Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23./24. Mai 2012: Vollversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) in Berlin
Unter den Fragestellungen: „Wie wir uns gegen seitig wahrnehmen, warum wir voneinander profitieren können und was wir im Miteinander verbessern sollten“ wollen die Tagungsteilnehmer sich im Spannungsfeld von Amtskirche, Gemeindepraxis und Zivilgesellschaft darüber austauschen, was sie in der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus voneinander erwarten bzw. erhoffen.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Das Gleichnis vom Klavier - Predigt über 1. Korinther 15, 35 – 44a
von Rolf Wischnath
am Gedenktag der Entschlafenen, Totensonntag 21. November 2010
in der Apostelkirche zu Gütersloh
35 Wie werden denn die Toten auferweckt? Und mit was für einem Leib kommen sie? 36 Du Tor, was du säst, wird nicht lebendig gemacht, wenn es nicht zuvor stirbt. 37 Und was du säst, damit säst du nicht den Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, zum Beispiel von Weizen oder von irgend etwas andrem. 38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er gewollt hat, und zwar jeder Samenart einen besondern Leib. 39 Nicht jedes Fleisch ist dasselbe Fleisch; sondern anders ist das der Menschen, anders das Fleisch der vierfüßigen Tiere, anders das Fleisch der Vögel, anders das der Fische. 40 Und es gibt himmlische Leiber und irdische Leiber, aber anders ist der Glanz der himmlischen, anders der der irdischen. 41 Anders ist der Glanz der Sonne und anders der Glanz des Mondes und anders der Glanz der Sterne; denn Stern unterscheidet sich von Stern durch den Glanz. 42 So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Verweslichkeit, es wird auferweckt in Unverweslichkeit; 43 es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft; 44 es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib.
„Ich glaube an die Auferstehung der Toten.“ Das sprechen wir Sonntag für Sonntag. Es gehört zum Grundbestand unseres Glaubens. Die Älteren werden sich erinnern, dass es früher hieß: „Ich glaube an die Auferstehung des Fleisches.“ Wie soll ich mir das vorstellen – eine „Auferstehung der Toten“ – oder gar eine „Auferstehung des Fleisches“? Wie wird das zugehen? Wie werden unsere Toten auferstehen? Mit was für Leibern? Sollen da Leichen wiederbelebt werden? Soll ich mir vorstellen, dass Gott am Ende der Tage aus den Resten der Leiber etwas Neues zusammenbaut? „Auferstehung des Fleisches“? Soll man sich das denken als eine Art Replastinierung von Leichen. Das ist doch eine eher grauenhafte Vorstellung.
In seinem 1. Brief an die Korinther, im großen Auferstehungskapitel 15 bedenkt Paulus die Auferstehung Jesu und die Auferstehung der Toten. Dort kommt er auf all diese Fragen zu sprechen. Er sucht nach Bildern, um sich und uns das zu erklären und um die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten nicht untergehen zu lassen in gedanklichen Verwirrungen . Und Paulus sagt es so: "Was du säst, wird nicht lebendig gemacht, wenn es nicht zuvor stirbt. Und was du säst, damit säst du nicht den Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, zum Beispiel von Weizen oder von irgend etwas anderem. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er gewollt hat, und zwar jeder Samenart einen besonderen Leib." Verstehen wir das Bild?
Nicht wahr, sagt der Apostel, das kennt ihr doch, selbst wenn ihr Städter seid: der Samen verschwindet in der Erde, als ob er begraben wird. Und doch wisst ihr genau: Aus dem ausgesäten Samen kommt neues Leben, ein neuer Keim, eine Pflanze. So ähnlich geht es mit der Auferstehung des Fleisches: Auch unser Leib wird begraben und verwest, und doch wird Gott einmal einen neuen Leib ins Leben rufen. Wie am Schöpfungstag, wie ganz am Anfang aller Zeit wird Gott das Wort sprechen: „Es werde ….“. Und so war es ja auch am Ostermorgen im Blick auf den Gekreuzigten und das Grab des Joseph von Arimathia. Jesus ist nicht reanimiert worden. Vielmehr ist er seinen Jünger „in anderer Gestalt“ als vorher erschienen. „Mit einer anderen Gestalt“ – so wird es sein und so werden wir einander begegnen.
