Heidelberger Katechismus Frage ...
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Fragen 26 bis 28
Predigt von Pfarrer Simon Froben, Bayreuth
"Was glaubst du, wenn du sprichst:
»Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde«?"
Liebe Gemeinde!
Ein herrlicher Sonnentag. Das Tschilpen der Vögel wie ein Freudenkonzert in der warmen Frühlingsluft. Und nun endlich auch das helle Grün, die aufbrechenden Knospen. Der Golfstrom hat uns – gottlob! – doch nicht vergessen. Es wird Frühling. Wir können ihn geradezu einatmen, können physisch das Leben spüren, das er verbreitet und das auch in uns erwacht! Hat Gott diese Welt nicht wunderbar geschaffen?
Es wird wohl an einem solch wunderschönen Sonnentag gewesen sein, dass Wolfgang Staude, ein ganz normaler Mann aus Hamburg, dessen Namen ich nur erwähne, damit Sie mir glauben, dass dies eine wahre Geschichte ist, einen dieser bunten Heliumballons in den Himmel geschickt hat, mit einer Karte dran. Name, Telefonnummer, das übliche halt. Und einige Tage später kommt der Anruf. Der Ballon ist rund 100 km weit geflogen und dann in einem Obstbaum hängen geblieben, im Garten eines alten Schulfreundes, zu dem er – solche Unglücke passieren immer wieder – schon vor vier Jahrzehnten den Kontakt verloren hatte. Und nun die altvertraute Stimme am Telefon ... Eine wahre Geschichte![1]
Im Kleinen haben wir das alle schon erlebt: Ich nehme ausnahmsweise einmal nicht die vertraute Route nach Hause, sondern den Umweg. Ich habe noch Zeit, die Landschaft ist schöner, ich kann billiger tanken, was auch immer. Und am Abend sehe ich dann im Fernsehen diesen Kilometer langen Stau und vor allem den Unfall selbst. Glück gehabt! Das hätte ich sein können!
Oder: Ich verpasse meinen Zug und beim Warten treffe ich einen von diesen Menschen, bei denen es nicht viele Worte braucht zum Verstehen. Es ist als hätte man einen alten Freund getroffen. Das sollte so ein, das kann gar nicht anders. Sie haben sicher auch solche Freunde, überlegen sie mal, und wie haben Sie eigentlich Ihren Partner, Ihre Partnerin kennen gelernt?
Es gibt Begebenheiten, Momente, Erfahrungen, die sind, als würde man in eine wunderbar warme Badewanne steigen. Das Leben reimt sich. Alles ist erfüllt und erfüllend, alles hat seinen guten, tiefen Sinn und offenbart einen guten, tragenden Zusammenhang. Gerade solche Erlebnisse und Erfahrungen geben uns Halt in unserem Leben, geben uns Kraft. Wir brauchen das. Wir brauchen das Gefühl, diese Erfahrung, dass alles doch irgendwie seinen guten Sinn hat. Auch wenn wir es im Ganzen natürlich nicht überblicken. Aber unsere Seele sehnt sich nach Haltepunkten, unser Vertrauen braucht solche Haftpunkte. Es sind die kleinen Heimatinseln für unseren Lebensmut inmitten des tosenden Meeres einer immer zerrissener werdenden Welt. Inmitten eines Lebens, dass nur allzu oft in Widersprüchen, Abbrüchen, ja in einem ziellosen Chaos zu versinken droht, das jedem Gedanken an einen Zusammenhang, einen Sinn, einer Ordnung Hohn spricht.
Ja, wir wissen auch das: Das Leben reimt sich nicht als Ganzes. Es geschehen Katastrophen schrecklichen Ausmaßes. Überlebende wie etwa die des Zugunglücks von Eschede vor 15 Jahren können nicht einfach alle nur dankbar sein für das neu geschenkte Leben, für das Glück, das sie hatten. Viele sind traumatisiert, plagen sich noch Jahre später mit Albträumen und vollkommen irrationalen Schuldgefühlen.
