Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Heimat für Fremde?
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.


EKiR-Kalender 2012: Kirche im Grünen
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.


Nacht der offenen Kirchen
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.


Frühjahrssynode der Evangelisch-reformierten Kirche
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden


''Elternstart NRW'' in Detmold
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein

Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.


Nacht der offenen Kirchen von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.


Nachts in die Kirche
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.


Ökumenischer Pfingstottesdienst mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Detmold
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.


Gründungsfest der Nordkirche
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.


Credoweg und mehr - Evangelische Kirche auf dem NRW-Tag
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.


Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund


Den Krieg abschaffen. Annäherung an ein unerhörtes Thema
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle


Über uns – Ein Himmel für den Hessentag
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.


Sommerorgelkonzerte 2012 in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig


Auszeit für die Seele - Pilgerwochenende
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.


''Was für Kinder'' mit Samuel Koch und Annette Kurschus
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.


Was darf unser Essen kosten?
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen

Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012


Quo vadis Bundeswehr? Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.


Reformierte Konferenz in Wilsum: ''Dein Reich komme''
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".


RunderTisch zu den Themen Heimat - alt werden - Jugend
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.


BRÜCKENSCHLÄGE - Daniel Ernst Jablonski im Europa der Frühaufklärung
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr


Hoerstgener Opening 2012
23. Juni 2012, 17 Uhr


Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.


Predigen im Angesicht des Judentums
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext


Landesposaunenfest mit German Brass
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.


EUROPÄISCHE BIBELDIALOGE. Begegnungstagungen
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.


Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.




Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.


Mission impossible - Kirche, Mission, Pluralität der Religionen nach Karl Barth
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578


Reformierte Sommeruniversität: Der Heidelberger Katechismus - Herausforderung für Glaube, Kirche und Theologie
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?


Tag der Schöpfung - Schöpfungstag 2012 - ''Jetzt wächst Neues'' (Jesaja 43,19)
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.


Conference 'Music and Theology in the European Reformations'
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.


''Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.''
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.


Kinderkompositionswettbewerb Leipzig 2012
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.


Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf


''Mutig für Menschenwürde'' - Ökumenische Friedensdekade 2012
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de


Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.


450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.




„Mein Gott, warum?“ (Mk 15,34)

Die Theodizeefrage - nach der Katastrophe in Japan und nach ... Ostern

Andacht in der ESG Siegen (Hermann-Reuter-Haus) am 3.5.2011 von Pfr. z.A. PD Dr. Marco Hofheinz

Liebe Studierende,

„Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt bleibt dumm! Tausend schöne Sachen, die gibt es überall zu sehen. Manchmal muss man fragen, um sie zu versteh´n.“ Mit diesem Titelsong aus der Sesamstraße sind inzwischen Generationen von Vorschulkindern groß geworden; ich vermute auch wir, die wir heute Abend zusammensitzen. Fragen sollen wir stellen – so wurde es uns damals schon beigebracht; nicht nur fragen, wenn wir etwas haben möchten, sondern fragen, wenn wir etwas nicht verstehen. Das Fragen ist die rechte Weise des Umgangs mit Unverständlichem, mit Dingen, die uns beschäftigten, auf die wir uns aber keinen Reim machen können. Und so lernen wir es immer noch – bis heute: Eine Kultur des Fragens zu entwickeln und das Entwickeln von Fragen zu kultivieren – um nichts anderes geht es auch in der Schule, in der Ausbildung, an der Universität.

Freilich gibt es Fragen, auf die wir keine Antwort finden; Fragen, die uns im Halse stecken bleiben; Fragen, die uns quälen und zermürben; Fragen, die wir nicht mit kaltem Herzen und scharfem Verstand stellen können, sondern die uns viel, viel näher gehen, als wir uns dies wünschen. Es gibt eben nicht nur tausend schöne Sachen überall zu sehen, sondern auch ganz und gar unschöne Sachen; Sachen, die wir leider auch zu sehen bekommen, wenngleich wir sie gar nicht sehen möchten. Reicht es, auch im Blick auf diese Dinge zu fragen, um sie zu verstehen?

