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'Potenzial für Ökumene nicht ausgeschöpft'
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'Toleranz heißt nicht Gleichgültigkeit'
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Reformationsjubiläum in Trier
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EKD-Chef: Rassismus hat keinen Platz im Kirchenvorstand
Bedford-Strohm spricht sich gegen Antisemitismus aus


Neutralitätsgesetz Berlin
Kirche begrüßt Senatsschreiben


AfD will mit Kirchen reden
AfD-Politiker hatten zum massenhaften Kirchenaustritt aufgerufen


Prominente Kritik an Reformationsjubiläum
Friedrich Schorlemmer und Christian Wolff ziehen negative Bilanz


Aachener Friedenspreis verliehen
Der Preis ging an die Friedensinitiative „No MUOS“ und das Jugendnetzwerk JunepA


Kirchen feiern gemeinsam den 'Tag der Schöpfung'
Christliche Kirchen feierten am Freitag den ökumenischen


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Nikolaus von Kues

(1401-1464)

Nikolaus von Kues. Zeitgenössisches Stifterbild vom Hochaltar der Kapelle des St.-Nikolaus-Hospitals, Bernkastel-Kues

Den mittelalterlichen Juristen und Kirchenmann Nikolaus von Kues hat der rheinische Präses Nikolaus Schneider am "Cusanustag", dem 9. Februar, gewürdigt. Am Cusanus-Gymnasium in St. Wendel werden an jenem Abend Schüler ausgezeichnet, in erster Linie aber soll an den Namensgeber der Schule Nikolaus von Kues erinnert werden.

In seinem Festvortrag würdigte Präses Schneider die Bedeutung des spätmittelalterlichen Juristen, Denkers und Kirchenmannes zunächst anhand seines Lebenslaufes und seiner einflussreichen Schriften. Eine erstaunliche Parallele, sagte Schneider, habe er zwischen dem cusanischen Bemühen um Einheit und der gegenwärtigen theologischen Diskussion gefunden. In der Hauptschrift „De docta ignorantia“ argumentiere von Kues: Nur dort, wo Menschen in Christus sind, in ihm „subsistieren“, sei Einheit möglich.

Gleichzeitig habe Cusanus einen „für das 15. Jahrhundert erstaunlichen Blick für das Besondere, Einzigartige und Unwiederholbare in der Welt“ gehabt, das ein Werturteil unmöglich mache. „So verstehe ich eine Ökumene der Gaben“, führte Schneider aus, „Die Verschiedenheit ist kein Anlass zu Streit und Auseinandersetzung. Im Gegenteil: Die unterschiedlichen Besonderheiten in der Welt versteht Cusanus als Reichtum, als Anlass zur Ergänzung und gegenseitiger Erfüllung.“ Er sei sich jedoch auch der Einheit sicher: „Er ist sich seiner Sache gewiss durch Christus, weil der Glaube an ihn darauf setzt, dass auch in der Vielfalt der Konfessionen und Theologien, in all diesen endlichen Widersprüchen, die wir weder verleugnen noch unterdrücken müssen, der eine unbegreifliche Christus am Werk ist. Der Christus, in dem die Christen schon heute verborgen eins sein können und einmal offenbar einig werden.“

Nikolaus von Kues - bewegender Philosoph, Theologe, Kirchenpolitiker und ein erster Ökumeniker der Gaben. Vortarg von Nikolaus Schneider am 9. Februar 2012.pdf

 


Vortrag von Präses Dr. h. c. Nikolaus Schneider im saarländischen St. Wendel / Quelle: Pressemeldung der EKiR, 9. Februar 2012

Nikolaus von Kues - bewegender Philosoph, Theologe, Kirchenpolitiker und ein erster Ökumeniker der Gaben. Vortarg von Nikolaus Schneider am 9. Februar 2012.pdf

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