Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23./24. Mai 2012: Vollversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) in Berlin
Unter den Fragestellungen: „Wie wir uns gegen seitig wahrnehmen, warum wir voneinander profitieren können und was wir im Miteinander verbessern sollten“ wollen die Tagungsteilnehmer sich im Spannungsfeld von Amtskirche, Gemeindepraxis und Zivilgesellschaft darüber austauschen, was sie in der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus voneinander erwarten bzw. erhoffen.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Der Heidelberger Katechismus: Kurfürst Friedrich III … und die Motive, einen Katechismus in Auftrag zu geben
Zur Einstimmung auf das 450jährige Jubiläum im Jahr 2013
Von Fritz Baarlink
Der moderate, auf Ausgleich bedachte Katechismus aus dem Jahr 1563 ist bis heute Bekenntnis der weltweiten Reformierten. Er versank nicht in der Mottenkiste des geschichtlichen Erbes. Warum? Fritz Baarlink sieht die Ursache dafür in der Entstehungsgeschichte des "HK".
Der Beitrag von Fritz Baarlink ist mit freundlicher Genehmigung des Autors entnommen aus:
Der Grenzbote vom 13. Februar 2011 auf www.altreformiert.de >>>
In zwei Jahren wird der Heidelberger Katechismus 450 Jahre jung. Jung?! Ganz schön alt! Nun, ob „jung“ oder „alt“, das ist bekanntlich relativ. Man sagt: „Jemand ist so alt, wie er sich fühlt.“ Und so lange der Heidelberger Katechismus noch in den Gemeinden lebt, ist er nicht „alt“. Hat er noch eine Existenzberechtigung, dann hat er sich wacker gehalten. „Rüstig“ würde man sagen angesichts seines Geburtsjahres von 1563. Aber ja, es mag sein, dass er hier und dort längst gestorben ist. Für viele Reformierte hat er möglicherweise seine Bedeutung verloren. Dabei verstand der Heidelberger Katechismus sich ursprünglich nicht einmal als „reformiertes“ Bekenntnis. Eigentlich wollte er vermitteln zwischen Genf und Wittenberg, zwischen der deutschen (von Luther geprägten) Reformation und der Schweizer Reformation (rund um Zwingli, Calvin und Bullinger). Dass ein solcher moderater, auf Ausgleich bedachter Katechismus zu dem Bekenntnis der weltweiten Reformierten geworden ist, macht ihn in der Reihe der protestantischen Bekenntnisschriften zu einem Schatz, der trotz aller Unkenrufe eben doch bis heute nicht vergraben und begraben wurde. Die Ursachen liegen in seiner Entstehungsgeschichte.
Wir schreiben das Jahr 1559. Der Wittelsbacher Friedrich beerbt als Friedrich III die Kurpfalz. Er galt als eifriger Anhänger der Reformation und erhielt – nomen est omen – bald den Beinamen „Fritz der Fromme“. Zu seiner Zeit spaltete sich bereits das evangelische Lager in sich unversöhnlich gegenüberstehende Anhänger von Martin Luther auf der einen und Johannes Calvin auf der anderen Seite. Friedrich hielt nichts von diesem Lagerdenken und schrieb am 14.9.1563 an Kollegenfürsten in Württemberg, Veldenz und Baden: „… und erkennen Gott lob, dass wir Christen sind, auf Christi Namen getauft und nicht auf Zwingli, Calvin, Luther und anderer, wie sie heißen mögen.“ Das hat der „Fromme Fritz“ also bei Paulus gelernt, der den Streit in Korinth anprangert (1.Kor.1,11), nur dass damals die Grupperungen sich um Gestalten wie Paulus, Apollos oder Petrus (Kephas) scharten.
