Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Was nützt uns die Himmelfahrt Christi?
Frage 49 des Heidelberger Katechismus
Der Himmel ist geöffnet und darum sind wir Christinnen und Christen nicht mehr einfach zufrieden mit dem, was auf Erden ist. Eine Predigt von Jochen Denker
Erstens:
Er ist im Himmel vor dem Angesicht
seines Vaters unser Fürsprecher.
Zweitens:
Wir haben durch unseren Bruder Jesus Christus im Himmel die Gewissheit,
dass er als das Haupt uns, seine Glieder, auch zu sich nehmen wird.
Drittens:
Er, sitzend zur Rechten Gottes, sendet seinen Geist zu uns,
der uns die Kraft gibt, zu suchen, was droben ist,
und nicht das, was auf Erden gilt.
Ihr Lieben,
„Was nützt es dir?“ „Was nützt es uns?“
So fragt der Heidelberger Katechismus mehrfach, wenn er das Glaubensbekenntnis erklärt. Was nützt uns die Erkenntnis der Schöpfung und Begleitung Gottes (Fr. 28) Was nützt es dir, dass Jesus vom heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau Maria geboren wurde? (Fr. 36) Was nützt und die Auferste- hung Christi? (Fr. 45) oder eben: Was nützt uns seine Himmelfahrt?
Seht, die großen Fragen des Glaubens werden nicht einfach so behandelt, dass uns gesagt wird: „Das musst du eben glauben.“ „Das erwartet Gott von dir.“ Oder: „Das erwartet die Kirche von dir“. Der Glaube wird uns nicht vorgestellt als eine Art Leistung, die erbracht werden muss und der man mit dem lapidaren Satz nachkommen könnte. „Ok. Das akzeptiere ich. Wird wohl stimmen.“ So wie wir uns einfach über einen Sachzwang in Kenntnis setzen lassen, dem wir uns zu beugen haben, wenn wir weiterkommen wollen.
Nein, im Kern möchte der Katechismus zum Glauben einladen. Und es wirkt auf uns immer einladend, wenn ein anderer uns klar machen kann: „Davon hast du was. Das ist gut für dich.“ Schon lange vor der kommerziellen Werbung, die letztlich genauso arbeitet, hat das die Kirche getan. Sie hat die Menschen daraufhin angesprochen, was für ein Gewinn der Glaube für den Menschen ist. Ein Gewinn an Orientierung, an Hoffnung, an Lebensqualität.
Ich kann nicht verhehlen, dass ich bei diese Form für den Glauben zu werben auch einen Beigeschmack haben kann. Wir neigen alle dazu, das anzunehmen, was uns selber nutzt. Wenn ich einen Gewinn habe, dann bin ich bereit dies und das zu tun. Der Glaube an Christus, das Vertrauen auf Gott, soll aber nach der Botschaft der Bibel nun doch weitaus mehr sein als eine der vielen Formen des Eigennutzes. Aber es wäre nun ebenso falsch zu sagen, der Glaube sei nur für die anderen und eben nicht auch für mich etwas Gutes!
Was nützt uns die Himmelfahrt Christi?
Erstens: er ist im Himmel vor dem Angesicht seines Vaters unser Fürsprecher.
Vor einigen Jahren waren wir mit einem Gebet Jesu als Jahreslosung unterwegs: „Siehe, ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube niemals aufhöre“ (Lukas 22,32). Jesus liegt seinem und unserem Vater in den Ohren mit der Bitte um uns. Wir sind ein Gebetsanliegen Jesu! Er spricht für uns. In doppeltem Sinne. Er spricht für uns, weil unsere Worte oft so schwach sind und unsere Taten noch vielmehr. Er spricht für uns und dolmetscht unser Gestammel und Gestotter. Wenn man merkt, dass man nicht selber für sich sprechen kann, weil einem die Worte fehlen oder die Stimme versagt, wie gut, einen Sprecher zu haben Auch in dem zweiten Sinn: eben einen Fürsprecher. Christus spricht für uns. Wenn wir uns nur für einen Moment vorstellen, wir stehen vor Gottes Richterstuhl und unser Leben wird vom Licht seiner Wahrheit und seiner Liebe durchleuchtet und er fragt uns: „Wo hat mein Wort dein Leben bestimmt? Wo hat mein Gebot dein Verhalten geprägt? Wo hast Du mir mehr vertraut und gehorcht als den Menschen? Wo bist Du für mich eingetreten?“ In Null-Komma-Nichts müssten wir uns selber das Urteil sprechen und Gott das seine vorwegnehmen – und es wäre ein jämmerliches. Nicht nur, dass wir Gott nicht genug glauben und vertrauen – nicht selten glauben und vertrauen wir ihm gar nicht. Nicht nur, dass wir ab und an nicht genug täten, nicht selten tun wir gar nichts und wenn dann auch noch das Falsche.
