Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23./24. Mai 2012: Vollversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) in Berlin
Unter den Fragestellungen: „Wie wir uns gegen seitig wahrnehmen, warum wir voneinander profitieren können und was wir im Miteinander verbessern sollten“ wollen die Tagungsteilnehmer sich im Spannungsfeld von Amtskirche, Gemeindepraxis und Zivilgesellschaft darüber austauschen, was sie in der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus voneinander erwarten bzw. erhoffen.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Weihnachtspredigt zu Jesaja 11,1-9
von Paul Kluge, Leer
1 Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. 2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. 3 Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören, 4 sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten.
5 Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und die Treue der Gurt seiner Hüften. 6 Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben. 7 Kühe und Bären werden zusammen weiden, dass ihre Jungen beieinander liegen, und Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder. 8 Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entwöhntes Kind wird seine Hand stecken in die Höhle der Natter. 9 Man wird nirgends Sünde tun noch freveln auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land wird voll Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt.
Predigttext: Jesaja 11, 1 - 9
Liebe Geschwister,
Jesaja hat eine Welt von morgen, für morgen beschrieben, eine Welt, von der er träumte und an die er glaubte. Rund 500 Jahre später schrieb ein anderer, „Prediger“ genannt: „Das Auge wird nicht satt zu sehen, das Ohr wird nicht voll vom Hören. Was gewesen ist, wird wieder sein, und was geschehen ist, wird geschehen. Es gibt nichts Neues unter der Sonne.“
Der diese Gedanken aufschrieb, zog Bilanz, und er bilanzierte nicht nur sein eigenes Leben. In alten Schriften hatte er geforscht, hatte bei den Alten erfragt, wie es früher war, von Menschen aus fernen und fremden Ländern hatte er wissen wollen, wie es dort zuging. Wo immer er an Nachrichten kommen konnte, hatte er sie gierig aufgenommen. Doch was er sah, was er hörte, was er erfuhr: Es ähnelte sich, und das oft so sehr, dass ihm schien: Überall auf der Welt das gleiche Schema, nach dem alles ablief. Gewiss, Einzelschicksale unterschieden sich, jedenfalls manchmal. Und so schwer Einzelne auch an ihrem Los zu tragen hatten: Dahinter stand immer das gleiche Schema, ob zwischen einzelnen Menschen oder zwischen Völkern: In Ängsten die einen, und die anderen lebten gar nicht schlecht. Nichts Neues unter der Sonne.
Der Schreiber lehnte sich zurück, er musste noch einmal nachdenken, ob dieser Satz so stehenbleiben konnte. Schließlich sollte, was er aufschrieb, anderen zur Lehre dienen. Seine Erfahrungen sollten anderen, jüngeren helfen, mit ihrem Leben besser fertig zu werden, in einer besseren Welt zu leben.
Ja, als er noch jung war: Wie hatte er sich da eingesetzt! Für Gerechtigkeit zum Beispiel. Unter den Geschwistern, in der Clique, später auch in der Öffentlichkeit. Je mehr er sah und hörte, um so mehr sah und hörte er von Ungerechtigkeit und Unrecht. Menschen wurden ihre Rechte vorenthalten, sie wurden um ihr Recht betrogen. Er wurde nicht müde, dies anzuprangern, und dass es offensichtlich nur das Recht des Stärkeren gäbe, niemand aber das Recht des Schwächeren verteidige. Dabei gab es doch so viele von den Schwächeren und eigentlich recht wenige Starke.
