Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
''Woran du dein Herz hängst, und worauf du dich verlässest, das ist in Wahrheit dein Gott''
Martin Filitz, Halle predigt Jesaja 40, 12-25
Von Neuem richtet sich die prophetische Stimme an Menschen, die ohne Respekt vor der Schöpfung handeln: Flüsse begradigen, aus Profitgier an Sicherheitssytemen sparen, mit (Götzen)Bildern Krieg treiben. Bleibt die Frage: Wo hängt mein Herz?
Abendmahlsgottesdienst am Sonntag, dem 6. Februar um 10.00 Uhr im Ev.-ref. Domgemeindehaus in Halle (Saale) – 5. Sonntag nach Epiphanias
Predigttext: Jesaja 40, 12-17
Predigtlied: EG 326 Sei Lob und Ehr
Schriftlesung: Matthäus 13, 24-30
Wochenspruch: 1.Korinther 4, 5b
Wochenpsalm: Psalm 92
Wochenlied: EG 303, 1-4 Lobe den Herren
Heidelberger Katechismus: Frage 59
Jesaja 40,12-245
12 Wer hat mit der hohlen Hand das Wasser gemessen
und mit der Spanne seiner Hand den Himmel abgemessen?
Und wer erfasst mit dem Drittelmass den Staub der Erde
und wiegt mit der Waage die Berge
und mit Waagschalen die Hügel?
13 Wer hätte den Geist des HERRN geprüft,
und welcher Mensch wäre sein Ratgeber, würde ihn unterweisen?
14 Mit wem könnte er sich beraten, der ihm Einsicht verschafft
und ihn belehrt hätte über den Pfad des Rechts
und ihn Erkenntnis gelehrt hätte
und ihm nun den Weg der Einsicht wiese?
15 Sieh, wie ein Tropfen in einem Eimer sind die Nationen,
und wie Staub auf Waagschalen werden sie geachtet.
Sieh, Inseln hebt er empor, als wären sie ohne Gewicht.
16 Und der Libanon reicht nicht aus für den Brand,
und sein Wild reicht nicht aus für das Brandopfer.
17 Vor ihm sind alle Nationen, als gäbe es sie nicht,
wie das Nichts, wie das, was nicht ist, werden sie von ihm geachtet.
18 Und mit wem wollt ihr Gott vergleichen
und was als Ebenbild ihm gegenüberstellen?
19 Das Standbild giesst der Handwerker, und der Schmied überzieht es mit Gold und schmiedet daran silberne Ketten.
20 Wer nicht so viel geben kann, wählt ein Holz, das nicht fault, er sucht sich einen geschickten Handwerker, um das Standbild zu befestigen, es soll ja nicht wackeln.
21 Wisst ihr es nicht, hört ihr es nicht?
Ist es euch nicht von Anfang an verkündet worden?
Habt ihr es, seit die Erde gegründet wurde, nicht begriffen?
22 Er thront über dem Kreis der Erde,
und wie Heuschreckenschwärme sind ihre Bewohner,
wie einen Schleier breitet er den Himmel aus,
und wie ein Zelt hat er ihn ausgespannt, um darin zu wohnen.
23 Fürsten macht er zunichte,
Richter der Erde macht er zu dem, was wie das Nichts ist.
24 Kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät,
kaum hat ihr Baumstumpf Wurzeln geschlagen in der Erde,
da hat er sie auch schon angehaucht, und sie sind verdorrt,
und wie Stoppeln trägt der Sturm sie davon.
25 Und mit wem wollt ihr mich vergleichen, dass ich ihm gleich wäre?,
spricht der Heilige.
Liebe Gemeinde,
Fragen über Fragen. Man darf sich diesen Text des Propheten, den man den 2. Jesaja nennt, nicht geschrieben vorstellen. Man muß ihn hören. Es ist keine Schreibe, sondern es ist eine Rede. Voller Engagement, voller Leidenschaft. Wahrscheinlich antwortet der Prophet auf eine Rede, die ein anderer gehalten hat, ein Mensch aus dem Volk Israel – wie der Prophet auch, ein Mensch, der schon sein ganzes Leben lang in Babylon im Exil zugebracht hatte. So könnte der Mann geredet haben:
Warum hängt ihr eigentlich immer noch an euren alten Gewohnheiten?
Warum haltet ihr immer noch an dem Glauben an den unsichtbaren Gott fest?
Jetzt sitz ihr hier in Babylon – schon mehr als eine Generation lang.
Kein unsichtbarer Gott weit und breit.
Ob er wirklich die Welt geschaffen hat?
Oder ob nicht ganz andere Kräfte dafür verantwortlich sind?
Und warum überhaupt ein Gott für alles?