Friedrich war ein gebeuteltes Kind. Er übernahm die Kurpfalz, jenes Gebiet rund um Heidelberg, das bereits mehrfach das Bekenntnis wechselte. Sein Vorvorgänger, Friedrich II, führte 1545 die Reformation ein. Wenig später aber wurde die Kurpfalz 1548 durch den „geharnischten“ Reichstag zu Augsburg gezwungen, diese Reformation wieder rückgängig zu machen. 1555 schlossen evangelische und katholische Regenten – wiederum in Augsburg – den „Religionsfrieden“. Es galt die Formel: Cuius regio, eius religio. Frei übersetzt: wer regiert, bestimmt das Bekenntnis. Schon ein Jahr später galt 1556 durch Erlass des inzwischen neuen Kurfürsten Ottheinrich wieder die evangelische Konfession, wie sie im Augsburger Bekenntnis von Martin Luther formuliert wurde. Der Fürst holte daraufhin Theologen an seine Heidelberger Universität, die in der zweiten Generation sich als Sachwalter Martin Luthers verstanden und – dies galt auch für andere lutherisch gewordene Länder – keine anderen Strömungen der Reformation duldeten. Da der Religionsfriede auf protestantischer Seite lediglich für Anhänger des von Luther verfassten „Augsburger Bekenntnisses“ galt, wurden Kontakte in die Schweiz mehr und mehr unterbunden. Der von Calvin geprägte reformierte Protestantismus war in Deutschland auf dem Rückzug.
Und doch gab es Kontakte zu den schweizer Reformierten – und bald etablierten sich auch einflussreiche reformiert gesinnte Persönlichkeiten etwa im Umfeld der Heidelberger Regierung. Als Ottheinrich 1559 kinderlos starb, wurde Friedrich III neuer Kurfürst und schon ein Jahr später „outete“ er sich als Anhänger der „reformierten“ Reformation. Er stärkte dadurch die Positionen jener Personen, die in Politik, Kirche und Wissenschaft wichtige Ämter inne hatten und nun auch unverblümt die – im Augsburger Religionsfrieden nicht vorgesehene – Gleichberechtigung der Reformierten mit den Lutheranern forderten. Gerade erst zwei Jahre als Kurfürst im Amt führte Friedrich III im Dezember 1561 erstmals das Abendmahl nach reformiertem Brauch ein: mit Brotbrechen statt der üblichen Oblaten. Führende lutherische Theologen verließen die Kurpfalz und wurden durch Anhänger des Johannes Calvin (Genf) und Heinrich Bullinger (Zürich) ersetzt. So kamen auch Caspar Olevian und Zacharias Ursin als Dozenten nach Heidelberg – und Bullinger höchstpersönlich wurde zu einem wichtigen Berater des Kurfürsten etwa in der Neuordnung der Kirche.
Ein eigener Katechismus als politischer Schachzug
Nach dem wiederholten Konfessionswechsel – erst katholisch, 1545 lutherisch, 1548 katholisch, 1556 lutherisch, inzwischen eher reformiert – musste eine Klärung her, was denn nun zu glauben ist.
Lange Zeit galten zwei jungen Theologen, Olevian und Ursinus, als die Hauptverfasser dieser vom Kurfürsten in Auftrag gegebenen Kommissionsarbeit. Caspar Olevian studierte zunächst in Frankreich Rechtswissenschaft und lernte über die aufblühende Hugenottenbewegung die Lehren Calvins kennen und schätzen. Es folgte ein Theologiestudium in der Schweiz bei u.a. Calvin und Bullinger. Nach Trier zurückgekehrt begann er dort eine Reformation, die jedoch unterbunden wurde, so dass Olevian einem Ruf des Kurfürsten nach Heidelberg folgte.

Er gilt heute als der Verfasser des „Heidelbergers“:
Zacharias Ursinus
Zacharius Ursinus dagegen war ein Schüler Melanchtons in Wittenberg und in der „deutschen Reformation“ aufgewachsen. Eine Studienreise führte ihn u.a. zu Calvin nach Genf. Daraufhin wurde er zunächst Lehrer in seiner Heimatstadt Breslau, bis Friedrich III auch ihn nach Heidelberg an die Universität berief. Inzwischen geht die Forschung davon aus, dass Ursinus der hauptverantwortliche Verfasser war, Olevian dagegen lediglich als Mitglied der Kommission in Erscheinung trat – aber mit dem Ergebnis eher unzufrieden war. 
