Termine
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein
Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.
Pfingstsonntag, 27. Mai 2012
Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet - sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche.
27. und 28. Mai 2012 in Detmold
Detmold. Mit einer Vielzahl an Informationen und Aktionen beteiligen sich die Lippische Landeskirche, ihre Kirchengemeinden sowie die Diakonie zu Pfingsten am Nordrhein-Westfalen-Tag in Detmold.
31. Mai 2012, 12 Uhr in Düsseödorf
Anlässlich der konstituierenden Sitzung der 16. Wahlperiode des NRW-Landtages laden der Beauftragte der Evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen und der Direktor des Katholischen Büros Nordrhein-Westfalen am Donnerstag, 31. Mai 2012, zu einem Ökumenischen Gottesdienst ein. Dieser Gottesdienst, den Kirchenrat Rolf Krebs und Prälat Martin Hülskamp leiten, beginnt um 12 Uhr in der Pfarrkirche St. Maximilian, Schulstraße 9, in Düsseldorf.
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig
1. bis 3. Juni 2012: Pilgerwochenende in Falkenhagen
Kreis Lippe. Eine Auszeit für die Seele, eine Unterwegszeit für die Füße, eine Zeit der Gemeinschaft auf dem lippischen Pilgerweg: Zu einem Pilgerwochenende lädt die Lippische Landeskirche nach Falkenhagen ein.
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen
Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2012
EKD. „Herzlich Willkommen – wer immer Du bist.“ So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2012, die vom 23. bis 29. September stattfindet.
Wettbewerb zum 7. Musikfestival ''Klassik für Kinder'' vom 28. bis zum 30. September 2012
Wolfgang Amadeus hat es getan, Johann Sebastian und Felix, genauso wie im vergangenen Jahr erst Svenja oder Aaron: Sie alle haben sich schon als Kind ans Notenpapier gesetzt und Musik geschrieben. Auch heute gibt es Kinder, die schon eigene Werke komponieren. Das Musikfestival „Klassik für Kinder“, das vom 28.-30. September 2012 zum siebenten Mal in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig stattfindet, schreibt daher wieder einen Kompositionswettbewerb aus und wird dabei durch den Musikverlag Bärenreiter unterstützt.
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Predigt zu Psalm 33 - Einstimmung ins Jahr der Kirchenmusik 2012
von Susanne Bei der Wieden, Frankfurt/M.
"... Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet, oder auch: Jesus Christus herrscht als König. Das geht uns im Lied ganz leicht von den Lippen, nicht wahr? Es wäre anders, wenn wir das so sagen würden - na ja, dann müssten wir es mit dem Verstand erst mal nachvollziehen ... und dann würden wir es hier und da vielleicht schon wieder einschränken. Aber im Lied, da sprechen wir es aus. Und im Singen setzen wir eine neue, eine andere Wirklichkeit, eine Wirklichkeit, die dann auch unsere Erfahrung, unseren Blick auf unser Geschick und unsere Welt neu und anders machen kann."
Psalm 33 (Zürcher Bibel)
Er sprach, und es geschah
33 1 Jubelt, ihr Gerechten, dem HERRN,
den Aufrichtigen ist der Lobgesang Freude.
2 Preist den HERRN mit der Leier,
spielt ihm auf zehnsaitiger Harfe.
3 Singt ihm ein neues Lied,
schlagt die Saite mit Jubelklang.
4 Denn das Wort des HERRN ist gerecht
und all sein Tun verlässlich.
5 Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
von der Gnade des HERRN ist die Erde voll.
6 Durch das Wort des HERRN sind die Himmel gemacht
und durch den Hauch seines Mundes ihr ganzes Heer.
7 Er fasst das Wasser des Meeres wie mit einem Damm,
in Kammern legt er die Fluten.
8 Alle Länder, fürchtet den HERRN,
zittern sollen vor ihm alle, die den Erdkreis bewohnen.
9 Denn er ist es, der sprach, und es geschah,
der gebot, und es stand da.
10 Der HERR vereitelt den Ratschluss der Nationen,
macht zunichte die Pläne der Völker.
11 Der Ratschluss des HERRN bleibt ewig bestehen,
die Pläne seines Herzens von Generation zu Generation.
12 Wohl der Nation, deren Gott der HERR ist,
dem Volk, das er sich zum Erbteil erwählt hat.
