Aktuelle Termine


Blick zurück auf das Reformationsjubiläum
18. November 2017
auf der Herbsttagung der Reformierten Konferenz Bentheim - Steinfurt - Tecklenburg
mit Prof. Dr. Okko Herlyn
in der Grafschaft Bentheim


500 Jahre Reformation - 200 Jahre preußische Union
27. und 28. Oktober 2017
Wissenschaftliche Kolloquium der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Verein Kg-KPS, Reformierter Kirchenkreis


Hauptversammlung des Reformierten Bundes 2017
28. bis 30. September 2017 in Moers am Niederrhein - Anmeldung schon möglich
Die nächste Hauptversammlung des Reformierten Bundes findet statt vom 28. bis 30. September 2017 in Moers am Niederrhein.


Vielfalt verbindet
Interkulturelle Woche 2017
Die Interkulturelle Woche (IKW) findet dieses Jahr vom Sonntag, den 24. September bis Samstag, den 30. September 2017 unter dem Motto „Vielfalt verbindet.“ statt. Das Motto zum Tag des Flüchtlings, der am Freitag, den 29. September 2017 innerhalb der IKW veranstaltet wird, lautet: „Flüchtlingsrechte sind Menschenrechte“.


Einfach frei – nicht nur am 31. Oktober 2017
Die westfälische Landeskirche auf dem Weg zum 500-jährigen Reformationsjubiläum
Westfalen. Mit der Kampagne »Einfach frei« nimmt die Evangelische Kirche von Westfalen den einmaligen Feiertag am 31. Oktober 2017 zum Anlass, die aktuelle Bedeutung der Reformation vor 500 Jahren zu unterstreichen.


Bibelkongress: Begnadet zum Tun
25. bis 27. August 2017: Bibelkongress in der Woltersburger Mühle, Uelzen
Robert Raphael Geis hat mit den Worten „wir sind begnadet zum Tun“ das Judentum charakterisiert und das Christentum herausgefordert. Denn Gnade ist Grunderfahrung, aber auch Schmerzpunkt der Geschichte des Christentums. Steht Gnade für die Befreiung in einen Lebensraum oder ist Infantilisierung durch ein autoritäres Gottesbild damit verbunden? Wie können wir den Gegensatz von Glauben und Werken überwinden und Gnade und Verantwortung zusammenhalten?


Säkulare Welt? Nachfolge und Bekennen heute
17. bis 20. Juli 2017
Karl-Barth-Tagung auf dem Leuenberg

Anmeldeschluss: 6. Juli


WCRC in Leipzig: Besucherprogramm
Leipzig 28. Juni bis 07. Juli 2017
„Lebendiger Gott, erneure und verwandle uns“ – unter diesem Motto steht die 26. Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) in Leipzig. Tagesfahrten nach Berlin und Wittenberg ergänzen das Programm. Das Treffen findet vom 29. Juni bis zum 7. Juli statt.


Flucht und Identität
Mi., 28. - Fr., 30. Juni 2017: Internationale Konferenz in der Johannes a Lasco Bibliothek
Exile and religious Identity in early modern Europe - Flucht und Identität. Die religiösen Flüchtlingsgemeinschaften im frühneuzeitlichen Europa.


2017: Generalversammlung der Weltgemeinschaft reformierter Kirchen (WGRK)
27. Juni - 7. Juli 2017
Das Thema der Generalversammlung 2017 – Lebendiger Gott, erneure und verwandle uns – spiegelt nicht nur die Tradition der WGRK wider, sondern stellt den Gott des Lebens in den Mittelpunkt der Vollversammlung und fordert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu heraus, sich selbst und die Kirche zu erneuern, damit die Welt verwandelt werden kann.