Paulus vergleicht den Menschenleib mit einem Samenkorn und im Blick auf den Leib unserer Toten, im Blick auf unseren eigenen, dem Tode entgegenlaufenden Leib sagt er: „Was gesät wird, ist verweslich, was auferweckt wird, unverweslich. Was gesät wird, ist armselig, was auferweckt wird, herrlich. Was gesät wird, ist schwach, was auferweckt wird, ist stark. Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein überirdischer Leib.“ Also vergeht dieser irdische Leib als die irdische Weise der Gegenwart eines Menschen für sich und die anderen und als Instrument der Welterfahrung während unserer irdischen Zeit. Nicht aber vergeht der von Gott geliebte und gerettete Mensch in seiner von Gott gewollten und erhaltenen Gestalt. Nicht vergeht die diesem Menschen zugedachte und zugeeignete Gnade in Christus. Diese Beziehung eines Menschen zu Gott in Christus, das ist seine Identität – das ist der Mensch selber, den Gott nicht vernichtet und im Tode nicht der Vernichtung preisgibt.
Unsere Väter und Mütter haben an dieser Stelle des Auferstehungsglaubens „von der unsterblichen Seele“ gesprochen, die übrig bleibt. Sie bleibt vor Gott – im Gegenüber zu Gott. Und unsere katholischen Schwestern und Brüder haben an dieser Redeweise festgehalten, aber leider auch bis heute festgehalten an der Vorstellung eines Feuers, des Fegefeuers, in welchem die armen Seelen der Sünder büßen und Pein leiden müssen, bis sie ganz geläutert und gereinigt sind von ihrer Schuld. Das haben wir Evangelischen seit Luther nicht mitgemacht, weil wir an die Rechtfertigung des Gottlosen „allein durch Gottes Gnade“ in Christus glauben.
Aber durch die problematische Rede vom Fegefeuer wird m. E. die Rede von der bleibenden Seele vor Gottes Angesicht nicht unmöglich gemacht. Was ist die „Seele“? Sie ist zu unterscheiden vom Leib und vom Geist. Sie ist die im Menschen lebendige Strebekraft der Übereinstimmung mit sich selbst (Christof Gestrich). Die Seele steht für die Identität der menschlichen Person, die einmalig ist. Und ihre Existenz reicht über den Tod hinaus. Die Seelen unserer Toten sind vor Gott, und auch unsere Seelen werden einmal vor Gott sein. Und Gott arbeitet an der Vollendung unsere Seelen bis zum Tag der Auferstehung und dem Tag der Neuschaffung des Himmels und der Erde und eines neuen Leibes für dich und mich. D.h. unsere Seele, die unsere Identität wahrt, sie soll einmal zu einer neuen Leibhaftigkeit kommen, zu einer anderen Leiblichkeit, ja zu einer neuen, ganz anderen Materialität. Aber was geschieht mit ihr bis dahin? Ich glaube, dass bis dahin unsere Seelen (und die der vor uns Davongegangenen) bewahrt sind von Gott und vor Gott. Wir werden dann keine Pein leiden, wir sind vielmehr lebendig und auch einander zugewandt in Hut, ganz und gar in der Hut Gottes. Aber noch nicht gänzlich erlöst.
Jedoch nun habe ich bisher sehr abstrakt, möglicherweise etwas zu sehr dogmatisch gesprochen Darum möchte ich das Gemeinte und Gesagte in einem Bild, einem Gleichnis[1] zu sagen versuchen.
