Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.
31. Mai 2012, 12 Uhr in Düsseödorf
Anlässlich der konstituierenden Sitzung der 16. Wahlperiode des NRW-Landtages laden der Beauftragte der Evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen und der Direktor des Katholischen Büros Nordrhein-Westfalen am Donnerstag, 31. Mai 2012, zu einem Ökumenischen Gottesdienst ein. Dieser Gottesdienst, den Kirchenrat Rolf Krebs und Prälat Martin Hülskamp leiten, beginnt um 12 Uhr in der Pfarrkirche St. Maximilian, Schulstraße 9, in Düsseldorf.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Herausgerufen: Simeon und Hanna
Predigt über Lukas 2, 25-38, von Pfr. Dr. Tobias Kriener, Bonn
Simeon und Hanna, vom Geist Gottes erfüllt, können in Frieden ziehen. - "Dieses Bild von den beiden alten Leuten im Tempel in Jerusalem, die ihren Frieden gefunden haben, ist ein ungemein tröstliches Bild. So wünsche ich es mir auch für mich – dass ich den Frieden finde, unter dem mein verbleibendes Leben Ängste, Sorgen, Unruhe hinter sich lassen kann."
Predigt im Rahmen der Predigtreihe „Herausgerufene“
im Predigtgottesdienst nach reformierter Tradition
am 11. September 2011 in der Antoniterkirche , Köln
Lukas 2,25-38 (Zürcher Bibel)
25 Und da war in Jerusalem einer mit Namen Simeon, und dieser Mann war gerecht und gottesfürchtig; er wartete auf den Trost Israels, und heiliger Geist ruhte auf ihm. 26 Ihm war vom heiligen Geist geweissagt worden, er werde den Tod nicht schauen, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen habe. 27 Nun kam er, vom Geist geführt, in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten, um an ihm zu tun, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, 28 da nahm er es auf die Arme und pries Gott und sprach:
29 Nun lässt du deinen Diener gehen, Herr,
in Frieden, wie du gesagt hast,
30 denn meine Augen haben das Heil gesehen,
31 das du vor den Augen aller Völker bereitet hast,
32 ein Licht zur Erleuchtung der Heiden
und zur Verherrlichung deines Volkes Israel.
33 Und sein Vater und seine Mutter staunten über das, was über ihn gesagt wurde. 34 Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, seiner Mutter: Dieser hier ist dazu bestimmt, viele in Israel zu Fall zu bringen und viele aufzurichten, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird - 35 ja, auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen -, damit aus vielen Herzen die Gedanken offenbar werden. 36 Und da war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, aus dem Stamm Asser, die war schon hochbetagt. Nach ihrer Zeit als Jungfrau war sie sieben Jahre verheiratet 37 und danach Witwe gewesen bis zum Alter von vierundachtzig Jahren. Sie verliess den Tempel nie, weil sie Tag und Nacht Gott diente mit Fasten und Beten. 38 Zur selben Stunde trat auch sie auf und pries Gott und sprach von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
Liebe Gemeinde!
Alt werden möchte ja wohl jeder – aber alt sein ist nicht schön. So oder ähnlich höre ich es immer wieder bei meinen Seniorengeburtstagsbesuchen. Bei uns in Deutschland werden die Menschen so alt wie nie zuvor – und die Lebenserwartung steigt immer noch. Das führt dazu, dass die Seniorengeburtstagsbesuche des Pfarrers in unserer Gemeinde inzwischen nicht mehr mit dem 70. Geburtstag anfangen, sondern mit dem 80. – ja, der Pfarrer würde inzwischen wohl schon eher komisch angeschaut werden, wenn er einer 70-jährigen zum Geburtstag gratulieren wollte: Was, so alt bin ich doch noch gar nicht ...
Aber obwohl die Lebenserwartung steigt und die Lebensqualität – d.h. die Gesundheit und die Möglichkeit zur Teilnahme an allen möglichen Unternehmungen und am öffentlichen Leben – enorm zugenommen hat, ist das Alter immer noch – und vielleicht sogar mehr als früher – mit Ängsten verbunden.
Das fängt natürlich beim Geld an: Die Rente sei nicht sicher; aufgrund der demografischen Entwicklung – zu wenig Kinder werden geboren, angeblich „zu viele“ alte Menschen beziehen Rente – drohe Altersarmut; deshalb müsse das Rentenalter drastisch heraufgesetzt und die Rente gekürzt werden. Schon jetzt wird berichtet, wie alte Menschen die magere Rente durch Nebenjobs aufbessern müssen. Rentner werden gezeigt, die vor Tau und Tag Zeitungen austragen. Das mit dem beschaulichen Lebensabend - so die Botschaft –, das werdet ihr euch abschminken müssen.