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Barmer Theologische Erklärung 1934

©Foto: Holger Pyka

80 Jahre Barmer Theologische Erklärung:
Texte und Material für Gottesdienste

Einführung

Die Deutsche Evangelische Kirche ist nach den Eingangsworten ihrer Verfassung vom 11. Juli 1933 ein Bund der aus der Reformation erwachsenen, gleichberechtigt nebeneinanderstehenden Bekenntniskirchen. Die theologische Voraussetzung der Vereinigung dieser Kirchen ist in Art. 1 und Art.  2,1 der von der Reichsregierung am 14. Juli 1933 anerkannten Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche angegeben:
Art. 1: Die unantastbare Grundlage der Deutschen Evangelischen Kirche ist das Evangelium von Jesus Christus, wie es uns in der Heiligen Schrift bezeugt und in den Bekenntnissen der Reformation neu ans Licht getreten ist. Hierdurch werden die Vollmachten, deren die Kirche für ihre Sendung bedarf, bestimmt und begrenzt.
Art. 2: Die Deutsche Evangelische Kirche gliedert sich in Kirchen (Landeskirchen).

Wir, die zur Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche vereinigten Vertreter lutherischer, reformierter und unierter Kirchen, freier Synoden, Kirchentage und Gemeindekreise erklären, daß wir gemeinsam auf dem Boden der Deutschen Evangelischen Kirche als eines Bundes der deutschen Bekenntniskirchen stehen. Uns fügt dabei zusammen das Bekenntnis zu dem einen Herrn der einen, heiligen, allgemeinen und apostolischen Kirche.
Wir erklären vor der Öffentlichkeit aller evangelischen Kirchen Deutschlands, daß die Gemeinsamkeit dieses Bekenntnisses und damit auch die Einheit der Deutschen Evangelischen Kirche aufs schwerste gefährdet ist. Sie ist bedroht durch die in dem ersten Jahr des Bestehens der Deutschen Evangelischen Kirche mehr und mehr sichtbar gewordene Lehr- und Handlungsweise der herrschenden Kirchenpartei der Deutschen Christen und des von ihr getragenen Kirchenregimentes. Diese Bedrohung besteht darin, daß die theologische Voraussetzung, in der die Deutsche Evangelische Kirche vereinigt ist, sowohl seitens der Führer und Sprecher der Deutschen Christen als auch seitens des Kirchenregimentes dauernd und grundsätzlich durch fremde Voraussetzungen durchkreuzt und unwirksam gemacht wird. Bei deren Geltung hört die Kirche nach allen bei uns in Kraft stehenden Bekenntnissen auf, Kirche zu sein. Bei deren Geltung wird also auch die Deutsche Evangelische Kirche als Bund der Bekenntniskirchen innerlich unmöglich.
Gemeinsam dürfen und müssen wir als Glieder lutherischer, reformierter und unierter Kirchen heute in dieser Sache reden. Gerade weil wir unseren verschiedenen Bekenntnissen treu sein und bleiben wollen, dürfen wir nicht schweigen, da wir glauben, daß uns in einer Zeit gemeinsamer Not und Anfechtung ein gemeinsames Wort in den Mund gelegt ist. Wir befehlen es Gott, was dies für das Verhältnis der Be-kenntniskirchen untereinander bedeuten mag.
Wir bekennen uns angesichts der die Kirche verwüstenden und damit auch die Einheit der Deutschen Evangelischen Kirche sprengenden Irrtümer der Deutschen Christen und der gegenwärtigen Reichskirchenregierung zu folgenden evangelischen Wahrheiten:

Thesen

1. Jesus Christus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Joh. 14, 6)
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und Räuber. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden. (Joh 10,1.9)

Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.

Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen.

2. Durch Gott seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung. (1. Kor 1,30)
Wie Jesus Christus Gottes Zuspruch der Vergebung aller unserer Sünden ist, so und mit gleichem Ernst ist er auch Gottes kräftiger Anspruch auf unser ganzes Leben; durch ihn widerfährt uns frohe Befreiung aus den gottlosen Bindungen dieser Welt zu freiem, dankbarem Dienst an seinen Geschöpfen.