Stellen Sie sich einmal einen Pianisten vor, einen begnadeten Klavierspieler, z. B. so begnadet und versiert wie unser Gemeindglied Peter Kreutz mit der wunderbaren Konzertreihe „Forum Lied“. Kreutz kann in der Gabe und Gnade, die ihm geschenkt ist, Mozart spielen, Schubert oder Brahms, oder Rachmaninow – oder die Goldberg-Variationen von Bach. Was wir Hörer zu hören bekommen ist das sehr differenzierte Anschlagen der Filzhämmerchen auf den Saiten des Flügels. Jeder aber sagt, der da spielt Mozart. Aber wir machen uns klar: Peter Kreutz hat die Töne des Konzerts meistens in seinem Kopf, er kennt jede Note und könnte das ganze Werk auswendig vorsummen oder mit den Lippen pfeifen; das Konzert „lebt“ in ihm - auch ohne Klavier. Um das Stück aber zu spielen, braucht er einen guten Flügel. Er kann die Klavierstücke darauf so gut spielen, wie er es beherrscht und wie gut das Instrument ist. Selbst bei höchster Qualifikation käme nur ein bedauerlich-peinliches Ergebnis heraus, wenn Peter Kreutz nur ein völlig verstimmtes, heruntergekommenes Instrument zur Verfügung – beispielsweise ein Wirtshausklavier, in das bei entsprechender Stimmung und Laune auch schon mal ein Glas Bier geschüttet worden ist. Aber bleiben wir bei diesem Bild:
Das Säen in Schwachheit und das Auferwecken in Stärke, von dem Paulus in seinem Gleichnis spricht, das wäre das Überwechseln des Pianisten von jenem unbrauchbar gewordenen Wirtshausklavier zu einem herrlichen, vollkommenen, einem Steinway-Flügel, wie ihn Peter Kreutz besitzt. Nach dem Wirthausklavier schaut niemand mehr; keiner käme auf die Idee, es zu reparieren angesichts des herrlichen neuen Instruments der Marke „Steinway“. Der Pianist Peter Kreutz aber ist der gleiche; vor allem jedoch ist sein Spiel dasselbe und identisch wie vorher und zugleich ganz anders, radikal neu. So stelle ich mir die Auferstehung von den Toten vor: Der neue, andere Leib ist wie der neue Flügel. Das Wirthausklavier, mein alter Leib, ist schrottreif. Dahin ist unsere verstorbene, tote Gestalt, die am Ende unserer irdischen Tage begraben oder verbrannt wird. Und unsere Seele, sie ist das Kontinuum zwischen dem Alten und dem Neuen. So wie der Pianist seine Begabung vom alten zum neuen Instrument mitnimmt, so tritt unsere Seele vor das Angesicht Gottes, und sie bleibt in der Gegenwart und in der Anschauung Gottes bis zum Tag der endgültigen Auferstehung, an dem Gott erfüllen wird, was er versprochen hat, den neuen Himmel, die neue Erde, unsere neue andere Leiblichkeit, für die die „andere Gestalt“ Jesu, von der die neutestamentlichen Osterzeugen sprechen, ein gewisses Unterpfand ist.
So bildhaft stelle ich mir das mit der Unsterblichkeit der Seele und der Auferstehung vor. Und doch sehe ich, dass auch dieses Beispiel sogleich an seine Grenze kommt:
Denn nicht wir sind es ja, die vom alten zum neuen Klavier wechseln. Gott wird es sein, der neues Leben aus dem Toten schaffen wird. Es wird Gott sein, dessen Wort mächtiger sein wird als die Macht des Todes. Gott wird es sein, der den Menschen ein neues Leben schenkt. Wir werden wieder da sein, so wie der Gekreuzigte wieder da war und doch ganz neu und anders da war: Sein sterblicher Leib und seine unsterbliche Seele - neu und anders und doch identisch mit dem gekreuzigten Leib und der lebenden Seele. Und so auch wir: Unsere sterblichen Leiber, unsere bewahrten Seelen - neu und anders, und doch identisch mit dem alten. Denn Gott hat des Gekreuzigten gedacht und ihm recht gegeben; und um seinetwillen gedenkt er an uns, ruft uns bei unserem Namen, hat uns lieb und will darum auch dem Tod nicht preisgeben: uns - die Werke seiner Hände.
Das also ist es mit der Auferstehung der Toten, die wir im Glauben bekennen. Das ist es! So denke ich es mir und sage: Lasst Euch diese Hoffnung nicht ausreden! Auch wenn es arme, vorläufige, nicht zureichende Worte sind, die sie in dieser Predigt beschreiben. Auch von solchen Worten, von unseren Vorstellungen, Bildern und Gleichnissen gilt, was Paulus schreibt: "Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft" (V. 42f.).
[1] Vgl. zur Idee dieses Gleichnisses: M. Kunzler, Amen, wir glauben – Paderborn 1998, S. 642 f.
Foto: Kolibri, „Unlimited“, CC-Lizenz (BY 2.0); www.piqs.de
Prof. Dr. Rolf Wischnath

