Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Heimat für Fremde?
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.


EKiR-Kalender 2012: Kirche im Grünen
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.


Nacht der offenen Kirchen
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.


Frühjahrssynode der Evangelisch-reformierten Kirche
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden


''Elternstart NRW'' in Detmold
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein

Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.


Nacht der offenen Kirchen von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.


Nachts in die Kirche
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.


Ökumenischer Pfingstottesdienst mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Detmold
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.


Gründungsfest der Nordkirche
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.


Credoweg und mehr - Evangelische Kirche auf dem NRW-Tag
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.


Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund


Den Krieg abschaffen. Annäherung an ein unerhörtes Thema
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle


Über uns – Ein Himmel für den Hessentag
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.


Sommerorgelkonzerte 2012 in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig


Auszeit für die Seele - Pilgerwochenende
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.


''Was für Kinder'' mit Samuel Koch und Annette Kurschus
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.


Was darf unser Essen kosten?
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen

Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012


Quo vadis Bundeswehr? Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.


Reformierte Konferenz in Wilsum: ''Dein Reich komme''
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".


RunderTisch zu den Themen Heimat - alt werden - Jugend
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.


BRÜCKENSCHLÄGE - Daniel Ernst Jablonski im Europa der Frühaufklärung
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr


Hoerstgener Opening 2012
23. Juni 2012, 17 Uhr


Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.


Predigen im Angesicht des Judentums
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext


Landesposaunenfest mit German Brass
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.


EUROPÄISCHE BIBELDIALOGE. Begegnungstagungen
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.


Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.




Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.


Mission impossible - Kirche, Mission, Pluralität der Religionen nach Karl Barth
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578


Reformierte Sommeruniversität: Der Heidelberger Katechismus - Herausforderung für Glaube, Kirche und Theologie
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?


Tag der Schöpfung - Schöpfungstag 2012 - ''Jetzt wächst Neues'' (Jesaja 43,19)
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.


Conference 'Music and Theology in the European Reformations'
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.


''Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.''
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.


Kinderkompositionswettbewerb Leipzig 2012
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.


Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf


''Mutig für Menschenwürde'' - Ökumenische Friedensdekade 2012
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de


Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.


450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.




Gute Hirten und die kirchliche Führungskrise

''Schaftum aller Hirten'' - ''Hirtentum aller Schafe''

Eine Predigt zu Hesekiel 34 von Ilka Werner, Neuss

„Und des Herrn Wort geschah zu mir:
Du Menschenkind, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott der Herr: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?
So spricht Gott der Herr: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Herde von ihren Händen fordern; ich will ein Ende damit machen, dass sie Hirten sind, und sie sollen sich nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Rachen, dass sie sie nicht mehr fressen sollen.
Denn so spricht Gott der Herr: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.
Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war.
Ich will sie aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern sammeln und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Plätzen des Landes.
Ich will sie auf die beste Weide führen, und auf den hohen Bergen in Israel sollen ihre Auen sein; da werden sie auf guten Auen lagern und fette Weide haben auf den Bergen Israels.

Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der Herr.
Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist; (...)
Ja, ihr sollt meine Herde sein, die Herde meiner Weide, und ich will euer Gott sein, spricht Gott der Herr.“
Hesekiel 34, 1-2.10-16.31

Liebe Gemeinde,

wir kennen das Bild vom guten Hirten.
Was ein guter Hirte tut, ist schnell auf den Punkt gebracht: Er isst keine Lammkoteletts.
Er schlachtet nicht seine Schafe für seine Bedürfnisse, sondern lässt sein Leben für sie.
Er lebt nicht von seiner Herde, sondern verzehrt sich für sie.

Das ist der gute Hirte.