Viele Menschen – auch Christinnen und Christen – fragen in diesen Tagen nach dem „Wieso? Weshalb? Warum?“ besonders im Blick auf Japan. Wieso hat Gott diese Katastrophe zugelassen? Weshalb musste der Tsunami so furchtbar wüten, zehntausende von Menschen umbringen und das Land an den Rand des nuklearen Supergaus bringen? Warum das Ganze, wenn doch über’m Sternenzelt ein lieber Vater wohnt[1]?

Gott und das unschuldige Leid – dies sind zwei Karten, die kein Pärchen ergeben, die in unserem Memory der Welt- und Gottesanschauung nicht zusammenpassen: „Warum hat Gott Übel zugelassen? Entweder will er sie nicht verhindern, dann ist er nicht heilig, gerecht und gut; oder er kann nicht, dann ist er nicht allmächtig; oder er kann nicht und will nicht, dann ist er schwach und missgünstig zugleich; oder er kann und will es, - wieso gibt es dann Übel?“ So oder so, egal wie herum man es dreht, Gott ist disqualifiziert. Man nennt diese Frage die seit Leibniz[2] Theodizee-Frage[3], die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes. Diese Frage erscheint als Trumpf in der Hand des Atheismus, als sein „Fels“[4], sein gründendes Fundament. Der Franzose Albert Camus hat einmal gesagt: „Solange in dieser Welt noch Kinder sterben, weigere ich mich an einen Gott zu glauben.“ Die Theodizee-Frage treibt seit jeher die Menschheit um und entsprechend vielfältig sind die Versuche, eine Antwort zu finden; nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch im Alltäglichen, also dort, wo wir mit dieser Frage umgehen müssen.[5]

Die einen fragen: Womit habe ich das verdient? Was habe ich mir denn zuschulden kommen lassen? Dahinter steckt eine juristische Logik: Jedem Leid muss persönliches Vergehen vorausgegangen sein. Gott schickt das Leid als verdiente Strafe. Aber öffnet sich die Tür zur Theodizee, zur Gottesgerechtigkeit wirklich mit diesem Schlüssel? Jesus jedenfalls weist die Frage, ob der Blindgeborene bereits im Mutterleib als Embryo oder aber seine Eltern gesündigt hätten, scharf zurück. Gott ist nicht der Oberingenieur dieses Schuld-Strafe-Mechanismus.

Andere wiederum raten: Frag nicht warum, frag wozu! Alles Leid hat erzieherische Absicht. Dahinter steckt die Logik des Pädagogen. Wir hatten in der Gemeinde eine fromme Frau, die seit einem Unfall in jungen Jahren stark gehbehindert war. Und immer, wenn sie auf ihre Behinderung angesprochen wurde, sagte sie: „Damals als Jugendliche war der Unfall furchtbar schlimm für mich, aber heute bin ich regelrecht dankbar dafür: Ohne dies – und sie deutete auf ihr Bein – wäre ich meinem Gott über Hecken und Zäune davongesprungen.“ Der Frau hat diese Antwort im Blick auf ihr persönliches Leben geholfen. Doch wer wollte es wagen, das Verhungern von Millionen zu erklären, das Sterben von Tausenden von Tsunami-Opfern pädagogisch aufzuschlüsseln. Erziehung geglückt, Mensch tot – wäre dann oftmals das Ergebnis.

Ein anderer verlockender Lösungsversuch macht den Teufel als Schuldigen aus: Für Sonnenschein im Urlaub ist der liebe Gott zuständig, für Zahnschmerzen und Leibeskummer der Satan. Bei reicher Ernte sitzt Gott selbst auf dem Wagen; bei Misswuchs und Seuche riecht man Höllenschwefel. Wieder will sich die Tür nicht öffnen; auch mit diesem Schlüssel nicht. Denn die Bibel kennt diese heidnische Zweiteilung in einen Licht- und einen Finsternis-Gott nicht.  