Wir haben es bitter nötig, dass da jemand unser Fürsprecher ist, vor dem Richter für uns spricht. Mit Jesus können wir Gottes Urteil über uns getrost entgegensehen und brauchen ihm nicht auszuweichen. Er vertritt uns und tritt für uns ein. Schon heute – und auch an dem Tag, an dem mein Leben und das aller Men- schen vor Gott offenbar wird. Das nützt uns die Himmelfahrt Christi.
Zweitens:
Wir haben durch unseren Bruder Jesus Christus im Himmel die Gewissheit, dass er als das Haupt uns, seine Glieder auch zu sich nehmen wird.
Seht, wir Menschen gehören auf die Erde. Das ist unser Ort. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes „Erdlinge“. Im zweiten Schöpfungsbericht kommt das wunderbar zum Ausdruck: Und Gott nahm einen Klumpen Erde und formte daraus den Menschen. „Von der Erde bist du genommen, zur Erde sollst du wieder werden“. Wir sind irdische Wesen. Mit dem Himmel haben wir zunächst nichts gemein. Der Ort, an dem Gottes Wille schon geschieht, der Ort seiner unverhüllten Gegenwart – er ist nicht unser Platz.
Und trotzdem gilt uns die Verheißung, dass wir in unmittelbarer Nähe zu Gott leben sollen, dass es nicht nur hier auf Erden ein flüchtige Stätte gibt, an der wir ein vorübergehendes Zuhause finden, sondern dass im Himmel eine Wohnung bereit ist. Seht, das nützt uns die Himmelfahrt Christi, dass er uns diesen Ort freihält und vorbereitet.
Mit Christus ist ein Mensch, „unser Bruder“, wie es der Heidelberger sagt im Himmel. In der alten Fassung des Heidelberger klang es noch viel handgreiflicher, „dass wir unser Fleisch im Himmel zu einem sicheren Pfand haben“. Mit Jesus ist ein Mensch, einer „von uns“ schon im Himmel. Es gibt einen Weg dorthin. Er ist der Weg! Der Himmel ist nicht verschlossen. Nicht weil wir ihn als Himmelsstürmer eingenommen hätten, sondern weil Gott ihn von innen öffnet. Die Himmelfahrt Christi ist das „sichere Pfand“, dass unser Verkehr mit Gott keine Einbahnstraße ist. Es geht auch von hier nach dort.
Darum ist „Himmelfahrt“ kein abseitiges und lebensfernes Fest, sondern ein wichtiger Grund für unserer Hoffnung als Christinnen und Christen. Was nützte es, wenn Christus nur auf die Erde gekommen wäre, und dann wäre er wie wir alle hier stecken geblieben? Was nützte es, wenn wir ihn als Vorbild hätten, dem nachzueifern zwar unser Ziel wäre, aber eben ein Ziel, das wir nie erreichen?
Dass er mir vorausgegangen ist – nicht irgendwohin, sondern zu Gott, dass er mich nachholen wird, dass meine Zukunft bei ihm im Himmel sein wird, das macht mich froh. Wir sitzen alle fest hier unten. Und wäre Christus auf Erden geblieben, dann wäre auch die Zukunft seiner Geschwister, dann wäre auch unsere Zukunft nirgendwo als hier unten, in dem Bereich unserer Möglichkeiten. Wir wären eingekerkert in den Mauern unserer Schuld und Unzulänglichkeiten in denen der Mensch des Menschen gnadenloser Richter und unberechenbarer Gefängniswärter zugleich wäre. Dass wir nicht hier festsitzen, sondern einen Zugang haben zum Vater, das nützt uns die Himmelfahrt Christi.
Und Drittens:
Er, sitzend zur Rechten Gottes, sendet seinen Geist zu uns, der uns die Kraft gibt, zu suchen was droben ist, und nicht das, was auf Erden ist.