Dann natürlich die Angst um die Gesundheit – besonders die Angst davor, zum sog. „Pflegefall“ zu werden. Und auch hier wird uns noch zusätzlich mit dem Geld – bzw. mit dessen angeblichem Mangel - Angst eingejagt: Die Pflegeversicherung müsse reformiert werden – wir müssten Geld zurücklegen, weil sonst die Pflege alter Menschen unbezahlbar werde.
Und schließlich die Befürchtungen im Zusammenhang mit dem Lebensende: Wir werden aufgefordert, Patientenverfügungen abzuschließen, weil uns im Alter sonst droht, wochen- oder gar monate- und jahrelang an Schläuchen dahin zu vegetieren – als sei das, was ja in Wirklichkeit der absolute Ausnahmefall ist, schon der Normalfall, gegen den man sich möglichst jetzt schon zur Wehr setzen muss; im Grunde eine versteckte Aufforderung, bitteschön rechtzeitig aus dem Leben zu scheiden und ja nicht auf die Idee zu kommen, zuguterletzt auch noch die teure Gerätemedizin in Anspruch nehmen zu wollen. Denn, das weiß man ja: Die höchsten Kosten haben die Krankenversicherungen mit Menschen in ihrem allerletzten Lebensjahr, weil sie da häufig lange Zeit im Krankenhaus verbringen müssen.
Alten Menschen wird auf diese Weise subtil zu verstehen gegeben, sie seien im Grunde eine einzige Last: Unnütze Esser, die nur Kosten verursachen und den hart arbeitenden Jüngeren auf der Tasche liegen.
Da kann einem das Altwerden schon vergällt werden. Zumal dieser Lebensabschnitt ja wirklich nicht leicht zu meistern ist – weil es eben der letzte Abschnitt des Lebens ist.
Vorher kann man sich ja immer noch sagen: Ich habe noch Zeit, Irrtümer und Irrwege in meinem Leben zu korrigieren oder zu kompensieren: Eine verkorkste Schullaufbahn kann man durch eine gelungene Berufsausbildung oder ein schönes Studium ausgleichen; wenn es bei der ersten Stelle nicht so klappt – oder mit der ersten Ehe -, dann kann man immer noch einen Neuanfang wagen – bis hin zur sprichwörtlichen Midlifecrisis, wo man Bilanz zieht, feststellt, dass man bisher nicht so gelebt hat, wie man's sich vorgestellt hatte – und noch einmal ganz von vorne anfängt; ja sogar, wenn man im Berufsleben nie die rechte Erfüllung gefunden hat – im Ruhestand, da wird man endlich dazu kommen, die Hobbies intensiv zu pflegen, die man immer vernachlässigt hat – die Reisen zu machen, für die man nie Zeit gefunden hat – sich den Enkeln zu widmen, wenn man die eigenen Kinder nur Abends zu Gesicht bekommen hat, als sie schon im Bett lagen – und was man sich nicht Alles noch an schönen, erfüllenden Dingen für den sog. „Lebensabend“ vorstellen und vornehmen kann.
Wenn aber auch der Ruhestand misslingt – wenn eine Krankheit die schönen Pläne vereitelt oder eben das Geld nicht reicht für die Karibik-Kreuzfahrt - oder oder - was dann? Denn nach dem Lebensabend, da kommt ja nun nichts mehr – oder?
Und selbst wenn man tatsächlich Alles oder jedenfalls Vieles von dem, was man sich für das Alter erhofft hat, tatsächlich erlebt – irgendwann spielt der Körper oder der Geist eben doch nicht mehr mit; die Kräfte lassen nach, die Lebenslust- und Lebensfreude verkümmern. Woraufhin leben wir also letzten Endes? Das ist die Frage, die sich irgendwann stellt – nachdem wir unser aktives Leben – auch unser heutzutage so aktives Leben als alte Menschen – gelebt haben. Woraufhin leben wir letzten Endes? Und ich wage zu behaupten: Es ist im Tiefsten diese Frage, die hinter den vielen einleuchtenden oder auch diffusen Ängsten vor dem Alter steckt.
Simeon und Hanna – zwei alte Menschen im Jerusalem um die Zeitenwende. Wie war alt sein damals? Ohne all die medizinischen Möglichkeiten, die wir heute haben? Ohne Rentenversicherung Was taten alte Menschen? Was erwarteten sie? Was beschäftigte sie?
Von Simeon erfahren wir, dass er wartete.
Warten – damit verbringen alte Menschen immer noch viel Zeit: Warten, dass Besuch kommt; Warten insbesondere, dass die vielbeschäftigten Kinder zu Besuch kommen; Warten beim Arzt; Warten auf Ämtern; alte Leute sind oft zu früh zu Veranstaltungen oder Verabredungen, aus Sorge, sie könnten sich verspäten und den Beginn versäumen, die Abfahrt verpassen – und dann warten sie, dass es los geht.