Die Starken aber verbreiteten Angst und Schrecken, übten Gewalt aus, stifteten Unfrieden. Unfrieden zwischen Menschen, Unfrieden zwischen Völkern. Auch für Frieden hatte er sich vehement eingesetzt, hatte - obwohl kein Schwächling - schon als Kind jede Rauferei vermieden, hatte mutig manchen Streit geschlichtet, auch niemals zur Waffe gegriffen. In öffentlichen Reden, mit Briefen und Aufrufen hatte er sich für Frieden stark gemacht, für Frieden in den Häusern, unter Menschen, zwischen Völkern und Staaten. Doch die Starken hörten nicht, die Machthaber machten, was sie wollten - ohne Rücksicht auf die Schwachen. Und die ließen mit sich machen, denn sie hatten Angst. Sie fürchteten um ihr karges tägliches Brot und waren dankbar für die paar Krümel, die von den Tischen der Reichen herabfielen. Merkten nicht, dass sie durch Hunger schwach gehalten wurden. Und durch Unwissen.
Sie wussten etwa nicht, dass sie das Land verwüsteten, wenn sie für Hungerlohn den Wald abholzten für die Häuser der Reichen - und dass ihre Kinder dort nichts mehr zum Leben haben würden. Auch darauf hatte er immer wieder hingewiesen und dass man Gottes Schöpfung pflegen musste für kommende Generationen. Doch die Armen wollten jetzt satt werden, die Reichen jetzt prassen, und an diesem Jetzt würde die Welt noch zu Grunde gehen.
Ja, so hatte er geredet, hatte er geschrieben, als er jung war. Als er älter wurde, stellte er fest: Nichts hat sich geändert, aber die Welt dreht sich noch immer; Menschen, Tiere und Pflanzen leben noch immer in ihr. Doch Ungerechtigkeit, Unfrieden, Zerstörung der Natur empörten ihn nach wie vor. Nur, dass er nicht mehr anprangerte, sondern an Vernunft und Einsicht appellierte. Allerdings schien ihm, dass nicht nur die Schwachen in der Mehrheit waren, sondern auch die Uneinsichtigen. Nun war er alt und müde geworden, bilanzierte sein Leben, damit andere daraus lernten. Nichts Neues unter der Sonne? Jedenfalls, solange Menschen über Menschen herrschten, Starke über Schwache.
Er erinnerte sich an einen Text, den er früher immer und immer wieder gelesen, den er auswendig gekonnt hatte, und der für ihn so etwas wie ein Glaubensbekenntnis gewesen war. Gewesen war?
Er versuchte, sich den Text aufzusagen, doch einige Sätze fielen ihm nicht mehr ein. Er schlug nach, und las: Jes 11, 1-9.
Er seufzte. Das war nun ein paar hundert Jahre her, dass Jesaja dies verheißen hatte. Nichts dergleichen war seitdem geschehen. Nichts Neues unter der Sonne. Ob das daran lag, dass immer noch Menschen über Menschen herrschten, Starke über Schwache? Wahrscheinlich. Denn was Jesaja beschrieb, war die Königsherrschaft Gottes. Die aber bedeutete das Ende aller Herrschaft von Menschen über Menschen. Anarchie, würden die Machthaber rufen, und Gottes Herrschaft zu verhindern trachten. Und die Unterdrückten würden sich nach Befehlen und Anordnungen sehnen.
Dennoch: Visionen braucht das Land, dachte er, und Jesaja hatte eine: Weisheit und Einsicht, Recht und Gerechtigkeit zeichnen Gottes Volk aus, Schluss ist mit aller Gewaltherrschaft, Friede herrscht zwischen den Völkern (er wusste nicht mehr genau, welches Tier für welches Volk stand, aber das war auch egal), Gott der Herr regiert, ihm allein gebührt Ehre, Macht und Reich.
