Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23./24. Mai 2012: Vollversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) in Berlin
Unter den Fragestellungen: „Wie wir uns gegen seitig wahrnehmen, warum wir voneinander profitieren können und was wir im Miteinander verbessern sollten“ wollen die Tagungsteilnehmer sich im Spannungsfeld von Amtskirche, Gemeindepraxis und Zivilgesellschaft darüber austauschen, was sie in der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus voneinander erwarten bzw. erhoffen.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Die Gnade Jesu Christi ist mit uns
Predigt über Galater 6, 11-18 von Jörg Schmidt, Generalsekretär des Reformierten Bundes
''Was bleibt am Ende eines Gesprächs, eines Jahres, eines Lebens? ... Die Gnade Christi bleibt ... Wo bleibt denn die Gnade, wo hat sie ihren Raum? ... in der versammelten Gemeinde Jesu Christi''.
Predigt über Galater 6, 11-18, im Rahmen der Predigtreihe „Der einfache Gottesdienst“ am 12.12.2010 in der Antoniterkirche in Köln
11 Seht, mit welch grossen Buchstaben ich euch schreibe, mit eigener Hand! 12 Alle, die vor der Welt eine gute Figur machen wollen, nötigen euch zur Beschneidung - einzig um wegen des Kreuzes Christi keine Verfolgungen erleiden zu müssen. 13 Denn selbst die, die sich beschneiden lassen, halten sich nicht an das Gesetz, wollen aber, dass ihr euch beschneiden lasst, um den Ruhm einzuheimsen, den euer Leben im Fleisch einbringt. 14 Mir aber soll es nicht einfallen, auf irgendetwas anderes stolz zu sein als auf das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. 15 Denn weder Beschnittensein bedeutet etwas noch Unbeschnittensein - hier ist vielmehr neue Schöpfung. 16 Allen, die sich nach diesem Maßstab richten werden: Friede über sie und Barmherzigkeit, auch über das Israel Gottes! 17 In Zukunft soll mir niemand Schwierigkeiten bereiten! Denn ich trage die Malzeichen Jesu an meinem Leib. 18 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist, liebe Brüder und Schwestern. Amen.
Galater 6, 11-18 (in der Übersetzung der Zürcher Bibel)
Was bleibt, liebe Gemeinde, am Ende eines langen und schwierigen Briefes? Am Ende eines Briefes, in dem Konflikte zu benennen und zu besprechen waren, auch der Versuch, sie vielleicht zu bewältigen?
Was bleibt, am Ende eines intensiven und vielleicht ebenfalls schwierigen Gesprächs? Was bleibt, wenn es um Spannungen ging dabei? Wenn es etwas anderes und deutlich mehr war als ein „Schön, dass wir drüber geredet haben“? Wenn es uns nahe ging, so oder so?
Was bleibt, liebe Gemeinde, am Ende eines Jahres, am Ende des Lebens? Am Ende eines langen oder kurzen, eines mühsamen oder eines „normalen“ Lebens?
Oder – ganz einfach: Was bleibt am Ende einer Predigtreihe? Am Ende einer Predigtreihe über den Galaterbrief im Rahmen des „Einfachen Gottesdienstes“ in der Antoniterkirche in Köln?
Vielleicht sollte ich zuerst sagen: Was bleibt zu sagen am Ende eines Briefes, eines Gesprächs, des Lebens, der Predigtreihe? Was bleibt zu sagen?
Für Paulus ist das klar: Er schreibt das, was er in vielen Briefen am Ende geschrieben hat: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch, oder wie er hier schreibt: sei mit eurem Geiste. Das findet sich im Korintherbrief, im Philipperbrief, im Thessalonicherbrief, das findet sich fast als Regel am Ende seiner Briefe. Das bleibt zu schreiben und zu sagen: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch.
Aber gerade weil es so oft, so regelmäßig vorkommt am Ende der Briefe, die Paulus geschrieben hat, könnte man ja meinen: Das ist eine Art Formel. Und das meint Paulus auch wie eine Formel. Das ist so, wie wir oft Briefe beschließen: Mit freundlichen Grüßen also. Oder, wenn uns der Adressat, die Adressatin näher steht: Mit herzlichen Grüßen.
Das meinen wir schon so, aber klar ist auch: Das ist die Grußformel am Ende des Briefes, das schreibt man eben so. Und Paulus schreibt eben so: Die Gnade unseres Herrn Christus sei mit euch.
Denn das wissen wir auch inzwischen, dass Paulus seine Briefe so geschrieben hat, wie man sie vor fast 2000 Jahren eben schrieb: mit einem fest geprägten Anfang und einem fest geprägten Ende, mit Grüßen, und bei ihm dann mit dieser Zusage. Die Gnade unseres Herrn Christus sei mit euch. Das bleibt zu sagen, weil man es so sagt.