Für das Johannesevangelium ist das wohl der wichtigste „Nutzen“. Jesus geht zum Vater, um von dort den Tröster zu senden, den Heiligen Geist. Ohne diesen Geist, allein gelassen mit dem Menschengeist, den Geistern und Ungeistern unserer Welt, dem Zeitgeist und manchem Kellergeist, wie arm wären wir dran? Wir säßen hoffnungslos fest.
Wir suchen nämlich nicht von uns aus „was droben ist“. Wir suchen, was auf Erden ist. Und wir alle können ein langes Lied davon singen, wie uns das, was auf Erden ist, der Suche weit mehr wert scheint als das, was im Himmel ist. Es gehört schon eine Kraft dazu, davon befreit zu werden. Eine Kraft, die wir uns nicht aus den Rippen schneiden können. Der heilige Geist ist diese Kraft. Ich lese noch mal aus der alten Fassung des Heidelberger, weil ich da noch mehr entdecke als in der neuen: Christus sendet uns „seinen Geist als Gegenpfand“heißt es da. Wunderschön kommt zum Ausdruck, wie hier eine Verbindung hergestellt wird zwischen Himmel und Erde. Christus, das sichere Pfand im Himmel – und der heilige Geist, das bestätigende Gegenpfand auf Erden. Die Verbindung steht, sie soll niemals zerrissen werden. Schon auf Erden schenkt uns der Geist die Gewissheit, dem Himmel zu gehören, verändert unser Leben, richtet es neu aus und lenkt unseren Blick und unsere Sehnsucht „nach dem, was droben ist“, nach dem, was Zukunft hat, weil es Gottes Willen entspricht.
Ihr Lieben, der Himmelfahrtstag, so stiefmütterlich er im Kirchenjahr behandelt wird und so wenig Attraktion er auf die Menschen ausüben mag, weil man bestenfalls Bilder der Ballon- oder Raumfahrt mit ihm assoziiert, er steht für eine sehr wichtige Erinnerung.
Unserer Gesellschaft ist er eher zum „Vatertag“ geworden. Neben dem „Muttertag“, dessen Verbreitung wir seit 1922 in Deutschland zunächst dem „Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber“ verdanken, später der „Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung“ und dann besonders der Glorifizierung der deutschen Mutter durch die Nationalsozialisten, muss es schließlich auch einen Tag geben, an dem der Vater nicht zu kurz kommt. Da ist die Wahl nun mal auf den „Himmelfahrtstag“ gefallen, „Vater- oder Herrentag“ wie man ihn dann nennt. Das was sich heute vor allem damit verbindet – ist wahrlich kein christliches Fest. Aber warum sollte man nicht von christlicher Seite einmal etwas bewusst falsch verstehen und umdeuten. Denn aus christlicher Sicht könnten die Namen „Vater- und Herrentag“ gerade am Himmelfahrtstag neuen Sinn bekommen. Himmelfahrt ist der Tag, an dem Christus zu seinem und unserem „Vater“ ging. Es ist die Heimkehr des Sohnes, die die Heimkehr aller Kinder Gottes vorbereitet. Jesus öffnet die Tür zum Vater und verheißt uns, seinen Geschwistern, dass auch wir in unseres Vaters Haus Wohnung haben.
Himmelfahrt ist „Herrentag“ – das gilt übrigens von jedem Sonntag als „Tag des Herrn“. Aber er ist es noch einmal in besonderer Weise, weil Christus den Ort einnimmt, an dem er unser Fürsprecher ist – zur Rechten des Vaters, als der Herr aller Herren.
Der Himmel ist geöffnet und darum sind wir Christinnen und Christen nicht mehr einfach zufrieden mit dem, was auf Erden ist. Wir haben von Gott eine Sehnsucht ins Herz bekommen, die uns nach dem suchen lässt, was droben ist und die uns anhält, den Himmel auf Erden nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Das ist kein vergebliches Suchen, keine vergebliche Mühe, sondern nichts anderes als der Anbruch der Zukunft der kommenden Welt in der vergehenden. Und Christus sei Dank, dürfen wir uns schon als Kinder der kommenden glauben und in diesem Glauben leben. Denn es stimmt: „Der Himmel der kommt, grüßt schon die Erde die ist, wenn die Liebe das Leben verändert.“
Amen.
Pfr. Dr. Jochen Denker (gehalten am 2. Juni 2011 in der Ev.-reformierten Gemeinde Ronsdorf)