Als Mitglied der Begutachtungskommission
war er offensichtlich mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden:
Caspar Olevian
Die Motive, einen Katechismus herauszugeben, hat der Kurfürst in seinem Vorwort zur ersten Auflage selber beschrieben. Ein Land könne nur regiert werden, wenn das Volk über Bildung und ethische Orientierung verfügt. Die Lehrer benötigten somit, wenn man so will, ein aktualisiertes Unterrichtsbuch für die Jugend. Friedrich III begründet die Herausgabe also mit innenpolitischen Zielsetzungen: seine Untertanen zu einen und sie fit zu machen für den Alltag, sie in Fragen des Glaubens und der Lebensausrichtung zu fördern und zu fordern.
Was der „Fromme Fritz“ aber verschweigt, wiegt viel schwerer. Der Kurfürst musste beachten, dass der Augsburger Religionsfriede nicht die Anhänger Calvins und die Reformation schweizer Prägung anerkennt. Einen bereits bestehenden Katechismus wie den aus Genf hätte er niemals einführen dürfen, denn die Kurpfalz hätte damit alle Reichsstände gegen sich aufgebracht. Somit benötigte Heidelberg einen neuen, einen „Heidelberger“ Katechismus. Dieser Katechismus mied – im Gegensatz zu den damaligen theologischen Streitigkeiten – jede Schärfe gegen lutherische Positionen. Umstrittene Themen wie Prädestination (Vorherbestimmung) oder Kirchenzucht fehlen ebenso wie eine deutlichere Positionierung gegen die lutherische Abendmahlslehre. Da kam dem Text offensichtlich zugute, dass Ursinus als eigentlicher Verfasser früher einmal in der lutherischen Hochburg Wittenberg bei Melanchthon studierte.
Friedrich III wollte mit diesem Katechismus also jenen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, die sich inzwischen als lutherische Fürsten gegen ihn als „Ausreißer aus den eigenen Reihen“ formierten. Den außenpolitischen Druck konnte der Kurfürst abwehren. Und doch war es allen offenbar, dass in der Kurpfalz die Reformierten erstmals in Deutschland Fuß fassten.
Das Bekenntnis, das in Heidelberg entstanden ist, hat aufgrund der Erfordernisse und Rücksichtnahmen eine wichtige Prägung erhalten: solide in der Aussage, mit – auf Betreiben des Kurfürsten – biblischen Belegstellen bespickt, wegweisend in seiner Klarheit. Auch deswegen ist dieses Werk trotz seiner spröden Sprache und seines hohen Alters nicht wirklich gestorben. Der Katechismus hat sich im gewissen Sinn als unverwüstlich erwiesen und schon damals eine einmalige Resonanz gefunden bei den verschiedensten Gruppierungen, die in diesem Jahrhundert des Aufbruchs, der Befreiung und der Neuorientierung auf eine handliche Anleitung warteten: ob in Frankreich oder den Niederlanden, in Ungarn oder Schottland, im Rheinland oder der Grafschaft Bentheim. Mit der Synode von Dordrecht (1618/19) wurde der Heidelberger Katechismus für die „reformierte Welt“ zur wichtigsten Bekenntnisschrift und kam mit den Missionaren nach Amerika, Afrika und Indonesien. Und manche entdecken auch heute wieder, wie lebendig Totgesagte sein können.
Fritz Baarlink, Veldhausen
angeregt durch:
Andreas Mühling, "Der Heidelberger Katechismus im 16. Jahrhundert - Entstehung, Zielsetzung, Rezeption", Monatshefte für evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes, Bd. 58, 2009, S.1ff
©Fritz Baarlink, Veldhausen, Februar 2011