In unserem Text geht es um die schlechten Hirten, die, die nicht tun, was der gute Hirte tut, die, die Schafe fressen und sich selbst weiden. Dem Propheten Hesekiel wird die Erkenntnis offenbart: Die Hirten des Volkes Israel sind schlechte Hirten. Wenn diese Erkenntnis offenbart werden muss, liegt sie wohl nicht offen zu Tage. Aber wer genauer hinguckt, wer hinguckt mit der Vorstellung vom guten Hirten im Kopf und im Herzen, erkennt: Israels Hirten sind schlecht. Sie leben von Lammbraten und kümmern sich nicht: „Das Schwache stärkt ihr nicht, und das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrte holt ihr nicht zurück, und das Verlorene sucht ihr nicht; das Starke aber tretet ihr nieder mit Gewalt.“

Wer genauer hinguckt, stellt fest: Das Volk Israel hat eine Führungskrise.

Genauer gesagt: eine geistliche Führungs-krise. Denn wenn Hesekiel von Hirten spricht, gibt er ja nicht ein paar wichtige Tipps für einen verbreiteten Berufsstand, sondern hält der politischen wie religiösen Führungsschicht den Spiegel vor. Oder eben das Bild des guten Hirten, der Gott selbst ist. Und im Vergleich zu diesem Bild kommt die Führungsschicht schlecht weg: sie kümmert sich um sich selbst, und nicht um die Herde, die Leute, die ihnen anvertraut sind.

Wir könnten jetzt in die Geschichte eintauchen und überlegen, wie die Verhältnisse waren zur Zeit Hesekiels, wen er so meint und was die alles so angestellt haben und wie sie aus der Misere herausgekommen sind, das wäre sicher interessant.

Ich habe aber viel mehr Lust dazu, mit Ihnen zusammen als Gemeinde von heute in den Spiegel zu gucken, und auf das Bild vom guten Hirten.
Denn in gewisser Weise hat die Kirche heute wie das Volk Israel damals eine Führungskrise. Klar, damals war alles ganz an-ders und wir sind nicht Israel und können diese Texte nicht über mal rund zweieinhalbtausend Jahre hinweg einfach auf uns beziehen. Aber – wenn uns der historische Abstand bewusst bleibt, warum eigentlich nicht?

Probieren wir es mal, gucken wir in den Spiegel und auf das Bild des guten Hirten, als Gleichnis, als Anspruch, als Zuspruch.

Drei Blicke, drei Perspektiven also:

Blick 1: Die Bibel benutzt das Hirtenbild gern als Bild, als Gleichnis fürsorglicher Leitung. Hier bei Hesekiel haben wir es als prophetische Kritik, im Neuen Testament kommt es im Gleichnis vom verlorenen Schaf vor, Jesus benutzt es noch öfter, auch, wenn er Petrus beauftragt: „Weide meine Lämmer“. Klar ist: der eine gute Hirte ist Gott bzw. Jesus. Menschen, auserwählte Menschen sollen für und mit ihm und in seinen Namen Hirten sein, für die Herde da sein.

Menschen haben das gemocht, diesen Hirtenauftrag, und die kirchlichen Amtsträger und Amtsträgerinnen lassen sich gern Pastor und Pastorin nennen, was ja nichts an-deres heißt als Hirte. Es ist ja auch ein wunderbarer Titel. Leider ist das Bild vom Pfarramt als Hirtenamt ein bisschen verkitscht und gleichzeitig angestaubt. Da stellen wir uns vor, wie ein freundlicher Mensch mit ebenso freundlichen Worten die Zweifel der anderen beruhigt. Wie der Pfarrherr seine Pfarrkinder durchs Leben leitet. Oder wir wissen nicht mehr so recht, was wir uns vorstellen sollen. Das Bild ist unscharf geworden: Wer wäre eigentlich Hirte? Nur die Pfarrer und Pfarrerinnen? Presbyterinnen? Mitarbeiter? Verlangt das Hirtenbild eine Pastorenkirche? Wir wissen nicht mehr so recht, was wir uns vorstellen sollen.

Hirtenarbeit ist damals wie heute harte Arbeit. Verlorene Schafe warten nicht geduldig auf grünen Auen, bis sie gefunden werden. Verlorene Schafe springen über Stock und Stein, durchs Unterholz und durch Dornengestrüpp, und brüllen dann unentwegt nach dem Hirten. Sie machen Krach und Dreck, und wenn man sie findet, verweigern sie störrisch jeden Schritt. Es ist auch nicht mehr bloß eins von hundert Schafen verloren, irgendwie ist fast die halbe Herde stiften gegangen, und die Hir-ten, na ja, auch von denen gibt es insgesamt weniger als früher, die kommen kaum nach, die verbliebenen Schafe zu hüten, geschweige denn dass sie Zeit haben, in den Bergen herumzustrolchen, um die Abtrünnigen wieder zu finden. Selbst ein wirklich redlicher Hirte und eine wirklich tüchtige Hirtin entspricht kaum dem Bild vom guten Hirten.