Fast könnte man meinen, Paulus habe das geahnt: dass die Leserinnen und Leser dieses Ende nicht so Ernst nehmen könnten, vielleicht auch würden. Dass sie es als übliche Schluss-Formel missverstehen würden. Vielleicht hat er geahnt: Am Ende eines schwierigen Briefes, eines schwierigen Gesprächs, da bleiben andere Dinge im Kopf: die Spannungen, die Gefahr der Trennungen vielleicht, die Gefahr der gegenseitigen Verzeichnung. Und den letzten Satz, die Zusage der Gnade Christi, die lesen wir kaum, die hören wir kaum: am Ende eines Briefes, eines Gesprächs, vielleicht auch am Ende des Lebens, wenn die Sorgen bleiben, die Angst, manchmal vielleicht auch die Unversöhntheit und mancher Streit.
So als hätte Paulus das geahnt, dass seine Leserinnen und Leser im Streit bleiben könnten, mit ihm, mit denen, die für ihn falsche Propheten sind in der Gemeinde, untereinander, als hätte er das geahnt, schreibt er am Ende dann noch: „Amen“. Nirgendwo sonst in seinen Briefen ist das so. Nur hier. Amen.
Und das heißt doch wohl nichts anderes als: So ist es, so meine ich es. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Und ich bin versucht zu sagen, er meint: So ist es auch, die Gnade unseres Herrn Jesus Christus ist mit euch allen. Da kommt ihr nicht raus, nicht aus dieser Gnade. Die könnt ihr nicht vergessen. Die gilt euch. Da seid ihr drin. Ihr alle. Jetzt.
Und sicher auch: Wir alle. Da sind wir drin.
Das bleibt es zu sagen am Ende eines Briefes, eines Gespräches, des Lebens: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus ist mit uns allen. Die bleibt: die Gnade unseres Herrn Jesus Christus. Mit uns allen.
Liebe Gemeinde, wir wissen nicht, wie es weiter gegangen ist mit den Galaterinnen und Galatern, mit den Gemeinden, in denen sein Brief vorgelesen worden ist. Wir wissen nicht, wie die Hörerinnen und Hörer reagiert haben auf den Brief des Paulus. Was er ausgelöst hat mit seinem Brief. Und mit seiner Zusage am Ende des Briefes.
Ich weiß wohl von mir selbst und von anderen, dass Briefe viel auslösen können, und Gespräche natürlich auch. Dass sie mich oft lange beschäftigt haben, gerade wenn sie Spannungen angesprochen haben. Gefühle, Bilder, Assoziationen, die sind geblieben, auch über freundliche Grüße hinweg. Angesprochene Konflikte etwa, oder auch nur Erinnerungen, die ausgelöste wurden, die gingen weiter. Oder auch die Bilder am Ende eines Jahres. Die gehen weiter. Ich erlebe oft, bei mir und bei anderen, dass die Bilder, Gefühle, Erinnerungen weitergehen, eben auch jenseits aller freundlichen Abschieds- oder Schlussworte.
Wenn ich wegkommen will von den Bildern und den Konflikten, den Erinnerungen und den Schwierigkeiten, dann versuche ich es eher mit wegtun, mit wegdrängen. Und das erlebe ich auch bei vielen anderen: Ich lege den Brief weg. Oder ich suche mir etwas anderes. Oder vielleicht auch: Ich träume mich weg in eine Welt jenseits der Auseinandersetzungen, jenseits der Schwierigkeiten.
Was wir gerade in der Zeit dieses ökonomisierten Advents erleben, das ist ja etwas Ähnliches. Kollektives Wegwärmen am Ende eines Jahres. Die Gnade Gottes, deren Kommen wir in ein paar Tagen erinnern, die wird ja eher zugeschüttet mit warmem Lichtschein, mit Geborgenheit und Heimeligkeit, die wir uns selber machen. Oder besser noch: die wir uns verkaufen lassen.
Die Gnade Christi ist mit uns – in dieser Perspektive ist diese Zusage dann wie der letzte Tupfer des Wegwärmens. Die Gnade Christi – die Steigerung des Verdrängens, der freundliche Gruß, der freundliche Wunsch vielleicht im Gottesdienst, mit dem unsere Leben „geht“.
Darum noch einmal: Ich weiß nicht, wie die Galaterinnen und Galater reagiert haben damals. Als sie den Brief zu Ende gelesen oder zu Ende gehört hatten. Und als sie den Schluss-Gruß gelesen und gehört hatten: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist.
Dass damit kein Wegwärmen gemeint war, das wird ihnen klar gewesen sein. Dass das nicht billige Gnade war, von der Paulus da schreibt, mit netten Worten Konflikte zuschütten, das war deutlich. Dazu ist auch der letzte Teil des Briefes zu klar bis in die Zusage der Gnade hinein.
Dort heißt es ja – in einem weitern Unterschied zu anderen Briefschlüssen: Die Gnade Christi sei mit eurem Geist. Damit erinnern sich die Hörerinnen und Hörer natürlich an die Auseinandersetzungen, die am Anfang des Briefes eine Rolle gespielt haben: ob sie denn, die im Geist zum Glauben gefunden haben, meinen, den Weg des Fleisches, des Gesetzes, zu brauchen, um im Glauben zu bleiben. Und in den Versen 12 bis 14 spricht Paulus noch einmal sehr deutlich an, welche Auseinandersetzungen aus seiner Sicht noch einmal angesprochen werden müssen.
