Nach 68 Jahren: Diakonisches Jahr Westfalen wechselt zur Diakonie RWL

EKvW: Enge Zusammenarbeit zwischen Landeskirche und Einsatzstellen bleibt bestehen

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Der Arbeitsbereich „Diakonisches Jahr Westfalen“ wechselt zum 1. September 2026 vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) in Haus Villigst in Schwerte zum Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) mit Sitz in Düsseldorf.

Rund 250 Freiwillige im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD) wechseln zum 1. September 2026 vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) zur Diakonie RWL. Dort werden sie Teil eines Programms mit insgesamt rund 2.000 Freiwilligen.

Das Diakonische Jahr blickt in Westfalen auf eine lange Geschichte zurück. Es startete 1958 in Münster und war seit 1999 im Amt für Jugendarbeit der EKvW angesiedelt. Über Jahrzehnte ermöglichte es jungen Menschen Erfahrungen in sozialen und diakonischen Einrichtungen.

Zum Angebot gehörten zeitweise auch internationale Freiwilligendienste. Von 2013 bis 2023 bot das Diakonische Jahr International Einsätze in Partnerkirchen in Argentinien und Italien. Ergänzt wurde das Programm durch das „weltwärts Süd-Nord“-Programm, das Freiwilligen aus Ländern des Globalen Südens einen Dienst in Westfalen ermöglichte.

Im Mittelpunkt des Freiwilligendienstes stehen neben dem sozialen Engagement auch persönliche Erfahrungen und Begegnungen. Für viele Freiwillige ist es die Gelegenheit, neue Aufgaben zu übernehmen, Verantwortung zu tragen und andere Lebenswelten kennenzulernen.

Mit dem Wechsel zur Diakonie RWL endet die Trägerschaft der EKvW. Die Zusammenarbeit mit den bisherigen Einsatzstellen, insbesondere in der kirchlichen Jugendarbeit, soll jedoch fortgesetzt werden. Eine feste Ansprechperson soll künftig die Verbindung zwischen Diakonie RWL und kirchlicher Jugendarbeit gewährleisten. Das Kompassjahr als Orientierungsangebot für kirchliche Berufe soll ebenfalls weitergeführt werden.


Quelle: EKvW