Allerdings auch nicht Hesekiels Spiegelbild des schlechten Hirten, der sich auf Kosten der Herde rund futtert und reich wird. Das nun nicht. Korruption ist nicht das Problem. Unsere Führungskrise funktioniert anders: zu wenig mutige Hirten und Hirtinnen, zu viele streunende und bockige Schafe, zu unklare Vorstellungen vom Bild eines guten Hirten.

Da können wir vielleicht einen Schritt weiter kommen:

Blick 2: Das Bild des guten Hirten als Anspruch.

Erinnern sie sich an das Gleichnis vom verlorenen Schaf? Da lässt der Hirte 99 Schafe allein in der Wüste, um das eine zu suchen, und als er mit dem einen wiederkommt, sind die anderen noch da. Wir wissen nicht, ob sie Abenteuer zu bestehen hatten mit Wölfen oder mit Jägern, die ihnen auflauerten, aber die Herde war gut genug organisiert, zusammenzubleiben, auch ohne den Hirten.

Das sind, mit Verlaub, unsere Gemeinden oft nicht. Oder sie tun so, als wären sie es nicht. Oder ihre Hirten – ich und andere - haben sie immer so gehütet, dass sie es nicht allein schaffen. Wie dem auch sei: Heutige Hirten und Hirtinnen neigen dazu, sich unverzichtbar zu machen. Ohne sie soll die Herde zerbrechen. Durch diese Gewissheit fühlen sie sich erfolgreich. Der Anspruch aber an gute Hirten und Hirtinnen ist höher: sie sollen für die Herde wirken, und nicht für sich. D.h., sie sollen so leiten, dass die Herde auch funktioniert, wenn sie einmal weggehen. Das erfordert eine große innere Stärke und Freiheit, die man nicht so ohne weiteres fordern kann, die aber für einen guten Hirten nötig ist.

Es gibt aber noch einen Grund, warum die heutigen Gemeinden wohl nicht so ohne weiteres in der Wüste warten würden, wenn der Hirte mal weg geht. Dieser Grund stellt ein noch größeres Problem dar: kaum jemand will mehr Schaf sein. Will sagen: kaum sind die Hirten weg, wollen die meisten Schafe selber Hirte sein. Und suchen sich ein paar dumme Lämmer und auf geht’s – vermeintlich - Richtung Oase. Ein paar alte Böcke rangeln mit ihresgleichen darum, wer wohl der Stärkste ist, und merken nicht, dass sie gefährlich nah an den Abgrund geraten. Usw., Sie können sich den Rest selber vorstellen. Also: auch, ob eine Herde sich führen lässt, zeigt sich, wenn der Hirte den Rücken zeigt. Und sich führen lassen, und ein Teil der Herde bleiben, erfordert eine große innere Unabhängigkeit und Demut, die man nicht so ohne weiteres fordern kann, die aber für ein gutes Schaf nötig ist.

Sie merken, was wir brauchen als Kirche heute: dienende Leitung und die Bereitschaft sich leiten zu lassen. Klare Hirten- und Schafrollen. Sie merken auch, dass das Bild vom Pastor als Hirten und der Gemeinde als Schafen nicht reicht, mindestens Mitarbeitende und Presbyterinnen sind ja auch Hirten, oder Schäferhunde... Aber das will ich nicht auf die Spitze treiben, jedes Bild bricht irgendwann einmal zusammen.

Der Anspruch ist klar: Wenn die Hirten selbstlos leiten und die Herde sich führen lässt, dann gelingt es, das „kümmern“: das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten.

Aber wie können wir, als Hirten oder als Schafe, diesem Anspruch gewachsen sein?