Da geht es noch einmal richtig zur Sache. Da hat Paulus noch einmal deutlich den Konflikt benannt und nicht geschwiegen zu dem, was er für grundfalsch hält.
Die Zusage der Gnade, die Gewissheit, dass sie mit uns ist, die verdeckt nicht, die heißt nicht einfach: Jesus hat dich lieb. Und die heißt auch nicht einfach: Gott nimmt dich an wie du bist, auch mit deinen Sünden. Und sie heißt nicht, am Ende eines Briefes, eines Gespräches, eines Lebens: Nur das Gute erinnern. Oder sich etwas Gutes herbeiträumen. Oder sich Wegwärmen in eine heimelige Geborgenheit.
Die Schwierigkeiten sind nicht weg, am Ende eines Briefes, eines Gesprächs. Und schon gar nicht Sünde und Schuld oder falsche Lehre. Das gehört beides zusammen: realistisch hinsehen und: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus ist mit eurem Geist.
Für Paulus spielt dabei eine große Rolle, was er in Vers 15 von der „neuen Schöpfung“ schreibt. Mit diesem Bild versucht er zu beschreiben, was sie gemeinsam neu verbindet. Es ist, als sähe er seine Adressatinnen und Adressaten in einem anderen Licht. Aus einer anderen Perspektive. Und dann sind sie, im Geist zum Glauben gekommen, eben das: neue Schöpfung. Neue Schöpfung Gottes.
So als wenn wir das Kategoriensystem unserer Wahrnehmungen um ein paar Grad vielleicht nur verschieben. Nach einem Brief, nach einem Gespräch. Und die wir gerade angeredet oder angeschrieben haben, die sind dieselben, mit denselben Konflikten, und sind doch andere: neue Schöpfung Gottes.
Genau das tut Paulus am Ende des Briefes: Sich selbst und die anderen daran erinnern, dass ihnen Friede und Erbarmen gilt, dass sie im Bereich der Gnade Christi leben, sie, das Israel Gottes, wir.
Und er erinnert damit, eben auch die anderen anders zu sehen. Im anderen Blickwinkel, in der Perspektive Gottes. Neue Schöpfung seid ihr. Durch die Gnade Christi.
Ich habe zu Anfang gefragt: Was bleibt, liebe Gemeinde, am Ende eines Gesprächs, eines Jahres, eines Lebens? Was bleibt am Ende einer Predigtreihe im Rahmen des „Einfachen Gottesdienstes“ in der Antoniterkirche in Köln? Und die Antwort war: Die Gnade Christi bleibt.
Zum Ende will ich jetzt nur noch fragen: Wo bleibt denn die Gnade, wo hat sie ihren Raum?
Wir haben vorhin als Glaubensbekenntnis die Frage 54 des Heidelberger Katechismus gebetet:
Was glaubst du
von der »heiligen allgemeinen
christlichen Kirche«?
Ich glaube,
dass der Sohn Gottes
aus dem ganzen Menschengeschlecht
sich eine auserwählte Gemeinde
zum ewigen Leben
durch seinen Geist und Wort
in Einigkeit des wahren Glaubens
von Anbeginn der Welt bis ans Ende
versammelt, schützt und erhält
und dass auch ich
ein lebendiges Glied dieser Gemeinde bin
und ewig bleiben werde.
Diese Sätze sind auch der Versuch einer Antwort auf die letzte Frage „Wo hat die Gnade Gottes ihren Raum“: Hier, jetzt, in der versammelten Gemeinde Jesu Christi ist dieser Raum. Immer wieder neu. Immer wieder zerbrechlich. Und doch da, wenn wir in seinem Namen den Gottesdienst feiern. Dann ist es diese Gemeinde, nicht nur diese Gemeinde, aber eben auch diese Gemeinde: der Raum seiner Gnade.
Der Raum, in dem wir einander anders sehen: als neue Schöpfung Gottes. Und in dem wir einüben, auch andere anders zu sehen: als neue Schöpfung Gottes. Die Konflikte werden nicht verschwinden, und die Trennungen nicht einfach übersprungen. Was uns manchmal schwer fällt in unserem Leben, in Briefen und Gesprächen, ist nicht einfach weg.
Und wir sind andere. Lebendige Glieder seiner versammelten Gemeinde.
Und die Gnade unseres Herrn Jesus Christus ist mit uns allen. Amen
Liturgische Elemente
Lieder: eg 622,1-5; eg 39,1-7; eg 171,1-4; eg 266, 1-5
Credo: Heidelberger Katechismus, Frage 54
Lesung: Psalm 103
Pfr. Jörg Schmidt, Generalsekretär des Reformierten Bundes, 12. Dezember 2010
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Reformierte Predigtreihe zum Galaterbrief
Der einfache Gottesdienst in der Antoniterkirche, Köln Im Jahr 2010 zum Brief des Paulus an die Galater |
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