Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

''Was hindert’s, dass ich Christ werde?'' (nach Apg. 8,36) - Missionarische Impulse

Broschüre zum Schwerpunktthema der Synode 2011 erschienen

Predigt des Hl. Petrus in Anwesenheit des Hl. Markus (1433) von Fra Angelico (1395–1455).

EKD. Eine Broschüre mit ausgewählten Texten zum Schwerpunktthema "Was hindert’s, dass ich Christ werde? (nach Apg. 8,36) Missionarische Impulse“, das die 4. Tagung der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im November in Magdeburg diskutierte, ist jetzt in der Reihe „epd Dokumentation“ erschienen.

Die Synode der EKD habe sich, so schreibt die Präses der Synode, Katrin Göring-Eckardt, im Vorwort der Broschüre „intensiv mit dem Thema Mission beschäftigt – und sie hat dies auf überraschende und anregende Weise getan“, indem sie eine „kritische Wahrnehmung von außen wagte: Zwölf Jahre nach der wirkmächtigen Missionssynode von Leipzig 1999, auf der Mission als Herzschlag der Kirche neu entdeckt wurde und in deren Folge auf allen kirchlichen Ebenen ein starkes neu-missionarisches Engagement entfaltet wurde, warf die Synode einen offenen Blick zurück auf das Erreichte. Weit entfernt von „missionarischem Aktionismus“ und Mitgliedschaftskampagnen ging es um Hinhören, Aufbrechen, Weitersagen:

- um ein Hinhören auf das, was das Evangelium von Jesus Christus sagt – und auf das, was die Menschen bewegt;
- um ein Aufbrechen aus erschöpfenden Strukturen - hin zu einer neuen Konzentration auf den eigenen Glauben und die Wendung nach außen;
- um ein Weitersagen des Evangeliums aus der tiefen Überzeugung, dass diese Botschaft zum „Heil“ der Menschen wird und dem „Wohl“ der Gesellschaft dient“.

In der Broschüre ist zunächst die Kundgebung zum Schwerpunktthema enthalten. Zudem sind die Beschlüsse der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Vollversammlung der Union Evangelischer Kirchen in Deutschland (UEK) mit aufgenommen. Die gleichzeitige Behandlung des Themas in den verschiedenen gliedkirchlichen Zusammenschlüssen wurde insgesamt als großer Gewinn empfunden. Weiterhin sind die Referate des Thementages dokumentiert. Dabei handelt es sich um die Beiträge von Pascal von Wroblewsky, Max Bank, Pavel Richter und Prof. Dr. Birgit Weyel sowie die Bibelarbeit von Prof. Dr. Peter Schmid. Die Dokumentation wird abgerundet durch Missionarische Impulse aus dem Lesebuch zur Vorbereitung auf das Schwerpunktthema.

Die Broschüre ist zum Preis von 2,30 Euro (zzgl. Versand) zu bestellen bei der Geschäftsstelle der Synoden, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Fax: (0511) 2796-707; Mail: versand@ekd.de

Hannover, 14. Dezember 2011

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick

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