Dabei reicht doch auch für uns schon eine Diagnose beim Arzt, dass die Welt, wie wir sie kennen, aus den Fugen gerät und alle gewohnte Sicherheit dahin ist. Der Untergrund auf dem wir gehen, kann sich nur allzu schnell als Eisfläche entpuppen und wir hören das Knacken und spüren die Risse am eigenen Körper. Was hält uns noch fern von dem kalten Dunkel unter uns?
Hat das Leben jetzt und hier einen Haltepunkt, eine Harmonie, ein Ziel, einen S i n n? Gibt es da ein Fadenwerk, eine ordnende, fürsorgende Hand, die uns hält, „tiefer können wir nicht fallen“ – eine Vorstellung, die für die meisten von uns wohl mit Geborgenheit verbunden ist? Gibt es eine lenkende Hand dann aber auch? Das träfe nicht ganz den Nerv unserer Zeit, der doch individuelle Freiheit und Selbstbestimmung höchste Güter – um nicht zu sagen: Götter – sind. Gibt es – jetzt und hier – diese Hand, diesen Halt, das Wirken einer „ewigen Harmonie“, einen Ziel- und Ausgangspunkt, einen höheren S i n n? Oder gehorcht das Leben nur dem darwinistischen Kampf der Evolution, düsteren Schicksalsmächten oder sagen wir ganz einfach: dem Zufall?
Wirklich tröstlich wäre das nicht!
Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben? Die Frage nach dem Trost, wie sie gleich in der ersten Frage gestellt wird, ist das Herzstück des Heidelberger Katechismus. Es geht um Vertrauen, um den Glauben. Um meinen Glauben. Mein Vertrauen. Meinen Trost. Die Fragen 26 bis 28 im Heidelberger sind so etwas wie eine „OP am offenen Herzen“, am geöffneten Herzstück. Es geht um die sog. „Vorsehung“ oder wie es in der Orginalausgabe von 1563 heißt die „Fürsehung“ Gottes. Ich meine, wir dürfen zum leichteren Verständnis getrost auch von der „Fürsorge“ Gottes sprechen. In diesen drei Fragen zur Vorsehung im Heidelberger Katechismus entscheidet sich letztlich grundlegend, ob mein Glauben, ob mein Vertrauen mir in diesem Leben, wie ich es führe und sehe, in dieser Welt wie sie ist, zum T r o s t werden kann. Es geht um die Gottesfrage. Aber nicht allgemein darum, ob es denn einen guten Gott gibt oder nicht. Sondern darum, ob es einen guten Gott für m i c h, für u n s, für diese Welt, hier und jetzt gibt. Konkret: Ob er (oder sie), ob G o t t auch heute, h i e r und j e t z t h a n d e l t. Handeln k a n n. Handeln w i l l. Der Katechismus tut dabei sehr gut daran, nicht darüber zu spekulieren, wie Gott denn handelt: Etwa durch Naturgesetze oder Wunder, durch das Wirken von Menschen oder Engeln, was auch immer. Das bleibt aussen vor. Keine Spekulation! Wichtig ist allein die Frage: Hat Gott diese Welt einmal erschaffen vor geraumer Zeit, schön und gut, und ist dann erst mal Tee trinken gegangen oder amüsiert sich über unsere ohnmächtige Hilflosigkeit und das ausgreifende Chaos o d e r ist Gott da, begleitet er uns, sorgt er für uns, für diese Welt, in dieser Welt?
Das wäre allerdings ein großer Trost.
Lesen wir zunächst die Frage 26[2]:
Was glaubst du, wenn du sprichst:
»Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde«?
Diese Formulierung kennen wir aus dem Apostolischen Glaubensbekenntnis, der in diesem Teil der Katechismus ausgelegt wird.
Ich glaube,
dass der ewige Vater
unsers Herrn Jesus Christus
um seines Sohnes willen Gal 4,5-7; Eph 1,5
Das ist dem Katechismus wichtig: Alle Aussagen werden auf Jesus Christus bezogen, von ihm allein hergeleitet. Anders können wir als Christinnen und Christen nicht von Gott reden!
