Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23./24. Mai 2012: Vollversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) in Berlin
Unter den Fragestellungen: „Wie wir uns gegen seitig wahrnehmen, warum wir voneinander profitieren können und was wir im Miteinander verbessern sollten“ wollen die Tagungsteilnehmer sich im Spannungsfeld von Amtskirche, Gemeindepraxis und Zivilgesellschaft darüber austauschen, was sie in der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus voneinander erwarten bzw. erhoffen.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Herausgerufen: Mose
Predigt zu Exodus 3,1 - 4,17 von Claudia Malzahn
Predigt zu Exodus 3 – 4, 17 im Rahmen der Reformierten Predigtreihe „Herausgerufene – Gottes befremdliche Aufträge“ (Flyer der Reihe >>>)
gehalten in der Antoniterkirche, Köln,Sonntag, den 13. Februar 2011,
von Pfarrerin Claudia Malzahn
Gott ruft Menschen. Gott kennt sie beim Namen. Und Gott offenbart seinen Namen: ICH BIN DA!
Vom Menschen Mose und seinen Gottesbegegnungen erzählen uns vier biblischen Bücher. Einige Stichworte aus diesen vielen Geschichten möchte ich nennen, die den Kontext für unsere Berufungsgeschichte des Mose bilden:
Mose, das war
ein neugeborener hebräischer Junge, der ausgesetzt wurde, weil die Ägypter aus Angst vor Überfremdung die Ermordung der Neugeborenen anordneten,
ein Baby, das im ägyptischen Herrscherhaushalt als Findelkind aufgezogen wurde,
ein junger Mann, der bei den Ägyptern aufwuchs und dann als quasi ägyptischer Aufseher mit hebräischem Migrationshintergrund einen Ägypter erschlägt, der die Sklaven schlecht behandelte,
ein Mörder, der fliehen muss in die Wüste,
ein Fremder im Land Midian, der das Herz von Zipporah, der Tochter eines midianitischen Priesters, gewinnt und so eine Arbeit als Hirte und ein zweites zu Hause in einer fremden Familie findet,
ein Hirte, dem Gott begegnet und der ihn beruft,
ein berufener Mann, der mit ausländischer Frau und Kind erneut aufbricht und zurückgeht zu seiner Herkunftsfamilie, zu den Israeliten in Ägypten. Dort verhandelt er mit dem Pharao, in dessen Haus er aufwuchs die Befreiung aus der Sklaverei, und führt schließlich das Volk Israel durch das rote Meer und durch die Wüste, hin zu dem Land, wo Milch und Honig fließt,
ein Mann, der nicht allein unterwegs ist sondern mit Aron und Miriam das Volk anführt auf dem langen Weg durch die Wüste,
ein Mann, der allein die Gebotstafeln auf dem Horeb empfängt,
ein Mann, der wie Viele seines Volkes das nicht erreicht, was verheißen ist: Mose sieht es nur aus der Ferne, das gelobte Land.
Wir lesen jetzt aus dem Buch Exodus aus Kapitel 3 und 4 in der Übersetzung der Bibel in gerechter Sprache, dieser Bibelübersetzung von 2006, die uns in unseren üblichen Lese- und Hörgewohnheiten unterbricht.
- Textlesung -
Gott ruft Menschen. Gott kennt sie beim Namen. Und Gott offenbart seinen Namen: ICH BIN DA!
Mose, Mose! – Ja, hier bin ich. – Ziehe Deine Schuhe aus, denn dies ist heiliger Boden.
Der Dornbusch brennt und verbrennt doch nicht. Der Hirte des midianitischen Priesters in der Wüste nahe des Horebs kommt und sieht. Und er hört. Er zieht seine Schuhe aus. Und er verhüllt sein Gesicht im Angesicht des Heiligen. „Ich habe das Schreien meines Volkes gehört. Ich will Euch retten und ich sende Dich!“ – Wer bist Du? - Ich bin der Gott deiner Vorfahren. Ich bin da – ist mein Name.
So weit geht die erste Szene dieser langwierigen Berufung. In dieser Abgrenzung, Ex. 3, 1-14, ist die Szene von Mose am Dornbusch übrigens der für den heutigen letzten Sonntag nach Epiphanias vorgeschlagene Predigttext.
Mose, der flüchtige Mörder lebt als Hirte im Hause eines midianitischen Priesters, verheiratet mit dessen Tochter Zipporah, als er allein in der Wüste dem brennenden Dornbusch nahe kommt. Der Gott, der sich ihm hier offenbart, bezieht sich auf die israelitischen Ureltern, auf Abraham, Isaak und Jakob. Die Gottheit, die ihn beruft, nennt ihren Namen: Ich bin da. Ich habe die Not meines Volkes gesehen und will sie wenden. Ich will Dich schicken, damit ihr aus der Sklaverei flieht und in ein neues Land aufbrecht, ein Land, in dem Milch und Honig fließt.