Machen die Babylonier das nicht geschickter, wenn sie ihre Götter für jeden Bereich haben? Für die Dinge des Staates die einen – und die anderen für die Belange der Familie und des Kleinen Glücks.
Ihr habt beides nicht: weder das staatliche, noch das kleine Glück. Ihr sitzt an euren Kanälen zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris. Ihr singt eure alten Lieder und hängt eure Harfen in die Weiden, weil ihr für die Herren des Landes nicht singen wollt.
Verweigerungshaltung nennt man das.
So bringt man sich selbst in die andauernde Depression, in die Traurigkeit, aus der es dann keinen Ausweg gibt.
Und Gott, euer Gott? Wo ist er?
Meint ihr, er sieht euch?
Meint ihr, er interessiert sich überhaupt noch für euch?
Vielleicht hat er sich davon gemacht.
Vielleicht ist er auf Urlaub – wer weiß?
Man muss doch mit der Zeit gehen.
Man muss sich einstellen auf die neuen Gegebenheiten.
Ihr kommt nicht mehr nach Hause!
Warum hängt ihr dann immer noch an den Alten Traditionen.
Macht euch frei! Fangt neu an!
Dann liegt die Zukunft vor euch!
So oder so ähnlich könnte der Mann gesprochen haben: Jude, wie die anderen Verschleppten aus Israel auch, aber auf dem besten Wege, sein Judentum und seinen Glauben hinter sich zu lassen.
Der Prophet widerspricht.
Auf die Kunst der Rede versteht er sich ebenso wie sein Gegenspieler.
Auch er fragt – aber genau in die umgekehrte Richtung.
Wer kann sich mit Gott vergleichen?
Welcher babylonische Gott?
Wer mißt das Wasser mit seiner hohlen Hand?
Eine ungeheure Vorstellung, die alle Anschaulichkeit sprengt.
Oder: wer wiegt die Berge mit der Waage?
Berge sind Zeichen der Hoheit, der Erhabenheit.
Auf den Bergen stehen die Heiligtümer der Götter.
Und er – Israels Gott – wiegt sie mit der Waage wie ein Brot.
Wer über die Schöpfung redet und kommt dabei nicht zur Ehrfurch,
der betreibt eitle Spekulation
Wer über den Schöpfer redet
Und setzt sich nicht selbst in Beziehung zu ihm,
der hat sie ein bestimmtes Bild von ihm gemacht
und ihn in seine eigene Welt eingeordnet.
Denn der Schöpfer ist in seiner Schöpfung gegenwärtig
Wo nicht, da hat er sich zur Ruhe gesetzt,
ein Gott im Ruhestand,
der die Dinge sich selbst überläßt
und der sich einfach nicht mehr kümmert.
Dann sind die Menschen an seine Stelle getreten:
Dann setzen sie die Schöpfung fort.
So, wie sie es wollen.
Dann begradigen sie die Flüsse.
Dann sparen sie an der Sicherheit,
Damit das Geschäft profitabler wird.
Niemanden trifft Schuld an dem Unglück von Hordorf
- liest man in der Zeitung.
Der Lokführer des Güterzuges hat vermutlich zwei Signale überfahren.
Immerhin herrschte dichter Nebel.
Es hätte ein Sicherheitssystem geben können.
Aber dafür war bislang noch kein Geld da.
Es wurde gebraucht, um die Bahn an die Börse zu bringen.
Wir schaffen uns unsere Welt.
Dabei haben wir die Ehrfurcht verloren
Den Respekt vor dem Schöpfer,
der nach jedem seiner Tagewerke sagte:
„Und siehe, es war sehr gut!“
Als Gottes Ratgeber wären wir schlecht gewesen
Nur auf das Eigene bedacht
Das, was uns Vorteil bringt.
Solange der Diktator unangefochten herrscht
Hat er den Segen der demokratischen Staaten
Und niemand kümmert sich um seine Opfer.
Erst, wenn es ihm an den Kragen geht,
wenn das Volk aufsteht und das Recht einfordert
und die Krise nicht mehr zu übersehen ist,
dann erst rückt man vorsichtig von ihm ab.
Und diese mächtigen Völker
Die anderen ihren Willen aufzwingen
Die vor Waffen starren
Vor Gott sind sie wie ein Tropfen am Eimer,
kaum der Rede wert
heute sind sie oben
und morgen schon können sie in der Versenkung verschwinden.
Wie viele Reiche und Dynastien sind gekommen und gegangen.
Und an viele erinnert man sich nur, weil man im Wüstensand
Zeugnisse ihres vergangenen Lebens gefunden hat.
Das mächtige Babylon wird ebenso vergehen.
Das Ischtar Tor wird man ins Berliner Museum stellen.
Mühsam werden die Gelehrten versuchen,
die Keilschrifttafeln zu entziffern.