Halten wir fest, dass sich die Theodizeefrage nicht lösen lässt wie ein mathematisches Rätsel. Gleichwohl stellen wir die Warum-Frage und müssen, ob wir wollen oder nicht, mit ihr umgehen. Wenn wir in der Bibel Orientierung suchen und fragen, wie diese Frage dort vorkommt, so fällt uns nicht nur die Geschichte von Hiob ein, sondern auch das Jesus-Wort am Kreuz. In dem Text Mk 15,34  heißt es: „Und zu der neunten Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Am Kreuz hängend, schreit Jesus die Warum-Frage heraus. Das ist kein nüchtern-distanziertes, kein kühles-intellektuelles Fragen, das ist ein Schrei. Im Griechischen steht wörtlich: er ruft laut mit großer, mit gewaltiger Stimme – phone megále. Zeitgemäß übersetzt: Er brüllt wie in ein Megaphon.

Ich weiß nicht, ob es Ihnen mit dieser Warum-Frage Jesu auch so geht wie mir? Ich habe zugegebenermaßen ein Problem mit ihr. Zu oft ist sie mir – insbesondere an Karfreitag – als Jesu Antwort auf die Theodizeefrage präsentiert worden. Nach dem Motto: Egal, wie groß das Leid auf Erden auch ist, Gott hat im Kreuzesleiden Jesu, in seinem Schrei teilgenommen an dem Leid und Elend der menschlichen Existenz. Gott leidet mit. Er hat sich in dem gekreuzigten Schmerzensmann all das zu Herzen genommen, was Dich verzweifeln lässt. Leid und Tod sind seit Karfreitag „in Gott“. Niemand ist mit seinem Leid allein.

Aber ist dies wirklich die Antwort auf die Theodizeefrage? Schön, dass da jemand mit uns leidet, so mögen wir sagen. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Und es ist auch gut, wenn wir uns selbst in diesem Psalmwort aus Psalm 22, das Jesus schreiend zitiert, entdecken können: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Aber wie kommt es zur Überwindung der Gottesverlassenheit, die dort infrage gestellt wird? Doch wohl kaum dadurch, dass das Leiden und der Tod nicht nur in uns, sondern auch in Gott sind. So wird doch die Gottesverlassenheit eher verewigt, als wirklich abgeschafft und überwunden.

Das Problem, das wir mit der Warum-Frage Jesu bekommen, taucht immer dann auf, wenn ausgeblendet wird, dass der Sohn Gottes nicht nur wie wir und mit uns leidet, sondern für uns eintritt. Hat er aber für uns gelitten, dann bekommt sein Leiden einen Sinn. Wohlgemerkt nicht unser Leiden und das der Welt, aber doch sein Leiden; einen Sinn, der an Ostern enthüllt wird. Der Sinn besteht in seinem stellvertretend für uns eintretenden Sieg über den Tod und das Böse, das uns quält und bedrängt.[6]

Ostern zeigt uns: Gott leidet nicht nur mit. Er verewigt nicht das Böse und sieht auch nicht zu, wie wir Menschen vor die Hunde gehen. Nein, Gott wird aktiv in seinem Kommen in Jesus Christus, indem er das Böse besiegt und die Welt erlöst. Das Böse, das in der Welt ist und immer wieder neu und unerwartet wie ein Tsunami in unser Leben hereinbricht. Es wird von Gott vernichtet. Ja, es ist besiegt, so bezeugt die Auferstehung. Und von da her kommen wir Christinnen und Christen – als „Osterleute“, als „Easter People“. Diese Bezeichnung, die ich einst in Amerika gehört habe, ist – wie ich finde – eine der schönsten Bezeichnungen für uns Christenmenschen.

