Aus dem Bereich Wissen

Calvins Ethik: Für Gott ist es unmöglich, nicht barmherzig zu sein
Von Eberhard Busch
Miteinander statt Konkurrenzdenken, soziale statt individualistische Humanität, die Fremden als Geschwister zu erkennen, fordert Calvin.




Glaubensflüchtlinge in Deutschland

Andreas Flick schreibt in der Evangelischen Zeitung vom 17. März 2011 über die Hugenotten

Aktueller Anlass: „Auch die Hugenotten gehören nicht zu Deutschland“, betone Ercan Karakoyun kürzlich in einem Beitrag für die Deutsch Türkischen Nachrichten.
- Der Artikel ist online zu lesen auf www.dieevangelische.de

direkt zum Artikel von Andreas Flick, Celle >>>


bs, 24. März 2011
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Die Geschichte der Hugenotten
Französisch-reformierte Glaubensflüchtlinge in Deutschland

Rund 170.000 reformierte Christen flohen im 17./18. Jahrhundert aus Frankreich, rund 40.000 von ihnen kamen nach Deutschland. Um 1700 war jeder fünfte Berliner ein Hugenotte.

Hugenotten
Französisch-reformierte Glaubensflüchtlinge

Die vom Reformator Johannes Calvin geprägten Protestanten in Frankreich wurden – zunächst abwertend – Hugenotten genannt. Die Zeit zwischen der ersten Generalsynode reformierter Gemeinden in Paris 1559 bis zur staatlichen Duldung der Hugenotten 1787 war gezeichnet von Religionskriegen. Im 17./18. Jahrhundert flohen 0,9% Prozent der Einwohner Frankreichs, weil sie ihren reformierten Glauben nicht aufgeben wollten. Rund ein Viertel der Flüchtlinge fand in Deutschland eine neue Bleibe. Hier wurden die Reformierten als wirtschaftliche Kraft und auf Grund ihrer Glaubenstreue geschätzt sowie als „Nahrungsstörer“ und „Franzosen“ geächtet. Heute finden sich französisch-reformierte Gemeinden über ganz Deutschland verteilt, von Emden bis Erlangen, Offenbach bis Potsdam.