Er spürte wieder etwas von seiner alten Begeisterung für diese Worte Jesajas. Zugleich erinnerte er sich, dass seit Jesaja mancher Herrscher diese Worte auf sich bezogen, ihnen aber mit seinen Taten widersprochen hatte. War überhaupt eine einzelne Person gemeint, oder sprach Jesaja hier von denen, die nach dem Gericht Gottes übrigbleiben würden und mit denen Gott sein Reich errichten wollte? Wohl eher dies, dachte er, denn ein einzelner Mensch wird das - auch mit Gottes Hilfe - kaum schaffen. Da müssen viele, da müssen alle Menschen das Gleiche wollen: Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung. Am Abend wollte er seinen Enkelkindern den Text vorlesen und hören, was sie dazu sagten. „Eigentlich,“ gestand er sich ein, „eigentlich will ich sie mit diesem Text infizieren, will ihnen die Vision Jesajas weitergeben. Damit sie nicht in jungen Jahren schon resignieren, weil sie keine Zukunft sehen. Damit sie an den erstarrten Formen rütteln, gegen Ungerechtigkeit rebellieren, für Frieden auf die Straße gehen, die Schöpfung bewahren lernen. Sie sollen weitermachen, was ich nicht zu Ende bringen werde. Einmal muss es doch anders, besser werden!“
Er stand auf, reckte sich und sah nach draußen, von wo er Gekreische hörte. Sein jüngster Enkel prügelte sich gerade mit der kleinen Tochter des Nachbarn. „Vielleicht aber geht das mit diesen Menschen überhaupt nicht,“ zweifelte er an seinen eigenen Gedanken, „Menschen sind einfach keine Friedensengel. Wird man sie je dazu machen können? Oder muss Gott selbst eingreifen, dass die Welt so wird, wie er sie wollte?“
Er rief seinen Enkel zu sich. „Hör mal“, mahnte er, „ihr sollt euch vertragen.“ - „Die hat aber angefangen“, verteidigte sich der Kleine und bekam zur Antwort: „Dann sei du so stark, nicht zurückzuschlagen!“ Sein Enkel blickte etwas verwundert und lief wieder hinaus, er aber dachte an Jesajas Vision, und dass sie wohl immer Vision bliebe. Dass Visionen von einer besseren Welt, in der Gerechtigkeit und Friede sich küssen und in der die Schöpfung bewahrt wird, aber unbedingt nötig seien - sonst würde die Welt vollends in Ungerechtigkeit, Unfriede und zerstörter Schöpfung versinken. „Vielleicht“, murmelte er vor sich hin, kommt ja mal einer und bringt, wovon Jesaja gesagt hat. Wer weiß!“ Amen
Gebet
Liturg: Ewigvater, Friedefürst, wir haben Grund zu klagen
Chor: Unfriede herrscht auf der Erde, Kriege und Streit bei den Völkern, und Unterdrückung und Fesseln bringen so viele zum Schweigen (EG 671,1)
Gemeinde: Friede soll mit euch sein, Friede für alle Zeit, nicht so, wie ihn die Welt euch gibt, Gott selber wird es sein (Refrain)
Liturg: Ewigvater, Friedefürst, wir haben Grund zu bitten:
Chor: In jedem Menschen selbst herrschen Unrast und Unruh ohn End, selbst, wenn wir ständig versuchen, Frieden für alle zu schaffen (EG 671, 2)
Gemeinde: Friede soll mit euch sein, Friede für alle Zeit, nicht so, wie ihn die Welt euch gibt, Gott selber wird es sein (Refrain)
Liturg: Ewigvater, Friedefürst, wir haben Grund zu danken:
Chor: Lass uns in deiner Hand finden, was du für alle verheißen. Herr, fülle unser Verlangen, gib du uns selber den Frieden (EG 671, 3)
Gemeinde: Friede soll mit euch sein, Friede für alle Zeit, nicht so, wie ihn die Welt euch gibt, Gott selber wird es sein (Refrain)
Liedvorschlag
Es ist ein Ros’ entsprungen, EG 30; Freu’ dich, Erd und Sternenzelt, EG 47; Singt, singt dem Herren neue Lieder, RPs 98; Lobt und preist die herrlichen Taten, EG 429; Gott, der Herr regiert, RPs 99
Pfr. Paul Kluge, Leer
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Die Geburt Jesu Christi - Heiligabend - Weihnachten - Christfest 2010
Predigthilfen, Andachten, Weihnachts- und Krippenspiele |
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