Von der Auferstehung sind Ostermenschen in ihrer Existenz bestimmt und können so gegen das Böse in der Welt eintreten. Gewiß können nicht wir, sondern kann nur Gott selbst das Böse aus der Welt schaffen. Aber wir dürfen dem Bösen widerstehen und widersprechen und müssen uns nicht lähmen lassen. Dies umso mehr, als dass wir bei der Warum-Frage eines nicht vergessen dürfen: Es handelt sich bei dieser Frage ja nicht nur um unsere Anklage gegen Gott, sondern auch die Anklage Gottes gegen uns Menschen. Beim Leid geht es nämlich meistens, nicht immer, aber doch meistens um das Leid, das Menschen Menschen antun.[7] Gott hat schließlich nicht die Atomkraftwerke in Japan gebaut.

Nun werden einige sicherlich sagen: Nun ja, Sieg Gottes an Ostern über das Böse – das klingt gut und schön, zu schön, um wahr zu sein. Denn, wo kann ich das denn sehen? Es gibt doch nach wie vor unendlich viele Grausamkeiten in der Welt, schlimme Naturkatastrophen und viel zu viel namenloses Leid. Ja, in der Tat. So fragt und bekennt auch der Glaube. Das Böse ist zwar bereits besiegt und die Welt schon versöhnt, aber noch nicht erlöst und das Böse auch als besiegtes Böses in seiner gebrochenen Macht weiterhin unheimlich aktiv. Und das heißt: Unsere Welt ist noch nicht vollständig neu geworden. Wir gehen erst auf die Erlösung zu, ihr entgegen. „Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen“ (2Kor 5,7), sagt Paulus. Dass „Gott selbst abwischen wird alle Tränen von ihren Augen, und der Tod nicht mehr sein wird, noch Geschrei noch Schmerz“ (Off 21,4), wie es ganz am Schluß der Bibel heißt – das steht noch bevor. Darauf warten wir und hoffen wir.

Aber noch leben wir in einer Welt, in der wir die Warum-Frage stellen müssen, in der uns diese Frage schmerzlich aufgenötigt wird und sie uns nicht erspart bleibt. Doch die Verheißung Jesu an seine Jünger gilt: „An dem Tag [unseres Wiedersehens] werdet ihr mich nichts mehr fragen“ (Joh 16,23). Solange aber diese Verheißung noch aussteht, dürfen und können wird die Warum-Frage stellen – auch und gerade mit brennendem, tief verwundetem Herzen und verwirrtem Kopf. Es ist uns keineswegs verboten, sondern wir dürfen entfesselt klagen. Wir dürfen die Warum-Frage herausschreien, so wie Jesus sie Gott, dem Vater, entgegen geschrieen hat: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“[8]

Für mich war es sehr bewegend, als ich ein Fürbittengebet der Evangelischen Gemeinde in Tokyo las, das kurz nach der Katastrophe verfasst wurde. Dort heißt es: „Wir haben uns bisher darauf verlassen, dass du [, Gott,] letztgültig die Geschicke deiner Welt und deiner Menschen lenkst. Gilt das auch weiterhin?“[9] Gott selbst und niemand anderes sonst ist hier der Adressat der verunsicherten Rückfrage. Er wird gefragt. Die Tokyoer Gemeinde weiß, dass sie mit ihren aufs Ganze gehenden Fragen nirgendwo anders hin gehen und flüchten kann, als zum lebendigen Gott selbst, an dem sie irre geworden ist und an dem sie zweifelt: „Herr, wohin sonst sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens“ (Joh 6,68). Im Gebet der Tokyoer Gemeinde heißt es: „Mit unseren Zweifeln und Ängsten kommen wir zu dir. Du, Gott, bist die einige Instanz, die höher ist als unsere menschliche Vernunft und unser Vermögen. An dir halten wir fest, an dir klammern wir uns fest. Verlass uns nicht.“

Als Christenmenschen kommen wir ins Fragen: „Wieso? Weshalb, Warum?“ Wir schlucken nicht einfach alles herunter. Täten wir dies, wären wir nicht besonders fromm, sondern allenfalls besonders dumm. „Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm“. Wir stellen Fragen – auch und gerade als „Osterleute“, als „Easter people“. Wir stellen Fragen wie die Warum-Frage, weil wir wirkliche Fragen haben, viel mehr Fragen als Antworten – gar fertige Antworten. Und so ist und bleibt auch und gerade die Theodizeefrage eine offene Frage, eine Frage, auf die wir letztlich keine Antwort haben.

