Über viele Jahre war Ódor in der ökumenischen Zusammenarbeit und der strategischen Entwicklung kirchlicher Partnerschaften tätig. Als ordinierter Pfarrer der Reformierten Kirche in Ungarn verantwortete er mehr als ein Jahrzehnt die Außenbeziehungen und baute internationale Kooperationen mit Kirchen sowie ökumenischen, missionarischen und diakonischen Organisationen in über 30 Ländern aus.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf Dialog- und Kooperationsprozessen zwischen Akteuren unterschiedlicher theologischer und kultureller Prägung. Dabei verband er strategische Organisationsentwicklung mit einem partizipativen Führungsstil. Er bringt umfassende Erfahrung in der Organisation internationaler Konsultationen, der Koordination gemeinsamer Initiativen sowie in theologischer Ausbildung, Nachwuchsförderung und Mitarbeit in internationalen Gremien mit. Zudem engagierte er sich in theologischen Reflexionen zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen und im Austausch zwischen Kirchen in unterschiedlichen Kontexten.
Dietmar Arends, Vorsitzender des Vorstands der EMW, erklärt zur Berufung: „Mit Balázs Ódor gewinnt die EMW einen ausgewiesenen Experten für internationale ökumenische Zusammenarbeit. Seine langjährige Erfahrung in der Vernetzung von Kirchen weltweit sowie seine strategische Kompetenz werden wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unserer Arbeit geben. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und die gemeinsamen nächsten Schritte.“
Ódor selbst hebt die Bedeutung partnerschaftlicher und dialogorientierter Zusammenarbeit hervor. Ziel sei es, internationale Beziehungen weiter zu stärken und gemeinsam Räume für Austausch, Lernen und gemeinsames Handeln zu schaffen: „Ich sehe es als eine zentrale Aufgabe dieser Gemeinschaft, ihre internationalen Beziehungen und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe weiter zu stärken und gemeinsam mit den Mitglieds- und Partnerorganisationen Räume für konstruktiv-kritischen Austausch, bereichernde Lernerfahrungen und gemeinsames Handeln zu gestalten.“
Mit seiner Ernennung unterstreicht die EMW ihre Rolle als Dachorganisation evangelischer Kirchen und Werke in Deutschland. Im Fokus stehen weiterhin die Stärkung der Mitgliedsorganisationen, die Förderung von Kooperationen, die Bündelung fachlicher Expertise sowie die Mitgestaltung internationaler ökumenischer Prozesse.