13 Vom Himmel herab blickt der HERR,
sieht alle Menschen.
14 Von der Stätte, da er thront, schaut er
auf alle, die die Erde bewohnen,
15 er, der ihnen allen das Herz gebildet,
der achthat auf alle ihre Werke.
16 Keine Hilfe ist dem König das grösste Heer,
der Held wird nicht gerettet durch grösste Kraft.
17 Trügerische Hilfe ist das Ross,
und mit all seiner Stärke rettet es nicht.
18 Seht, das Auge des HERRN ruht auf denen, die ihn fürchten,
die auf seine Gnade harren,
19 dass er vom Tod ihr Leben errette
und sie am Leben erhalte, wenn sie Hunger leiden.
20 Unsere Seele wartet auf den HERRN,
er ist unsere Hilfe und unser Schild.
21 Über ihn freut sich unser Herz,
auf seinen heiligen Namen vertrauen wir.
22 Deine Gnade, HERR, sei über uns,
denn wir harren auf dich.
Was für eine unerschöpfliche Fülle, liebe Gemeinde. Da hat der Beter, die Verfasserin, wer auch immer, offenbar alles, was ihm oder ihr einfiel, zusammengefasst und hineingeschrieben in diesen Psalm. So, wie es das Herz hergibt – so scheint es zumindest auf den ersten Blick. Da wird ein weiter Bogen gespannt: Von der Aufforderung zum Singen und Musizieren über Gottes Wirkmacht in seinem Reden und Handeln über seine liebevolle Begleitung in der Not hin zur Befindlichkeit der frommen Seele. Und ein bisschen geht es dabei zu wie bei „Reim Dich oder ich Fress dich“ - nicht in unserem Sinn natürlich, aber in einem alten hebräischen Schema – 22 Verse, jeder Buchstabe des hebräischen Alphabets bekommt einen Vers.
Heraus kommt ein schönes Lied. Kraftvoll und tröstlich – man kann es zu fast allen Gelegenheiten im Tempelgottesdienst singen – eben wie Luther es überschreibt: „Ein Loblied auf Gottes Allmacht und Hilfe“. Und für was alles wird Gott da gelobt: Für sein Wort. Für seine Treue und Wahrheit; dafür, dass er Recht und Gerechtigkeit liebt – das gehört für Israel untrennbar zu seiner Treue dazu. Gott hat die Welt geschaffen. Seine Weisheit ist Herrin ist über alle weltliche Macht, die vor ihren Augen aufbraust und droht und auch wieder vergeht. Und in all seiner Erhabenheit wachen Gottes Augen doch über die, die ihm trauen, er sieht ihr Leid, er erhält ihr Leben in irdischer Not und er rettet sie vom Tod. Eine ganze Dogmatik ließe sich füllen mit diesen lobpreisenden Aussagen. Viel mehr, als eine Predigt heute morgen entfalten kann.
Wenn man aber mal genauer hinschaut, dann sieht man, dass diese Einzelversform mit ihren vielen Aussagen von einer anderen Form überlagert wird. Da stehen zu Beginn und zum Ende, so wie ein Rahmen, jeweils drei Verse, die diesen großen Lobpreis Gottes uns Menschen zuordnen. Am Anfang drei Verse, die legen uns das Lob in den Mund und in die Hände: Mit Singen und Musizieren sollen wir das Lob des Ewigen nach außen tragen, zum Ausdruck bringen – und am Ende drei Verse, die legen uns das Lob ins Herz und die Seele: die gehen nach innen: wir sollen ja nach dem Gottesdienst nicht aufhören, Gott zu loben. Sondern gerade in unserem Alltag soll das Lob Gottes nachklingen. Wir sollen es zu Hause wiederholen. Und durch diesen Rahmen wird es hineingeholt in unsere Frömmigkeit. Als wollte der Psalmbeter sagen: Da, in eurem Gottesdienst und in eurem Glauben, da habt ihr Menschen einen Ort, wo ihr es tatsächlich mit dem großen Gott zu tun bekommt. Wo er gegenwärtig ist. Und deshalb möchte ich heute, in diesem Gottesdienst, einmal auf die Rahmenverse blicken, besonders auf die ersten drei Verse – auf die Aufforderung zum Singen und zum Musizieren und ihren Zusammenhang mit dem, was der Psalmbeter oder die Psalmbeterin alles von Gott zu sagen weiß.
