500 Jahre Reformation: 'Von der befreienden Kraft reden und leben'

Wort des Kirchenpräsidenten Volker Jung zum Jubiläum

Kirchenpräsident Volker Jung © EKHN / Rahn

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung sieht auch ein halbes Jahrtausend nach Luthers Thesenanschlag in dessen reformatorischer Entdeckung eine "befreiende und stärkende Kraft". Sie hat bis heute Auswirkungen, schreibt er in einem Text zum 500. Reformationsjubiläum.

Im Vorfeld des 500. Jahrestags des Thesenanschlags von Martin Luther am 31. Oktober 1517, der als Beginn der Reformation gilt, hat sich der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung mit einem Wort zum Jubiläum an die Öffentlichkeit gewandt. In seinem Beitrag vom Dienstag (24. Oktober 2017) beschreibt der Kirchenpräsident Luthers reformatorische Entdeckung als befreiende und stärkende Kraft, die bis heute Auswirkungen habe. So müsse sich die Kirche beispielsweise in einer Gesellschaft, die sich immer stärker auseinander bewegt, „auch für die einsetzen, die an den Rand gedrängt werden“. Zugleich sei es wichtig, in Zeiten, in denen Menschen „manchmal voller Hass“ aufeinanderträfen, einen barmherzigen, respektvollen und freundliche Umgang entgegenzusetzen.

Jung erinnert auch an die Schattenseiten der Reformation wie etwa die judenfeindlichen Spätschriften Luthers oder die Religionskriege. Er sei deshalb besonders dankbar, dass das 500. Jubiläumsjahr der Reformation „in bisher nicht gekannter ökumenischer Offenheit und Zuwendung“ begangen werde. Dahinter stehe auch die Einsicht, dass Christinnen und Christen „gemeinsam in dieser Welt gefordert sind“. Dazu gehöre es, „die Kraft des Evangeliums für Frieden, Gerechtigkeit und für einen sorgsamen Umgang mit dieser so großartigen Schöpfung zu bezeugen und zu leben“.


Quelle: Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

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