Ausstellung: Ursinus und die Zeit der Reformation

Einen Einblick in die Zeit des Zacharias Ursinus, als Hauptverfasser des Heidelberger Katechismus angesehen, verschafft eine Ausstellung, die ab dem 14. April 2013 im Stadtmuseum Villa Böhm in Neustadt an der Weinstrasse zu sehen ist

Im Zentrum der Ausstellung stehen die Schriften Ursins, dessen Todesjahr sich 2013 zum 200. Mal jährt. Zahlreiche Originalschriften aus der Zeit der Reformation zeigen, wie der Neustadter Reformator wirkte, mit wem er zusammenarbeitete, welche Fragen er zu klären suchte und welche Bedeutung Neustadt als Druckort hatte. Ein Höhepunkt ist ein handgeschriebener Brief mit der eigenhändigen Unterschrift des Ursinus, der an einen Pfarrer in Emden gesandt wurde. Vom Heidelberger Katechismus werden eine kurze und eine längere Version gezeigt, wie auch der Genfer Katechismus von Johannes Calvin. Ein Nachdruck des Katechismus ist ebenso zu sehen, wie eine in Neustadt gedruckte Besonderheit: Der Heidelberger Katechismus in Reimen. Da jeder Bürger Neustadts seit 1575 den Katechismus lernen musste, war diese bei Harnisch erschienene Reimausgabe eine große Hilfe. Nach dem Tod des Ursinus im Jahre 1583 führte sein Schüler David Pareus dessen Werk weiter und gab nicht nur eine Werksausgabe, sondern auch die Auslegung des Katechismus heraus. Diese führte mit dazu, dass der von Ursinus verfasste Katechismus im Jahre 1619 bei der Dordrechter Synode von den Reformierten Kirchen weltweit als wichtigste Lehr- und Bekenntnisschrift angenommen wurde. Ergänzt wird die Ausstellung durch Hinweise auf die Wirkung und Auseinandersetzung um den Katechismus und um Ursinus heute. 

Weitere Informationen über die Website von refo500 und über die Seite des Stadtmuseums in Neustadt.