Bourgeois V1
Jauchzt laut auf zu Gott, ihr Gerechten, die Aufrechten sollen ihn recht preisen. Danket dem Herrn mit Kastenleiern, lobsinget ihm zum Psalter von zehn Saiten. Singet ihm ein neues Lied, spielt schön auf den Saiten mit fröhlichem Jubel.
Liebe Gemeinde, so ermuntert der Psalm alle, die von näher und weiter her zum Gottesdienst gekommen sind, in den Tempel, in die Synagogen, in die Kirchen. Uns Menschen. Die Gerechten nennt er uns liebevoll, die Aufrichtigen. Er kennt uns nicht wirklich. Aber er unterstellt uns einfach so, dass wir, die wir in den Gottesdienst kommen, um Gott zu loben, dass wir uns auch in unserem Leben und Handeln darum bemühen, so zu sein, wie es Gott entspricht: wahrhaftig und treu, voll Liebe zu seinem Wort, zu Recht und Gerechtigkeit. Das unterstellt er uns. Dass wir, die wir am Sonntag oder am Feiertag in den Gottesdienst kommen, Menschen sind, die sich auch im Leben an Gottes Wort orientieren. Und das wir im Gottesdienst eben dieses Wort hören wollen, uns für unser Leben stärken. Das übersetzt Luther mit: Die Frommen.
Und ich stelle mir vor, darin sind wir den Menschen damals ganz ähnlich. Wir sind, wie sie, aus ganz unterschiedlichen Lebenslagen und Lebenssituationen gekommen. Bestimmt nicht nur, um zu loben. Manchen liegt sicherlich die Klage näher als das Lob, manche suchen vielleicht ganz verzweifelt jenes wahrhaftige Wort, als Trost. Zur verzweifelten Vergewisserung; Nicht wahr, Gott hat uns nicht aus den Augen verloren in den bedrängenden Erfahrungen der vergangenen Tage. Und seine Macht ist doch größer als die finsteren Mächte, die unser Leben von hier oder da bedrohen.
Und sie alle, uns alle, ruft unser Psalm nun auf: Wendet euch an Gott. Laut. Lasst ihn, und auch die versammelte Gemeinde, hören, was euch am Herzen liegt. Ranenu B'Adonai So steht es im hebräischen Text. Diese eingängliche Aufforderung muss nicht unbedingt heißen: Jauchzt laut auf zu Gott, sondern sie kann – wenn es angemessen ist – auch wohl heißen: Klagt oder sogar Murrt laut vor eurem Gott. Aber – wie auch immer: Macht euren Mund auf. Und macht damit auch euer Herz auf. Gott ist da. Gebt ihm in eurer Freude und auch in eurer Not die Ehre, so würde Johannes Calvin sagen. Damit stimmt ihr ihn, in und trotz allem, euren Lobgesang an.
Und dieser Lobgesang wird von Instrumenten begleitet. Zur Kastenleier soll gesungen werden, das ist kein ganz leises Instrument, hat einen Bordun als Unterklang und darüber setzt man, ähnlich wie bei einer Harfe, gebrochene Akkorde. Oder zum Psalter, zu einer Leier mit Schrägjoch und 10 Saiten, filigran und viel kunstvoller zu spielen als die laute Kastenleier. Solche Instrumente hat auch damals schon ein Profi spielen müssen. Also: Lautstarker oder auch kunstvoll begleiteter Lobgesang!
So ähnlich hat es wohl der Dichter unseres Psalms erlebt. Wer genau hingehört hat, hat vielleicht gemerkt, dass dieser Vers 2 unseres Psalms in der alten Genfer Textfassung fehlt, die der Chor eben gesungen hat. Erstaunlich, dass gerade die früheste Psalmbereimung, die ansonsten ganz treu am Psalmentext bleibt, hier einen ganzen Vers unterschlägt. Weil man sich im Genf Calvins schwer tat mit solch einem biblischem Aufruf? Versiert begleiteter Gemeindegesang – und mehr noch: fröhliches Gelärme durch Instrumente, virtuoses Spiel auf den Saiten, Instrumentale oder sogar orchestrale Tempelmusik, um nicht zu sagen instrumentale Kirchenmusik, und die auch noch laut – ich habe gestern von Herrn Luth gelernt, dass man mit Verweis auf Psalm 33 in den Niederlanden die Orgelmusik wieder eingeführt hat.
