Taufe: Bundeszeichen Gottes

Taufe im Mittelpunkt des Kirchenältestentages

Landessuperintenden Dr. Martin Dutzmann, Pfarrer Christian Binder und Landespfarrer Horst-Dieter Mellies (von links) mit Materialien zum Jahr der Taufe für die Gemeindearbeit.

Kreis Lippe/Detmold. „Dass die Menschen die Taufe neu als Bundeszeichen Gottes entdecken, ist das Ziel im Jahr der Taufe“. Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann unterstrich in seiner Andacht zum Auftakt des Kirchenältestentages der Lippischen Landeskirche die Bedeutung der Taufe als Zeichen dafür, „dass Jesus den Tod besiegt hat.“ Kirchenälteste aus ganz Lippe waren im Landeskirchenamt zum Thema „Taufen in unseren Gemeinden“ zusammengekommen.

Das Referat für Bildungsarbeit unter der Leitung von Landespfarrer Horst-Dieter Mellies lädt die Mitglieder der Kirchenvorstände der 69 reformierten und lutherischen Kirchengemeinden in Lippe in jedem Frühjahr zu einem gemeinsamen Tag ein. Zum Thema Taufe konnte Christian Binder vom Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst (Michaeliskloster in Hildesheim) als Referent gewonnen werden. Er brachte kreative Ideen rund um Taufe und Tauferinnerung mit. Denn, so Binder, „wir haben das Wasser der Taufe nicht mehr vor Augen, wir spüren es nicht mehr auf unserer Haut, das Zeichen, das lebenslang für uns gültig bleibt. Doch wir leben von diesem Wasser, jeden Tag wieder neu“.

Der Referent und die Teilnehmer tauschten ihre Erfahrungen aus und stellten fest, dass man heute wieder sorgsamer mit der Taufe umgeht. Christian Binder: „Über viele Jahre hinweg wurde das Thema nicht so wichtig genommen. Zum Beispiel gab es Jahre, da wurde auf der Taufbescheinigung zwar das Datum und der Name des Pfarrers, aber nicht der Taufspruch vermerkt.“ Binder gab den Kirchenältesten Ideen und Vorschläge an die Hand, wie sie die Taufe im Gottesdienst und in der Gemeindearbeit einbringen können. Zum Beispiel über das Symbol Wasser. Möglich sei, als  Tauferinnerung die Gemeinde mit Wasser zu besprengen, sinnlich erfahrbare Stationen zu gestalten oder auch Glastropfen den Gottesdienstbesuchern „wie einen Tauftropfen“ mit nach Hause zu geben. Konfirmanden könnten eine Umfrage in der Fußgängerzone machen oder Werbeplakate und Postkarten gestalten. Christian Binder: „Ich kenne auch eine Gemeinde, die hat einen Taufbrunnen in der Kirche mit immer fließendem Wasser.“  Zum Symbol des Namens sei es denkbar, anlässlich einer Taufe Luftballons mit Namen aufsteigen oder auf einem Poster alle Gäste mit ihrem Namen unterschreiben zu lassen. Man könne sogar in einer besonderen Aktion die Namen aller vorlesen, die in einer bestimmten Kirche getauft wurden. Weitere Symbole, die das Thema verdeutlichen können, seien zum Beispiel die Segenshand, das Licht und das Kreuz. Die Bilder und Symbole, die Christian Binder den Kirchenältesten nahe brachte, stammen aus der Kindergottesdienstarbeit der Ev. Kirche von Westfalen.
Die Materialsammlung „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ und eine Taufbox sind erhältlich beim Luther-Verlag in Bielefeld,
www.luther-verlag.de.


Lippische Landeskirche, Öffentlichkeitsarbeit, 30. März 2011
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