Wir verwerfen die falsche Lehre, als gebe es Bereiche unseres Lebens, in denen wir nicht Jesus Christus, sondern anderen Herren zu eigen wären, Bereiche, in denen wir nicht der Rechtfertigung und Heiligung durch ihn bedürften.

3. Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist. (Eph 4, l5. 16)
Die christliche Kirche ist die Gemeinde von Brüdern, in der Jesus Christus in Wort und Sakrament durch den Heiligen Geist als der Herr gegenwärtig handelt. Sie hat mit ihrem Glauben wie mit ihrem Gehorsam, mit ihrer Botschaft wie mit ihrer Ordnung mitten in der Welt der Sünde als die Kirche der begnadigten Sünder zu bezeugen, daß sie allein sein Eigentum ist, allein von seinem Trost und von seiner Weisung in Erwartung seiner Erscheinung lebt und leben möchte.

Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen.

4. Jesus Christus spricht: Ihr wißt, daß die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener. (Mt 20, 25.26)
Die verschiedenen Ämter in der Kirche begründen keine Herrschaft der einen über die anderen, sondern die Ausübung des der ganzen Gemeinde anvertrauten und befohlenen Dienstes.

Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und dürfe sich die Kirche abseits von diesem Dienst besondere, mit Herrschaftsbefugnissen ausgestattete Führer geben und geben lassen.

5. Fürchtet Gott, ehrt den König. (1. Petr 2,17)
Die Schrift sagt uns, daß der Staat nach göttlicher Anordnung die Aufgabe hat in der noch nicht erlösten Welt, in der auch die Kirche steht, nach dem Maß menschlicher Einsicht und menschlichen Vermögens unter Androhung und Ausübung von Gewalt für Recht und Frieden zu sorgen. Die Kirche erkennt in Dank und Ehrfurcht gegen Gott die Wohltat dieser seiner Anordnung an. Sie erinnert an Gottes Reich, an Gottes Gebot und Gerechtigkeit und damit an die Verantwortung der Regierenden und Regierten. Sie vertraut und gehorcht der Kraft des Wortes, durch das Gott alle Dinge trägt.

Wir verwerfen die falsche Lehre, als solle und könne der Staat über seinen besonderen Auftrag hinaus die einzige und totale Ordnung menschlichen Lebens werden und also auch die Bestimmung der Kirche erfüllen. Wir verwerfen die falsche Lehre, als solle und könne sich die Kirche über ihren besonderen Auftrag hinaus staatliche Art, staatliche Aufgaben und staatliche Würde aneignen und damit selbst zu einem Organ des Staates werden.

6. Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Mt 28,20)
Gottes Wort ist nicht gebunden. (2. Tim 2,9)

Der Auftrag der Kirche, in welchem ihre Freiheit gründet, besteht darin, an Christi Statt und also im Dienst seines eigenen Wortes und Werkes durch Predigt und Sakrament die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk.

Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne die Kirche in menschlicher Selbstherrlichkeit das Wort und Werk des Herrn in den Dienst irgendwelcher eigenmächtig gewählter Wünsche, Zwecke und Pläne stellen.

Verbum Dei manet in aeternum.

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Infos und Materialien zum ''Barmer Bekenntnis'' auf einen Blick

gehalten auf der rheinischen Landessynode im Januar 2014

Jesus Christus ist als Heil der Welt für die Kirche eine Zumutung (1. These) - Kirche lässt eine Wirtschaft, die ausbeutet, nicht zur Ruhe kommen lassen (2. These) - Gottvertrauen statt Machbarkeitsideologie (3. These) - Gottes Wort ausrichten, ist das Gegenteil von einer Kirche, die sich einrichtet (6.These)
1934 - 2014

Aktuelle Texte, Material für Gottesdienste, Vorträge, Veranstaltungen zum Jubiläum des Barmer Bekenntnisses
Neue Dauerausstellung in Wuppertal eröffnet

In der Gemarker Kirche in Wuppertal-Barmen ist am Montag Abend (30.6.) eine neue Ausstellung zur Barmer Theologischen Erklärung eröffnet worden.