Weil der Verfasser dieses Psalms tatsächlich meint, dass das, was die Gerechten, die, die Gott lieben, was die vor Gott bringen, das drückt sich nicht nur im Lob der Lippen aus, sondern in der Musik allgemein, auch im Klang der Instrumente, es wird durch sie förmlich hervorgelockt. Ja, die Musik öffnet die Lippen, damit aus den Klagen, in denen unser Herz gefangen ist, das Lied der neuen Welt Gottes werden kann. Im Singen werden wir vom eigenen Elend weggezogen zur Allmacht und Güte des Ewigen hin, wir singen uns förmlich die Not vom Herzen, wenn unser Gesang Gottes lebendiges Wort und seine großen Taten preist.
Und so gelingt es der Musik, uns Menschen beim Singen und Musizieren zu verändern. Denn unser Loblied wirkt wie eine Offenbarung. Es bringt eine neue Wirklichkeit zur Sprache, eine Wirklichkeit, die den Augen verborgen ist. Die Wirklichkeit des lebendigen Gottes nämlich, der uns sieht, der Macht hat zu Handeln. Wie ist es denn wenn wir heute singen: Gott ist gegenwärtig – oder: Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet, oder auch: Jesus Christus herrscht als König. Das geht uns im Lied ganz leicht von den Lippen, nicht wahr? Es wäre anders, wenn wir das so sagen würden - na ja, dann müssten wir es mit dem Verstand erst mal nachvollziehen, oder wortreich erklären, was das denn heißt – und dann würden wir es hier und da vielleicht schon wieder einschränken. Aber im Lied, da sprechen wir es aus. Und im Singen setzen wir eine neue, eine andere Wirklichkeit, eine Wirklichkeit, die dann auch unsere Erfahrung, unseren Blick auf unser Geschick und unsere Welt neu und anders machen kann.
Das Lied, die Musik, bringt die Herrschaft Gottes nicht nur zur Sprache und nicht nur zum Verstand, sondern sie bringt sie ins Leben. Wenigstens für einen Augenblick. Und sie bringt diese Wirklichkeit, wie es das Ende unseres Psalms sagt, in unsere Herzen, damit sie dort ihren bleibenden Ort finden möge.
Bourgeois V2+3
Für die Reformation war die Kirchenmusik und besonders das Gemeindesingen wichtig. Durch Lieder sollte sich die neue Lehre ins Herz einprägen – ganz im Sinne des Schlussverses unseres Psalms. Aber viel stärker waren und blieben die Lieder des alten Gottesvolkes, die Psalmen. In Wittenberg, in Straßburg und in Genf hat man sie vertont und gesungen, in den Niederlanden und dann bei den Glaubensflüchtlingen. Die singenden Asylanten hat man die Hugenotten genannt. Auf der Flucht sollen sie tatsächlich getan haben, wozu die Eingangsverse unseres Psalms aufrufen: Sie haben die Lippen aufgemacht und gesungen. Auf ihrem Weg. Beim Gehen.
Nicht so wie die Wanderburschen in manchen alten Heimatfilmen. So unbedarft und heiter. Nein, ihnen war bestimmt nicht nach Jauchzen und Loben zumute. Ich denke eher, dass ihnen die Tränen in den Augen gestanden haben. Mit nichts aus der Heimat geflohen, vor Augen noch das Wüten der Milizen der feindlichen Obrigkeit, geschlagene Menschen und brennende Häuser, im Herzen die Sorge um die, die sie zurücklassen mussten, die alten Eltern vielleicht, unterwegs in einem Land, dessen Sprache sie nicht verstanden: Und sie singen wie wir es gehört haben: Wer könnte Gottes Macht entgehen – er herrscht und wirket fern und nah. Seht, wenn er spricht, so ists geschehen, wenn er gebeut so steht es da. Aller Feinde Dichten wird sein Wink vernichten. Wenn mit vieler Müh Völker sich beraten zu gewaltgen Taten: Er vereitelt sie. Und: Gott vom Himmel schauet, sieht, wer ihm vertrauet, und erbarmt sich sein. Er ist Schild und Stärke und zu jedem Werke gibt er das Gedeihn.
