Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Mit Humor Theologie treiben ...

Und Sara lachte ... Witze etc.

©BSchenck

''...der Humor spielt mit dem Überschuss an menschlichen und göttlichen Möglichkeiten und nimmt bereits vorweg, was noch im Charakter der Verheißung ist (Matthiae). Glaubensaussagen ist daher der Charakter des Komischen immer bereits inhärent. Darin liegt auch der Grund, warum Erzählungen über Gotteserfahrungen meist gar nicht ohne die Anwendung von Mitteln der Komik auskommen...'' - Gisela Matthiae, Humor im AT, WiBiLex

und dabei lernen ...

Der Sohn fragt den Vater: „Papa, kannst du mir sagen, wer Hamlet war?“ „Schön, dass du fragst. Nur wer fragt, lernt. Und noch mehr lernt, wer selber sucht. Schlag doch selber in der Bibel nach!“

Der kleine Max geht mit seinem Vater im Wald spazieren. Er sieht einen Strauch mit Beeren und fragt: ''Papa, was ist das?'' - ''Das sind Blaubeeren.'' - ''Aber Papa, sie sind rot!'' - ''Dummer Junge, natürlich, weil sie noch grün sind!''
Karl Barth im Nacken ...

"An einem gewissen echten oder unechten, wirklichen oder nur zur Schau getragenen Ernst und Humor wird, wer Augen hat zu sehen, einen von der Theologie und also vom Worte Gottes heimgesuchten und also irreparabel verwunderten Menschen immer schon von weitem erkennen."
... zwischen Mikroben und Sternen

"Der Mensch als bewusstes Wesen baumelt lächerlich zwischen den Mikroben und den Sternen. Alle menschlichen Ansprüche auf Weisheit und Macht werden komisch entlarvt, wird diese grundsätzliche Widersprüchlichkeit einmal wahrgenommen."
Rachel als weibliche Trickstergestalt

Rachel hat aus dem Haus ihres Vaters Laban die Hausgötter gestohlen, in die Kamelsatteltasche gesteckt und sich darauf gesetzt (1. Mose 31,34). Als Laban die Terafim sucht, kann sie verhindern, "dass genau dort gesucht wird, indem sie ihrem Vater sagt: „Es möge kein Anlass zum Zorn für meinen Herrn sein, dass ich mich nicht vor dir erheben kann. Doch mir geht es nach Weise der Frauen.“ (Gen 31,35). Niemand prüft nach, ob Rachel die Wahrheit sagt oder nicht. Allenfalls aus der Tatsache, dass später Benjamin geboren wird (Gen 36,16-18), könnte man schließen, dass sie gelogen hat ... Ist das ein typisches trickreiches Verhalten einer Frau mit wenig Macht und Einfluss und daher komisch?" Und "subversiv"? - nach Gisela Matthiae, Humor (AT)
mit Clownin und Theologin Gisela Matthiae

Komik, Humor, Spaß, Spott, Witz, Komödie in der Sprache des Ersten Testament

Der große Theologe Friedrich Schleiermacher (1768 - 1834, ev.-reformiert), der in Berlin an der Charite auch regelmäßig predigte, wurde einmal von einem Kollegen gefragt, warum seine Gottesdienste, anders als sonst in Berlin, so ausgesprochen gut besucht seien. Schleiermacher erwiderte: Meine Studenten kommen wegen der Examina bei mir, die jungen Damen kommen wegen der Studenten, die älteren Herren kommen wegen der jungen Damen und die älteren Damen wegen ihrer Ehemänner.

"Called for help with my Plague ... not Plaque"

Peter Bukowski erzählt: "Eine Gesprächspartnerin ergeht sich in langen Klagen darüber, wie schlecht es ihr geht: Beruf, Partnerschaft ..., sie hat das Gefühl, nichts mehr machen zu können. Wörtlich: 'Ich komme mir vor wie ein Maulwurf, der durch einen Tunnel läuft.' 'Oh', sage ich, 'das ist aber ein powervolles Bild.' 'Powervoll?', fragt sie. 'Na', sage ich, 'wenn der Maulwurf im richtigen Augenblick an der richtigen Stelle auftaucht, kannst du Wimbledon knicken.'"
Zum Osterlachen ein Cartoon

Nicht authorisierte Übersetzung: ''Du musst ihm vergeben. Er ist neu in unserer Kirche und dies ist sein erstes Osterfest.''
von Bernd Zielezinski, Essen

"Oh denkt sich jeder der dies liest, den eigne Schwäche oft verdrießt, endlich einmal ein praktisch Wort, das mir bläst meine Schwäche fort! Doch was so schön auf ersten Blick, das hat, scheint´s, irgendwie ´nen Trick."
 

Nach oben    E-Mail