Also: Ich glaube, dass der ewige Vater unseres Herrn Jesus Christus um seines Sohnes willen...
mein Gott und mein Vater ist. Joh 1,12; Röm 8,15
Er hat Himmel und Erde
mit allem, was darin ist,
aus nichts erschaffen 1. Mose 1; Ps 33,6
und erhält und regiert sie noch immer
durch seinen ewigen Rat und seine Vorsehung. Ps 104,2-5; Mt 10,29-30; Hebr 1,3; Ps 115,3
Auf ihn vertraue ich und zweifle nicht,
dass er mich mit allem versorgt, Ps 55,23; Mt 6,25-26; Lk 12,22-24
was ich für Leib und Seele nötig habe,
und auch alle Lasten,
die er mir in diesem Leben auferlegt,
mir zum Besten wendet. Röm 8,28
Er kann es tun als ein allmächtiger Gott Röm 10,12
und will es auch tun als ein getreuer Vater. Mt 6,26; 7,9-11
Ich würde Sie jetzt am liebsten fragen, was sie von diesen Worten halten. Ich persönlich finde sie zunächst berührend in ihrer Klarheit und auch trostvoll. Wunderschöne Worte, Sätze, Gedanken. Zeugnisse. Es sind keine vermessenen Behauptungen: So und so ist es! Es ist persönliches Zeugnis. Da spricht ein „Ich“.
Ich rühren sich aber auch Widerstände: „Ich zweifle nicht.“, steht da z.B. zu Beginn des 2. Absatzes[3]. „Ich zweifle nicht“ – stimmt das so? Für mich?
Und wenn es auch – gerade heute – sehr heilsam ist zu hören, dass Gott uns – nein: mich – mit allem versorgt, was ich für Leib und Seele nötig habe – also mit dem, was ich wirklich n ö t i g brauche, nicht dem, was ich mir wünsche oder meine zu brauchen – ...wenn das also noch heilsam klingt, so mag sich doch Widerspruch regen, dass Gott „alle Lasten, die er mir in diesem Leben auferlegt, mir zum Besten wendet“. Ach wenn es doch so wäre! Kann ich das wirklich glauben? Und warum legt mir dieser Gott diese Lasten überhaupt erst auf? Könnte er sich doch sparen, sie zu wenden.
Doch der Heidelberger hat einen sehr realistischen Blick auf das Leben, in dem sich eben nicht alles auf Sonnenschein reimt, in dem es ganz andere Dinge auch zu sehen und zu bestehen gibt.
Lesen wir Frage 27:
Was verstehst du unter der Vorsehung Gottes? Apg 17,25-28
Die allmächtige und gegenwärtige Kraft Gottes,
durch die er Himmel und Erde
mit allen Geschöpfen Hebr 1,2-3
wie durch seine Hand
noch erhält und so regiert,
dass Laub und Gras,
Regen und Dürre, Jer 5,24; Apg 14,17
fruchtbare und unfruchtbare Jahre, Joh 9,3
Essen und Trinken, Spr 22,2
Gesundheit und Krankheit,
Reichtum und Armut
und alles andere
uns nicht durch Zufall,
sondern aus seiner väterlichen Hand
zukommt.
Geradezu harmlos kommen sie daher, diese Gegensatzpaare in ihrem Für und Wider, es klingt fast wie gereimt. Und offenbart doch all die Ungereimtheiten, die es gibt in dieser Welt und im Leben jedes Einzelnen. Vom allgemeinen der Schöpfung, „Laub und Gras“ in ihrem Werden und Vergehen, wird es immer konkreter, „Regen und Dürre“, bis hin zu den Dingen, deren Auswirkungen auch wir hier ganz persönlich in unserem Leben erfahren: „fruchtbare und unfruchtbare Jahre, Essen und Trinken. Gesundheit und Krankheit, Reichtum und Armut.“
Alles von Gott! Nichts durch Zufall! Alles aus seiner väterlichen Hand! Für uns! Ist das so?
Die Fürsehung Gottes wird ein Dorn bleiben, ein Stachel im Fleisch jedes Glaubenden, der es sich in seinem Glauben behaglich und bequem einrichten will! Und jedes Unrecht, jede Not, eigene und erst recht fremde Not, wird zum Wundbrand des Glaubens, zur immer wieder neuen Bewährung unseres Vertrauens, unserer Hoffnung: Ist das so?