Wir hören dies 2011. Flucht aus Unterdrückung und Aufbruch in ein Land, in dem es Leben in Fülle gibt, ist weltweites Thema. Wir erleben es an den Außengrenzen Europas aktuell im Zusammenhang mit den Umwälzungen in Nordafrika. Auch in unserer deutschen Geschichte haben in den vergangen Jahren verstärkt die Menschen, die Krieg und Vertreibung als Kinder erlebt haben, zu sprechen begonnen. Heute, am 13.Februar, wird in Dresden erinnert und gemahnt eines angemessenen Umgangs mit unserer Geschichte. Und wenn ich lese, dass Gott das Schreien Israels in Ägypten gehört hat und Mose als Retter schickt, lese ich dies als Tochter der Generation, die Theologie nach Auschwitz denkt. Wir wollen so glauben, dass unser Reden von Gott nicht unglaubwürdig wird im Angesicht des Leides und Mordens, das nicht verhindert wurde und wird durch ein Eingreifen Gottes.
Ich bin da. Ich stehe Dir zur Seite. Du hast Zeichen, die Dir Mut machen, wenn Du aufbrichst mit mir. So antwortet die Stimme aus dem Dornbusch auf die ersten Abwehrversuche seines Beauftragten Mose.
Eine zweite, lange Gottesrede konkretisiert den Auftrag:
Wenn Du in Ägypten bist, wirst Du mein Volk überzeugen, dass ich Dich beauftragt habe, aus der Sklaverei zu auszubrechen. Mit den Ältesten gehe zum Pharao und kündige an, dass ich euch beauftragt habe, in die Wüste zu gehen. Und die Ägypter werden euch nicht freiwillig ziehen lassen. Also wird Schrecken über Ägypten kommen und ihr werdet frei kommen, ausgerüstet mit dem, was für den langen Marsch nötig sein wird.
Aber Mose bleibt in seiner Abwehr des Auftrages. Sie werden mir nicht glauben! Warum sollten sie das auch tun?
Da verleiht ihm die Gottheit Wunderkräfte. Ein Stab, der zu einer lebendigen Schlange wird, eine Hand, die aussätzig wird und wieder gesund, Nilwasser, das in Blut verwandelt wird.
Wunderzeichen dieser Art sind für uns heute nach der Aufklärung schwer als Hilfestellung zum Glauben zu sehen. Ein Glaube, für den es nötig ist, den kritischen Verstand an der Kirchentür abzulegen, ist kein Ziel. Wir leben mit Säkularisierung und Fundamentalismus, großen Esoterikabteilungen und wenig Erfahrung mit erwachsenem christlichen Glauben. Vom Wunder der Geburt sprechen junge Eltern staunend. Vom Wunder von Chile titelten die Zeitungen nach der Rettung der eingeschlossenen Bergleute in der Wüste im vergangenen Jahr. Aber unser Glauben an Gott verbinden Christen heute selten mit Wundererfahrungen. Wunderbares zu erleben ist kostbar, aber doch kaum geeignet, Andere zu überzeugen, so wie in der Mosegeschichte der Stab als Wunderzeichen.
Und erstaunlicherweise sind auch für Mose die Wunderzeichen nicht das Ausschlaggebende. Denn auch nach allen Wundern, die Gott ihn erfahren lässt, will Mose sich nicht senden lassen zu diesem Auftrag. „Mein Mund ist unbeholfen, meine Zunge ist schwer.“ Die Gottheit antwortet: „Ich werde bei dir sein und Dir sagen, was Du reden sollst.“ „Schicke, wen du willst!“ - aber mich nicht!
Zornig wird Gott. Er erweitert seinen Auftrag. Nicht Mose allein, sondern Mose mit seinem Bruder Aron sollen gemeinsam verantwortlich sein, diesen Auftrag auszuführen. Und wir wissen aus dem Fortgang der Erzählung, dass auch Miriam, die Schwester der beiden, als Prophetin eine wichtige Rolle spielt. Dieser erweiterte Auftrag kommt bei Mose an. Er bespricht sich mit seinem Schwiegervater, mit dem das Volk Israel später, während des Zuges durch die Wüste am Fuße des Horeb ein gemeinsames Opfermahl feiern wird. (Ex. 18) Daraufhin nahm Mose seine Frau und Kinder, setzte sie auf den Esel und brach auf nach Ägypten mit dem Gottesstab in der Hand. (Ex. 4,20)
Gott ruft Menschen. Gott kennt sie beim Namen. Und Gott offenbart seinen Namen: ICH BIN DA!
Die Berufung am Dornbusch führt zum Aufbruch: zunächst nach Ägypten, dann durch die Wüste und schließlich zum Ausblick auf das Land, in dem Milch und Honig fließt. Mose ist herausgerufen. Mit Argumenten und Befürchtungen wehrt er sich gegen Gottes erstaunlichen Auftrag, bis er Wunderzeichen erlebt und andere Menschen zur Seite gestellt bekommt und schließlich losgeht. Ich bin da – der Gott, dem schon die Menschen vor ihm und um ihn herum vertrauten, ist mit unterwegs. Auf geht´s!
Und der Friede Gottes, der unser Denken und Planen übersteigt, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. AMEN.
Pfarrerin Claudia Malzahn
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Herausgerufene - Gottes befremdliche Aufträge
Predigt-Gottesdienst nach reformierter Tradition in der Antoniterkirche, Köln 2011 |
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