Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Material für Adventsgottesdienst zum Tag der Menschenrechte 2011

''Alle Kinder haben Rechte'' - Broschüre der EKD

EKD. Zum diesjährigen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember hat das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein Materialheft veröffentlicht.

Materialheft zum Tag der Menschenrechte 2011 (Download)

Mit dem Titel „Alle Kinder haben Rechte“ wird in diesem Jahr die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention für Flüchtlingskinder thematisiert. Das Heft, das allen evangelischen Kirchengemeinden kostenlos zur Verfügung gestellt wird, bietet Hintergrundinformationen, liturgische Bausteine für einen Adventsgottesdienst und Anregungen zur thematischen Beschäftigung in der Gemeindearbeit. Ein illustrierter Teil bietet Informationen für Kinder in leichter Sprache.

Neben der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wurden die besonderen Bedürfnisse und Rechte von Kindern in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen 1989 festgeschrieben. Dazu gehört das Recht auf Schutz bei Flucht und das Verbot von Ausbeutung und Gewalt. Ganz grundsätzlich verpflichtet die Kinderrechtskonvention alle beigetretenen Staaten darauf, bei allen rechtlichen Fragen dem Kindeswohl eindeutigen Vorrang einzuräumen.

Auch die Bundesrepublik Deutschland hat die Kinderrechtskonvention im Jahr 1992 ratifiziert, jedoch mit Vorbehalten, die vor allem Flüchtlingskinder in der Wahrnehmung ihrer Rechte einschränkten. „Zwar wurde der letzte Vorbehalt 2010 formal zurückgenommen, jedoch hat sich am behördlichen Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen bisher nicht viel geändert“ heißt es in der Einleitung des Materialheftes. „Ob bei der Unterbringung in kindgerechten Einrichtungen, bei der Gewährung von speziellem Rechtsbeistand im Asylverfahren oder bei der Feststellung des Alters von Kindern ohne Papiere – die Evangelische Kirche in Deutschland sieht noch immer einen großen Änderungsbedarf.“

Mit der Broschüre sollen Kirchengemeinden ermutigt werden, gerade in der Adventszeit die Rechte von Flüchtlingskindern zu bedenken.

Das Materialheft wurde in Kooperation mit verschiedenen evangelischen Landeskirchen, der Kindernothilfe und dem Hildesheimer Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst erarbeitet. Es steht im Internet zum Download bereit und kann kostenlos beim Kirchenamt der EKD, Tel. 0511-2796-407 oder per E-Mail menschenrechte@ekd.de, bestellt werden.

Hannover, 11. Oktober 2011
Pressestelle der EKD
Silke Römhild

Materialheft zum Tag der Menschenrechte 2011 (Download)

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Meditationen, Predigten, Liturgie für die Adventszeit

Ein Beitrag zum interreligiösen Dialog und zur ''menschengerechten Gestaltung der Globalisierung''

Das ''Bewusstsein für die Menschenrechte und ihre Durchsetzung'' will die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) fördern. Zur theologischen Begründung dieser Aufgabe hat die Landessynode im Januar 2011 ein Impulspapier beschlossen, das den Schlüssel zum Umgang mit den Menschenrechten in der Rechtstradition der Tora verankert. Der Einsatz von Christinnen und Christen für eine Verwirklichung der Menschenrechte kann sich mit dieser theologischen Begründung auch im interreligiösen Dialog bewähren.
Gedanken zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2011, dem Vorabend des 3. Advents

Von Barbara Schenck
 

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