Was ist mit dem jungen Vater, der zum Arzt geht, weil er mit einem Mal ganz selbstverständliche Dinge vergaß, den zu ernsten Blick des Arztes aber wird er nicht vergessen für den kurzen „Rest seines Lebens? Was ist mit den Eltern, die ihre Kinder verlieren? Was ist mit jahrelangen Siechtum voller Schmerzen? Was ist mit dem Leid und warum haben die einen so viel und die anderen verhungern? Und was ist mit den Kriegen auf dieser Welt? Und was ist es auch mit unserem Anteil daran? Kommt das alles von Gott? Für uns?
Nach Ausschwitz wollten einige Theologinnen und Theologen mit dem Theologisieren ganz aufhören. Zu schlimm erschien der Gedanke, dass Gott damit irgendetwas damit zu tun haben sollte. Jedwede Aussage in dieser Richtung aus dem Munde eines Lebenden muss doch wie ein Hohn sein über all die Toten, über all das Leid, das wir Menschen anrichten oder erfahren.
Immerhin: Der Heidelberger Katechismus geht dieser bedrängenden Frage nicht aus dem Weg. Er spricht diese Gegensätze an. Darin ist er gut biblisch. Und er redet aus einer Zeit heraus, in der Not und Leid durchaus sehr gegenwärtig waren. Kriege, der frühe Tod von Kindern, Hunger oder Krankheiten wie die Pest standen nahe vor Augen. Das gibt den Worten Glaubwürdigkeit. Und noch etwas: Der Heidelberger Katechismus hat nicht den Anspruch, allgemeine Gewissheiten oder Wahrheiten zu benennen. Es geht um den Glauben. Und Glauben ist, wie der Heidelberger gerade vorher zur Einleitung des Apostolischen Bekenntnisses in Frage 21 ausführt, ich zitiere: „nicht allein
eine zuverlässige Erkenntnis, durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort geoffenbart hat, sondern auch ein herzliches Vertrauen, welches der Heilige Geistdurchs Evangelium in mir wirkt.“ Die „Fürsehung“, die „Fürsorge“ Gottes für uns Menschen, für diese Welt, jetzt und hier, wird nicht als allgemeine erkennbare Wahrheit behauptet, der ich zu jeder Zeit zustimmen können muss. Nein! Herzliches Vertrauen, auch mein eigenes Vertrauen, mein eigener Glaube werden geschenkt. Darauf kann ich h o f f e n. Dafür kann ich b e t e n. Mehr aber auch nicht.
Der Heidelberger versucht gar nicht erst zu erklären, warum Gott das Leid zulässt. Das könnte er auch gar nicht. Die Aussagen zur Fürsehung weisen stattdessen auf eine
H o f f n u n g, die gerade in Not und Leid so elementar wichtig ist: Dass diese Welt und unser Leben nicht im Chaos oder in der Bedeutungslosigkeit, in der S i n n l e e r e verschwinden, sondern dass es – auch wenn wir es nicht verstehen oder als allgemeine Erkenntnis wissen oder gar behaupten könnten – (dass es) einen S i n n, ein Z i e l, eine g u t e A b s i c h t, einen g u t e n f ü r s o r g l i c h e n G o t t für uns gibt und wir uns so einen Reim auf unser Leben machen können. Eben diese Hoffnung, dieses Vertrauen aber können wir uns nicht selbst geben. Sie mögen uns geschenkt werden. Mir. Dir. Wir können „nur“ dafür beten.
Drei Texte, liebe Gemeinde, zum Schluss. Zunächst die Frage 28, die das Thema der Fürsehung abschliesst:
Was nützt uns die Erkenntnis der Schöpfung und Vorsehung Gottes?
„Was nützt uns...“? So fragt der Heidelberger immer wieder. Immer wieder geht es nicht allein um „rechte Lehre“, sondern um den ganz persönlichen Bezug. Was bringt es mir? Wozu ist es gut? Was schenkt mir Gott?
