Büttenpredigt zu 2 Kor 12,9

Ein frommer Wunsch nach Stärke – und ein gründliches Scheitern: In humorvollen Bildern zeigt diese Predigt, wie leicht wir Gottes Zusage missverstehen.
Predigt zu 2 Kor 12,9

Was trägt, wenn alles ins Wanken gerät? Der Apostel Paulus entdeckt: Nicht unsere Stärke entscheidet, sondern Gottes Gnade. Gerade dort, wo wir uns schwach fühlen, entfaltet sich eine Kraft, die nicht aus uns selbst kommt – und die genügt.
Eine Christologie der Beziehung nach dem zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth. Ein Vortrag von Marlene Crüsemann

Im 2. Korintherbrief gibt Paulus sich "als ein verletzlicher Mensch zu erkennen, der auf die eigenständige Antwort der Gemeinde angewiesen ist und der andererseits in engster Beziehung zu Jesus als dem leidenden, gewaltsam getöteten Menschen (2 Kor 1,5; 4,10f; 13,4) steht, wie auch schon die Betonung des Kreuzes im ersten Brief nach Korinth signalisiert (1 Kor 1,18‐21). Was es bedeutet, unter den vielfältigen Manifestationen menschlicher Ohnmacht und Schwäche sowie staatlicher und örtlicher Verfolgung die dynamis, die Kraft Gottes, zu erfahren, ist eine der Hauptaussagen des 2 Kor (12,9f u.ö.)".
Badischer Landesbischof fordert einen Bundespräsidenten, der zu seiner Schwachheit steht

Karlsruhe (15.01.2012). Bei Landesbischof Ulrich Fischer hat das Verhalten von Bundespräsident Christian Wulff in der sogenannten Kredit- und Medienaffäre große Nachdenklichkeit ausgelöst. "Wir brauchen einen Menschen im Amt des Bundespräsidenten, der gerade im Umgang mit eigenen Fehlern und Schwächen ein Vorbild für unser Land sein kann", sagte Fischer in seiner Predigt zur Jahreslosung in der Karlsruher Stadtkirche.
Dialog-Predigt zur 2 Kor 12,9

„Stärke“ und „Schwäche“ sind keine festen Größen. Was als schwieriges, vielleicht sogar unpassendes Bibelwort beginnt, entfaltet im gemeinsamen Nachdenken eine überraschende Tiefe.
Neujahrsbotschaft des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider

EKD. „Eine wahrhaft entlastende Aussage steht über dem Jahr 2012. ‚Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig‘ lautet die Jahreslosung 2012, die im 2. Korintherbrief, Kapitel 12, Vers 9 steht. Wer sich das zu Herzen nimmt, kann aufatmen. Denn das heißt doch: Nicht ich allein muss alles schaffen, muss nicht immer mehr erreichen, nicht immer schneller, höher, weiter gehen – ich darf auch meine Schwäche eingestehen. Und gerade dann will Gott mir zur Seite stehen.
Lied und Noten von Werner Eichel zum kostenlosen Download

Werner Eichel, inzwischen pensionierter Mitarbeiter der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), hat wieder die Jahreslosung für 2012 vertont.
Predigt zur Jahreslosung 2012

„Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig“ – ein Satz, der leicht wie ein frommer Spruch klingt und doch provoziert. Für wen gilt er wirklich: für die Schwachen, die Starken – oder für alle?
Eine plattdeutsche Andacht zu 2. Korinther 12,9

Ob Handicap, Krankheit oder Lasten des Alltags – wo wir uns schwach fühlen, wirkt Gottes Kraft am stärksten. Eine Botschaft, die Mut macht, gerade zu Beginn des neuen Jahres.
Predigt zu 2. Korinther 12,9 (Neujahr)

Paulus erfährt im eigenen Leben, dass Gottes Kraft gerade in Schwäche und Zerbruch wirksam wird. Am Kreuz Christi wird diese paradoxe Stärke sichtbar.
Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2. Korinther 12,9

Präses Alfred Buß, Evangelische Kirche von Westfalen, zur Jahreslosung 2012
Evangelisches Profil der Kirche der Freiheit

Gottes „Kraft ist in den Schwachen mächtig” (2.Korinther 12,9), deshalb sei die sichtbare Kirche in allem Scheitern und in aller Stagnation ein "für alle wahrnehmbares Zeichen der Zuwendung Gottes", beschreibt das Impulspapier "Freiheit der Kirche" 2006 eine Facette des evangelischen Profils. Diese "Freiheit Gottes", so wird umgehend eingewandt, entlaste nicht von der Aufgabe, Kirche einladend zu gestalten.
Die Behinderung des christlichen Theologen Paulus und die Paradoxie des Glaubens

Die „Schwäche des Paulus“ in 2. Korinther 12 und sein Weg „beschädigtes Leben“ neu zu bewerten gehören zu den „Highlights der biblischen Tradition“, die uns heute eine gerechtere Wahrnehmung des Lebens von Menschen mit Behinderungen zeigen, schreibt Susanne Krahe. Auch das Christus-Wort der Jahreslosung 2012 „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ wirft somit „die Normalurteile über Kranksein und Gesundsein, über wertvolles und unwertes Leben über den Haufen“.