Bruder oder der Schwester gegenüber verhalten soll, der oder die in Sünde geraten ist und unter solcher Schuld zusammenzubrechen droht. Wo die Gemeinde sich dem Schuldiggewordenen zuwendet und seine „Last“ zu ihrer „Last“ macht, da erfüllt sie das Gesetz Christi: das Gesetz dessen, der die Last der Sünde aller Menschen auf sich genommen hat und 'hinauftrug ans Kreuz' (1, Petr. 2, 24), um uns alle und die ganze Welt von solcher Last zu befreien.
Die so von ihrer Last Befreiten werden ermutigt und aufgefordert nun ihrerseits zu tragen - die Last des anderen. Dabei müssen wir nicht wiederholen oder auch nur ergänzen, was allein Christus getan hat und tun konnte: die Sünden der Welt, unser aller Last wegtragen. Es kann allenfalls so viel sein, dass wir die von dieser weggetragenen Last noch auf uns fallenden Schatten und restlichen Brocken gemeinsam ertragen und uns beugen, um die verdunkelten Wege zu erleuchten und erträglich zu machen, was für einen allein un-erträglich ist. Den nicht im Schatten stehen lassen, dessen Lebensweg durch eigene oder fremde menschliche Schuld in besonderer Weise noch verdunkelt wird, darauf kommt es an. Für die christliche Gemeinde muss gelten, dass in ihrer Mitte niemand mehr mit seiner besonderen Last alleingelassen ist.
Ein Ausleger dieses Predigttextes, der Lutheraner Hans-Joachim Iwand, schreibt: „Und das Gesetz Christi verbietet uns, zu fragen, ob unsere Schultern stark genug sind und unser Geist tief genug in Gott gegründet ist, um die fremde Last zu tragen; es genügt, dass uns geboten ist, den anderen unter seiner Last nicht allein zu lassen. Wo man aber eine christliche Gemeinde anträfe, die nichts anderes wäre als eine Ansammlung von solchen, die keine Lasten zu haben behaupten und einander nichts zu tragen geben, vielmehr im Vollgefühl ihres Geistbesitzes satt und zufrieden sind, da kann man wissen, dass dieser hier herrschende Geist mit dem Gesetz Christi nichts aber auch gar nichts mehr zu tun hat“ (H. J. Iwand, Meditationen, S. 520).
Und so verstehe ich das abschließende Wort des Paulus in unserem Text noch einmal als eine Präzisierung des Gebots vom Lastentragen: „Lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.“ Dieses Wort macht deutlich, dass der Lastenausgleich nicht nur im Rahmen der christlichen Gemeinde stattfinden darf und soll. Gewiss, niemand von uns kann jedermanns Lasten tragen. Das kann auch eine ganze Gemeinde nicht und auch nicht ein ganze Landeskirche. Aber es gibt in der Nähe und der Ferne niemanden, den wir ausschließen dürften, wenn es um die Übernahme seiner Lasten geht, wo unsere Rücken und Schultern die Möglichkeit dazu haben. Das "allermeist an des Glaubens Genossen“ ist oft missbraucht worden, um den gemeindlichen Horizont auf die Grenzen der Parochie (Ortsgemeinde) einzuengen und der egoistischen Privatheit unseres Tuns und unserer Hilfe auch noch ein gutes Gewissen zu machen. Es müsste umgekehrt sein. Weil der Blick der Christen die 'Ökumene', den Weltkreis, umspannt, - eben weil ihr Wandel „im Himmel ist“ - laufen sie Gefahr, die Lasten in der Nähe zu übersehen. So ist dieser letzte Satz unseres Textes gleichsam ein Gebot für solche, die die Flügel des Glaubens zu gebrauchen wissen - und darum daran erinnert werden dürfen, dass sie auch noch Beine haben und gehen können. Aber das ist ja nicht unsere Sorge. Wir müssen zunächst einmal wieder lernen, dass wir Flügel des Glaubens haben und nicht an engen Horizonten scheitern müssen, dass wir solche Flügel in dieser Zeit haben, Flügel, die wir gebrauchen können und sollen und dass für uns gilt: „Wenn wir im Geist leben, dann lasst uns auch im Geist wandeln." Amen.
Prof. Dr. Rolf Wischnath
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Reformierte Predigtreihe zum Galaterbrief
Der einfache Gottesdienst in der Antoniterkirche, Köln Im Jahr 2010 zum Brief des Paulus an die Galater |
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