Indem wir – 3. Blick – sorgsam auf den Zuspruch hören:

Gott selbst ist der gute Hirte. Gott selbst ist der gute Hirte, und er ist es so, dienend, kümmernd, dass er sich, wenn es sein muss, für seine Herde zum Schaf, zum Opferlamm machen lässt. Gott ist so der gute Hirte, dass er sich nicht scheut, Schaf zu sein. Das Bild bricht hier zusammen, das muss auch so sein, denn hätten Gleichnisse nicht ihre Grenze, würde man sie nicht mehr als Gleichnis erkennen und mit der Realität verwechseln und sich – am Ende - Gott allen Ernstes mit Hirtenstab und Bocksfüßen vorstellen. Und er würde uns vor lauter Gleichnisbegeisterung zum Teufel.

Also: das Hirtenbild bricht zusammen, wenn der Hirte sich zum Schaf machen lässt.

Aber aus dem zusammengebrochenen Bild lassen sich zwei Schlüsse ziehen:

Der eine, die Ostergeschichte: Wenn sich Gott in Jesus zum Opferlamm machen lässt und wenn sich Gott am Ostersonntag als Herr über den Tod erweist, dann erleben wir: der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe. Das ist nicht nur so dahin gesagt. Das ist geschehen und nicht zu vergessen: Wir sind wirklich behütet – auch durch Tod und Todesgefahr hindurch. Wir Menschen, die die Herde Gottes sind, Juden und Christen und wer sich sonst von Gott angesprochen weiß, wir sind behütet, wir sind keine unbehütete Herde, Hirten- und Führungs- und Kirchenkrise hin oder her. Das bleibt: Gott ist der gute Hirte, hat sich längst und immer wieder erwiesen als der, der für und nicht von der Herde lebt, und sich für sie auch zum Schaf machen lässt. Solch ein Hirte wird er auch bleiben.

Und der andere Schluss, den wir ziehen können, im Blick auf die Kirche und ihre Führungskrise: Wenn Gott der gute Hirte ist und sich nicht zu schade ist, sich zum Schaf machen zu lassen, zerbricht auch das Pfarrer-Hirtenbild: Schaf sein und Hirte sein gerät ein bisschen durcheinander, Schaf sein und Hirte sein ist nicht mehr Berufs- oder Charakterbeschreibung, sondern Beschreibung von Beziehungen: Gegenüber Gott, dem guten Hirten, sind wir alle und sollen wir alle stolz und dankbar Schaf sein, uns führen und leiten, heilen und behüten lassen, ohne Unterschiede. Und so geleitet und behütet, sollen wir dann den anderen in der Herde gegenüber bereit sein zum Hirtenamt, zum führen und leiten, heilen und behüten. D.h. Pfarrer sind nicht Berufshirten, weil die anderen es nicht könnten, sondern aus pragmatischen Gründen, weil das Behüten verlässlich organisiert werden muss. Und den anderen gegenüber sollen wir auch alle, Pfarrer oder Presbyterin oder Gemeindeglied, bereit sein, Schaf zu sein, und uns ohne blödes Blöken führen und behüten zu lassen.

Eigentlich muss man von „Hirtentum“ aller Schafe und vom „Schaftum“ aller Hirten sprechen. Die Rollen können wechseln. Aber wenn wir sie haben, sollen wir sie ganz ausfüllen, und nicht immer in beiden und somit meist in der falschen stecken. Das können wir üben.

Und dann gilt der Auftrag an die Hirten uns allen: Das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten.

Und auch der entlastende Zuspruch gilt uns allen: Ja, ihr sollt meine Herde sein, die Herde meiner Weide, und ich will euer Gott sein, spricht Gott der Herr.

Wir sind eine gut behütete Herde. Um einander gut zu hüten und geistlich zu leiten, müssen wir unterscheiden lernen, wann wir Schaf, wann wir Hirte sind. Und das lernen wir im aufeinander hören und im Hören auf Gottes Geist, im Gebet. Amen.

Predigt, gehalten am 8. Mai 2011


Dr. Ilka Werner, Berufsschulpfarrerin, Neuss
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