Simeon wartet. Eine typische Tätigkeit eines alten Menschen: Nicht mehr aktiv die Dinge herbei führen – ins Laufen bringen – organisieren. Sondern warten. Warten, dass etwas passiert. Warten – dass es aufhört damit, dass etwas passiert. Warten – bis zum Tod; Warten – auf den Tod.
Hanna – so erfahren wir – diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht.
Auch das ja ein vertrautes Bild: Es sind die alten Frauen, die die bei weitem stärkste Gruppe der GottedienstbesucherInnen ausmachen; es sind die Frauen, deren Kinder aus dem Haus sind, die ihre Berufstätigkeit abgeschlossen haben, deren Männer schon gestorben sind, die in unseren Gemeinden „Gott dienen“ - heutzutage weniger durch Fasten als dadurch, dass sie den Kuchen backen für's Gemeindefest – durch ihre Mitarbeit beim Besuchsdienst - indem sie die Gemeindebriefe austragen – durch ihre Mitsingen im Kirchenchor - und die vielen, vielen anderen kleine Dinge, ohne die eine Gemeinde nicht lebendig wäre.
Zwei ganz normale alte Menschen eben, Simeon und Hanna. So sehr anders stellt sich das Leben im Alter gar nicht da – damals vor 2000 Jahren, ohne Renten- und Krankenversicherung – und heute, mit all den Annehmlichkeiten, die die Lebenserwartung und die Lebensqualität im Alter scheinbar so gewaltig erhöhen. Warten. Gott dienen durch Fasten und Beten.
Nur eines haben die beiden, das sie - jedenfalls auf den ersten Blick - hervorhebt und grundlegend unterscheidet von uns ganz normalen alten Menschen: Ihre besondere Beziehung zu Gottes Geist. Auf Simeon „ruhte heiliger Geist“; „ihm war vom Heiligen Geist geweissagt worden“; „nun kam er, vom Geist geführt, in den Tempel“. Und Hanna, die den Tempel nie verließ, wird als „Prophetin“ gekennzeichnet – in einem Wort zusammengefasst das, was Simeon widerfahren war.
Diese besondere Beziehung zu Gottes Geist ermöglicht es den beiden alten Leuten, in dem kleinen Jungen – gerade 40 Tage alt -, für den die Eltern gemäß 3. Mose 12 ein Opfer in den Tempel bringen, den Trost Israels und die Erlösung Jerusalems zu erkennen, auf die sie gewartet haben – das Heil, das Gott vor den Augen aller Völker bereitet hat; das Licht zur Erleuchtung der Heiden und zur Verherrlichung seines Volkes Israel.
Und damit ist es gut.
Jetzt kann der alte Simeon in Frieden gehen – jetzt kann die hochbetagte Hanna in Frieden gehen. Die Ängste, die Sorgen, die Unruhe, die das Alter – die das Leben vergällen können, sie sind nun nicht mehr erheblich. Denn jetzt ist Frieden – der Frieden des Fortgehens - auf das Wort hin, das der Herr dieser beiden alten Leute sagt.
Dieses Bild von den beiden alten Leuten im Tempel in Jerusalem, die ihren Frieden gefunden haben, ist ein ungemein tröstliches Bild. So wünsche ich es mir auch für mich – dass ich den Frieden finde, unter dem mein verbleibendes Leben Ängste, Sorgen, Unruhe hinter sich lassen kann. Mehr noch: Mir ging es so, als ich mich während der Predigtvorbereitung in dieses Bild auf dem Tempelplatz in Jerusalem versenkt habe, dass dieser Friede der beiden alten Leute - dass diese umfassende Ruhe im Angesicht all der Lasten, die das Leben mit sich bringt, mich bereits erreicht hat.
Denn es ist ja so: Nur auf den ersten Blick unterscheiden sich Simeon und Hanna durch ihre Geistbeziehung von uns. Wenn wir nämlich die Erzählung des Lukas weiter anhören – wenn wir zum 2. Kapitel seines 2. Buches – der Apostelgeschichte - kommen: dann sind wir wieder in Jerusalem und hören, wie Petrus am Pfingsttag erklärt: „Hier geschieht, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist: Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich von meinem Geist ausgießen über alles Fleisch.“ Also so, dass alle Glieder der Gemeinde Jesu - so, dass auch ich die Gnadengabe erhalte, den Trost Israels und die Erlösung Jerusalems zu erkennen. Und daraufhin gehen zu können in Frieden – wie der Herr Simeons und Hannas es gesagt hat, der ja auch mein Herr ist.
Pfr. Dr. Tobias Kriener, Bonn
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Herausgerufene - Gottes befremdliche Aufträge
Predigt-Gottesdienst nach reformierter Tradition in der Antoniterkirche, Köln 2011 |
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