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Kirchenpräsident wirbt um mehr Wahrhaftigkeit in Politik und privatem Leben

ZDF-Fernsehgottesdienst aus Ingelheim

Kirchenpräsident Jung und Pfarrerin Waßmann-Böhm beim Segen © EKHN/Rahn

Was ist Wahrheit? Eine schwierige Sache in Zeiten von Fake-News. Dem widmete sich der ZDF-Fernsehgottesdienst am Sonntag aus Ingelheim am Rhein. Und der Kirchenpräsident fand überraschende Möglichkeiten bei einem Machthaber, der aber nicht US-Präsident Trump ist.

Ingelheim, 13. Mai 2018. Angesichts zunehmender Falschmeldungen in den Medien und der steigenden Infragestellung von Gewissheiten hat der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung am Sonntag im ZDF-Fernsehgottesdienst darum geworben, Aussagen genauer zu hinterfragen und selbst wahrhaftiger zu leben. Wenn Menschen unsicher seien, ob etwas wahr sei, sollten sie sich versuchen klar zu machen, wem eine Aussage vor allem nütze oder schade, riet Jung in der Ingelheimer Saalkirche.

Gute Journalistinnen und Journalisten gefragt

Im politischen Bereich vertraue der evangelische Theologe darauf, dass „gute Journalistinnen und Journalisten dabei helfen, genau diese Frage zu stellen. Jung: „Und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher: Wo Dinge so dargestellt werden, dass sie darauf zielen, Menschen zu zerstören, da kann es nicht die Wahrheit sein“. Auch im eigenen Leben sollten Menschen sich besser prüfen, ob sie anderen auch die Wahrheit sagen, so der Kirchenpräsident. Hier käme es aber besonders auf die Art und Weise der Vermittlung an. Jung: „Schlage ich die Wahrheit jemanden wie einen nassen Lappen um die Ohren oder halte ich sie hin wie einen Mantel, in den jemand schlüpfen kann?“

Oft gibt es weder schwarz noch weiß

Für Jung sei zudem der alttestamentliche König Salomo ein Vorbild in der Wahrheitsfindung. Er habe „Gott um ein Herz gebeten, das hinhört". Jung: „Ein hörendes Herz weiß auch, dass es nicht immer nur wahr oder falsch, gut oder böse, schwarz oder weiß gibt. Es nimmt auch Grautöne oder andere Farben wahr.“ Dies sei wichtig für das Zusammenleben der Menschen.

Gottesdienst zu „Nichts als die Wahrheit“

Der ZDF-Fernsehgottesdienst unter dem Titel „Nichts als die Wahrheit“ am 13. Mai wollte ausloten, was zu wahrhaftigen Umgang beiträgt und nutze dabei die Weisheit von König Salomo aus der hebräischen Bibel fündig. Dessen Sichtweise, die  stellte der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung in den Mittelpunkt seiner Predigt aus der Saalkirche in Ingelheim am Rhein. Gemeinsam mit einem Juristen, einer Journalistin, einer Prädikantin und einer Erzieherin sprach er auch darüber, welche Rolle die Wahrheit in deren Berufsleben spielt. Die Liturgie in dem Gottesdienst gestaltete Ortspfarrerin Anne Waßmann-Böhm.

Auch die Musik im ZDF-Gottesdienst überraschte: Orgel und Flügel wurden von Dekanatskirchenmusiker Carsten Lenz und Iris Lenz, ebenfalls Organistin, gleichzeitig gespielt. Unter ihrer Leitung sangen über 30 Kinder und Jugendliche der Ingelheimer Singakademie und des Jugendchor Canto Vocale und verzauberten die Zuschauer im Fernsehen ebenso wie die Gottesdienstbesucher vor Ort. Nach der Sendung standen Gemeindeglieder der Saalkirche noch bis 19 Uhr am Hörertelefon Rede und Antwort.


Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
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