Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Soziale Gerechtigkeit muss Kernanliegen der Sozialpolitik bleiben

Erste Reaktion auf den vorab veröffentlichten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung

Präsident OKR Johannes Stockmeier; © DWEKD / DW Baden

Berlin (Diakonie) Als erste Reaktion auf den vorab veröffentlichtenEntwurf des Armuts- und Reichtumsberichtes der Bundesregierung fordert die Diakonie, dass soziale Gerechtigkeit Kernanliegen der Sozialpolitik in Deutschland bleiben muss.

 

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„Der Bericht stellt fest, dass die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander klafft. Daher ist es völlig unverständlich, dass der Bericht kein Konzept für mehr Steuergerechtigkeit enthält, aber die Wohltätigkeitsaktionen Vermögender ausführlich darstellt“, sagt Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier am Mittwoch in Berlin.

„Der soziale Ausgleich bleibt nach wie vor den Sozialversicherungen vorbehalten, in die Menschen mit hohen Einkommen nicht einzahlen. Hohe Einkommen und Vermögen müssen stärker an der Finanzierung des sozialen Ausgleichs beteiligt werden. Wir brauchen mehr steuerfinanzierte Leistungen, die insgesamt für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen. Zum Beispiel eine gesetzliche Mindestrente und ein gleichmäßige soziale Mindestsicherung für Kinder und Jugendliche“, betont Stockmeier.

„Mit seinem Fokus auf individuelle Strategien der Armutsüberwindung bleibt der Armuts- und Reichtumsbericht auf halber Strecke stehen“, kritisiert Stockmeier. „Es sind strukturelle politische Entscheidungen notwendig, um soziale Benachteiligung auszugleichen und zu verhindern, dass die Schere zwischen arm und reich noch weiter auseinander klafft.“


Pressemeldung des Diakonie Bundesverbands, 19. September 2012
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