Man wird die untergegangene Größe bestaunen,
aber eben die untergegangene Größe.
Wie ein Tropfen am Eimer.
Was wir für unumstößlich halten,
das ist oft nur einen Atemzug lang
vom Untergang entfernt.
Wer sich nicht auf den lebendigen Gott verläßt, der macht sich andere Götter.
Kunstfertig, unter Einsatz aller Fähigkeiten und Kosten
Bronzebilder, die mit Gold überzogen werden
Und mit silbernen Beschlägen
Und wer sich Metall nicht leisten kann,
der nimmt beständiges Holz
und der Meister achtet darauf, dass der Götze nicht wackelt.
Und man hört den spöttischen Unterton
Der Prophet macht sich lustig
Denn diese Metall- oder Holzfiguren
Sind wirklich keine ernsthafte Konkurrenz
Was ist ein Götze, der wackelt?
Die Götzen haben Augen und sehen nicht,
sie haben Ohren und hören nicht
sie haben Hände und greifen nicht
sie haben Füße und gehen nicht.
So singt es die Psalmen 115 und 135
Und schon gar nicht können sie die Angst nehmen
Sie haben Macht über das Portemonnaie,
aber sie haben keine Macht
wenn es darum geht, Menschenherzen zum Guten zu kehren
und die Angst zu nehmen
Sie haben keine macht über den letzten Feind, den Tod.
Wer sich auf die Götzen verlässt, der ist verlassen.
Ihre Schönheit kann über die Ohnmacht nicht hinwegtäuschen,
die Kunstfertigkeit nicht über die Lüge,
die sie allein durch ihre Existenz verbreiten.
Sie tun so als wüssten sie und als könnten sie
Aber sie können und wissen nichts!
Sie sind keine Konkurrenz für den lebendigen Gott,
der seine Geschichte immer noch vor sich hat,
der sein Volk nicht im Babylonischen Exil untergehen lassen wird.
Babylon ist im Wüstensand versunken
Israel lebt noch immer
Nach 2000 Jahren Exil
Und es traut noch immer dem Gott,
der kein Bild hat,
der seine Gebote gibt
und der seine Zukunft verspricht.
Eine gewaltige Rede des unbekannten Propheten aus den Jahren um 539 vor Christus in Babylon.
Seither hat sich viel verändert:
Israels Gott ist der Vater Jesu Christi
Und auch die Moslems berufen sich auf ihn.
Schon lange haben wir keine Götzenbilder mehr
Oder doch:?
Es gab Denkmale, die sahen aus wie Götzenbilder
Und wer sie missachtete, der wurde bestraft wie ein Gotteslästerer.
Aber das ist vorbei:
Wir sind aufgeklärt. Wir lassen uns nicht mehr von Bildern beherrschen.
Oder doch:?
Man zeigt uns Bilder, und wir glauben, was wir glauben sollen.
Mit Bildern bereitet man Kriege vor
Und es gibt dann auch die nötige Unterstützung für den Waffengang.
Manche Bilder zeigt man uns auch nicht,
um uns nicht zu beunruhigen,
dass wir uns keine Gedanken machen
über den wahren Zustand der Welt
und der Menschen, die es nicht nach oben geschafft haben.
Unsere Götzenbilder
Sind die Bilder auf den Geldscheinen
Für die man sich fast alles kaufen kann.
Unsere Götzenbilder
Sind die Anzeigetafeln der großen Börsen in New York und in Tokyo,
In London und in Singapur.
Wie gebannt starren Politiker und Finanzmagnaten
Auf die steigenden und fallenden Kurven
Hin und hergerissen zwischen Furcht und Hoffnung,
wohl wissend, dass das Steigen und Fallen der Kurse Auswirkungen hat
bis in das letzte Dorf im Inneren Afrikas.
Unser Götzenbild
Ist der Spiegel, der mir sagt, was ich mit meinem Aussehen noch wert bin,
ob ich noch tauge für den Jahrmarkt der Eitelkeiten
ob meine Haut den Ansprüchen an Zartheit noch genügt,
mein Haar noch dien frische Farbe der Jugend zeigt.
Wer sich über die Götzenbilder der Antike erhebt,
der mag sich erst einmal bei sich selber umsehen.
"Woran du dein Herz hängst, und worauf du dich verlässest,
das ist in Wahrheit dein Gott“ – sagt Martin Luther
unübertroffen im Großen Katechismus.
Wo hängt mein Herz?
Worauf verlasse ich mich?
Was ist mein einziger Trost im Leben und im Sterben?
Das ist die Frage.
Sie bleibt von dem Propheten her über die Zeiten hinweg aktuell.
Und niemand anderer kann sie beantworten als ich selbst.
Amen
Domprediger Pfr. Martin Filitz, Halle