Gott will damit,
dass wir in aller Widerwärtigkeit geduldig,
in Glückseligkeit dankbar Röm 5,3; Jak 1,3; Hiob 1,21; 5. Mose 8,10; 1. Thess 5,18
und auf die Zukunft hin voller Vertrauen
zu unserem treuen Gott und Vater sind,
dass uns nichts
von seiner Liebe scheiden wird, Röm 8,38-39
weil alle Geschöpfe so in seiner Hand sind,
dass sie sich ohne seinen Willen
weder regen noch bewegen können. Hiob 1,12; Apg 17,25-28; Spr 21,1
„... weil alle Geschöpfe so in seiner Hand sind, dass sie sich ohne seinen Willen weder regen noch bewegen können.“
Dazu, liebe Gemeinde, den zweiten Text vo Kornelis Heiko Miskotte, dem bedeutendsten holländischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Er schreibt, ausgehend von dem Wort Mt 10,29, das wir in der Lesung gehört haben, wo es heißt, dass kein Spatz zu Boden fällt, ohne dass Gott bei ihm sei: „Kein Spatz fällt ohne den Willen des Vaters! Wie kann uns dies zum Trost werden? … Der Trost besteht nicht darin, dass der Spatz nicht fällt, sondern dass er nicht aufgrund des Schicksals oder durch Zufall fällt, sondern durch einen bewussten weisen Willen. … Wir dürfen die Vorsehung nicht den Sentimentalen überlassen, die nicht sehen wollen, dass Spatzen fallen. Aber auch nicht den Optimisten, die glauben, dass eine Zeit kommt in der die Spatzen nicht mehr fallen werden. Wir glauben, dass alle Dinge einen Sinn haben; nicht den einen oder anderen Sinn, selbst nicht einen 'göttlichen' Sinn, sondern einen Sinn in Übereinstimmung mit Gottes Qualitäten. Und das zu glauben ist wahrhaftig harte Arbeit, Titanenarbeit: der Glaube ist nämlich kein Spaziergang, sondern ein halsbrecherisches Unternehmen!“[4]
Und zum Schluss ein Zitat von Christian Link, Systematikprofessor an der Bochumer Ruhr Universität:
„Wenn wir wissen, dass auch unsere Gebete nicht in den Wind gesprochen sind, dann können wir 'in aller Widerwärtigkeit geduldig' und – was heute das wichtigste ist – 'auf Zukunft hin voller Vertrauen zu unserem treuen Gott' sein. Dann brauchen wir als Christen nicht an den Klagemauern der Gegenwart zu stehen, sondern treten auf die Zinnen, von denen aus die Zukunft sichtbar wird.“[5]
„Wenn wir wissen, dass auch unsere Gebete nicht in den Wind gesprochen sind...“
Das gebe Gott!
Amen!
[1] Nachzulesen in: Stefan Klein, Alles Zufall, Reinbek 2004.
[2] Neben den Einzelausgaben findet sich der Heidelberger Katechismus z.B. im Evangelischen Gesangbuch. Ausgabe für die Landeskirchen Rheinland, Westfalen, Ev.-ref. Kirche, Lippische Landeskirche, Gütersloh/Bielefeld/Neukirchen-Vluyn 1996, S1611f..
[3] Die Originalausgabe 1563 formuliert etwas zurückhaltender: „... umb seines Sons Christi willen / mein Gott un mein Vater sey / auff welchen ich also vertrauwe / daß ich nicht zweiffel / er werde mich mit aller notdurfft leibs und der seelen versorgen ...“ - s. unter www.heidelberger-katechismus.net/daten/File/Upload/doch-6402-2.pdf.
[4] Kornelis Heiko Miskotte, De blijde wetenshap. Toelichting op de Heidelbergse Catechismus Deel 1: Zondag I – XII, Franeker o.J., S. 152f., zitiert nach: Georg Plasger, Glauben heute mit dem Heidelberger Katechismus, Göttingen 2012, S. 126.
[5] Christian Link, „Kein Haar von meinem Haupt kann fallen“. Vorsehung heute, in: M. Heimbucher u.a., Zugänge zum Heidelberger Katechismus. Geschichte – Themen – Unterricht, Neukirchen-Vluyn 2012, S. 126.
Predigt gehalten am 6. April 2013 in der Ev.-reformierten Kirchengemeinde Beyreuth.