Freilich stellen wir diese Frage nach Ostern anders als noch vor Ostern. Wir stellen sie in dem Glauben, dass nicht wir Menschen, sondern Gott allein sich selbst zu rechtfertigen vermag.[10] Ja, wir stellen sie in dem Glauben, dass Gott selbst sich im Geschehen der Versöhnung bereits gerechtfertigt hat und sich im Geschehen der Erlösung rechtfertigen wird. Auf diesem Hintergrund fragt der Glaube – der Glaube, der angesichts tausend schöner und unschöner Sachen nicht anders als fragen kann, um zu verstehen: „Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum?“

Amen.


[1] Vgl. F. Schiller, An die Freude (1785), Strophe 1.

[2] Vgl. G.W. Leibniz, Die Theodizee. Philosophische Schriften, hg. v. H. Herrung, Bd. 2.1, französisch und deutsch, Frankfurt a.M. 1996, bes. 221.239-257; zu Leibniz vgl. einführend: W. Sparn, Leiden – Erfahrung und Denken. Materialien zum Theodizeeproblem, ThB 67, München 1980, 19-41; M. Hailer, Glauben und Wissen. Arbeitsbuch Theologie und Philosophie, Göttingen 2006, 93-111.

[3] Vgl. O. Bayer, Autorität und Kritik. Zu Hermeneutik und Wissenschaftstheorie, Tübingen 1991, 201: „Ob angesichts des Bösen und des Leidens Gottes und die Rede von ihm zu rechtfertigen sei, ist die Frage der Theodizee – des Rechtsstreits um Gott.“

[4] G. Büchner, Dantons Tod, 3. Akt, 1. Aufzug.

[5] Die im Folgenden dargestellten „Lösungsmodelle“ werden in z.T. wörtlicher Anlehnung an S. Kettling,  Du gibst mich nicht dem Tode preis. Persönliche Erfahrung und biblisch-theologische Grundlegung, Gießen 2004, 60f., entfaltet.

[6] Vgl. zu diesem Ansatz E. Busch, Credo. Das Apostolische Glaubensbekenntnis, Göttingen 2003, 203.

[7] Darauf macht zutreffend H. Gollwitzer (Krummes Holz – aufrechter Gang. Zur Frage nach dem Sinn des Lebens, München 1970, 374) aufmerksam.

[8] Vgl. J. Moltmann, Weiter Raum. Eine Lebensgeschichte, Gütersloh 2006, 268: „Der ganze Unverstand entsteht daraus, dass meine Kritiker die Kreuzestheologie als ‚Antwort’ auf ihre Theodizeefrage verstehen. Das habe ich nie behauptet, sondern: Kreuzestheologie ist die Kraft, mit der offenen Wunde der unbeantwortbaren, aber unaufgebbaren Frage nach Gott zu leben: ‚Mein Gott, warum hast du mich verlassen?’“

[9] Vollständiges Gebet unter: http://kreuzkirche-tokyo.blogspot.com (abgerufen: 29.4.2011).

[10] Vgl. E. Busch, „Das Bekenntnis zu Jesus Christus, mit dem die Kirche steht und fällt“. Zum Verständnis der Rechtfertigungslehre Karl Barths, in: Berliner Theologische Zeitschrift 17 (2000),  (28-47) 40.

 


Pfarrer z.A. PD Dr. Marco Hofheinz
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