So haben sie gesungen: Trotzig vielleicht. Vielleicht, um sich selbst Hoffnung und Mut zu machen. Aber wie auch immer: Ihr Singen hat eine den Augen verborgene Wirklichkeit an den Tag gebracht, die Wirklichkeit des lebendigen, des sehenden und handelnden Gottes, die unsere Erfahrung, unseren Blick auf unser Geschick und unsere Welt neu und anders machen kann.
Jauchzt laut auf zu Gott, oder – wenn es angemessen ist – klagt laut vor eurem Gott! Gerade in der Entfaltung des 33 Psalms kommt ja das beides vor. Denn es gehört zum Wesen der Psalmen, wie es auch zum Wesen vieler unserer älteren Lieder im Gesangbuch gehört, dass das Lob Gottes das Elend der Wirklichkeit nicht ausblendet. Die Völker, die sich mit Rossen und Gewehren erheben und böse Pläne und Ränke schmieden, Elend, Hungersnot und Tod gehören in den Gesang und in die Musik hinein, weil das nämlich genau die Orte sind, in denen Gottes Augen auf uns sehen - und weil sich Gottes Macht darin erweist, dass er sie letztlich überwindet; auch weil durch das Singen selbst schon ein Stück davon überwunden wird.
Bourgeois V4
Kommt, lasst uns immer auf ihn schauen, da unser Herz sich seiner freut, auf seinen heilgen Namen trauen und ihn erhöhn in Freud und Leid. Matthias Jorissen nimmt in der letzten Strophe seiner Ausdichtung von Psalm 33 den eingänglichen Gedanken des Singens wieder auf – und er widmet, anders als die Genfer Textfassung auch den Eingangsversen immerhin zwei Strophen, wir haben sie vorhin gesungen. Danket dem Herrn mit Harfen, lobsingt ihm zum Psalter von zehn Saiten – wie ist es heute mit unserer Musik? Psalm 33 eröffnet weite Räume für die Musik im Gottesdienst. Er eröffnet die Möglichkeit, Stimmungen und Erfahrungen aufzunehmen und auszudrücken und sie hinzuwenden auf das Lob Gottes, auf sein Wort und seine Gerechtigkeit, auf seine Schöpfermacht und seine tröstende Nähe. So viel Raum, dass wir schon fast fragen könnten, ob nicht unser ganzes Gesangbuch, unsere Chorliteratur und unsere Orgelmusik letztlich eine Entfaltung des 33. Psalms sind. Ja, wir sind aufgerufen, im Angesicht Gottes unsere Seelen zu öffnen und zu singen und zu musizieren. Mit unseren Gemeindechorälen, die wir selbst singen, aber genau so auch mit Instrumentalmusik. Bei der können wir das Lob Gottes vielleicht nicht verbal und mit dem Verstand nachvollziehen, aber sie ist doch im Vollsinn des 33. Psalms Gotteslob, weil sie das Herz bewegt und zum Lob Gottes anleitet, wenn sie dazu gespielt wird. Das liegt bei den Spielerinnen und Spielern selbst.
Gott, dem wir dankbar sein dürfen für all das Gute in unserem Leben. Gott, der unser Elend sieht. Gott, der mächtiger ist als die finsteren Mächte dieser Welt, ja auch dieses Bekenntnis bekommt heute wieder ein neues Gewicht: Im Zeichen des skrupellosen Einsatzes von Waffen und Gewalt, des gewissenlosen Spiels mit Finanzen und Transaktionen und der Spekulation mit Lebensmitteln und medizinischen Gütern. Musik als Dank und Klage, als Protest und Bekenntnis, sie hat ihren Raum in unseren Gottesdiensten und bringt dort eine den Augen verborgene Wirklichkeit an den Tag, die Wirklichkeit des lebendigen, des sehenden und handelnden Gottes, die unsere Erfahrung, unseren Blick auf unser Geschick und unsere Welt neu macht und verändert.
Und ich mache immer wieder die Erfahrung, wenn ich solcher Musik auch in unserem Alltagsleben einen Platz einräume, dann verändert sie mich und meinen Blick auf diese Welt, und sie öffnet mich für die Wirklichkeit Gottes in einer Weise, wie es Worte allein nicht vermögen. Es ist immer wieder ein kleines Stück Reformation, amen.
Pfarrerin Dr. Susanne Bei der Wieden, Frankfurt am Main, 30. Oktober 2011








