Macht des Glaubens

Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013

Pressemitteilung

Das Erscheinen des Heidelberger Katechismus, dieser bedeutendsten Bekenntnisschrift der reformierten Kirche, jährt sich 2013 zum 450. Mal. Nach der Anerkennung auf der Dordrechter Synode 1619 fand er weltweit Verbreitung und wurde zum Symbol des Aufbruchs und der Veränderung in Europa, Amerika und Asien.

Mit dem Heidelberger Katechismus verbindet sich eine Zeit des Umbruchs, der Erneuerung und Sinnsuche, die das 16. und 17. Jahrhundert prägte. Die Ausstrahlung jenes neuen reformatorischen Geistes durchdrang alle gesellschaftlichen Ebenen und bestimmte das Lebensgefühl der Menschen am Beginn der Neuzeit. Heidelberg mit seiner zu höchster Blüte entwickelten Hofhaltung und die Universität mit der berühmten Bibliotheca Palatina bildeten neben Genf und Leyden das geistige Zentrum des europäischen Calvinismus.

Zum Jubiläum ist ein gemeinsames Ausstellungsprojekt zum Heidelberger Katechismus an drei Standorten geplant: im Schloss Heidelberg, im Kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg und im Paleis Het Loo in Apeldoorn (NL). Kooperationspartner sind die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG), das Kurpfälzische Museum der Stadt Heidelberg (KMH), die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, das Paleis Het Loo in Apeldoorn, die Johannes A Lasco Bibliothek in Emden und das internationale Projekt Refo500.

Die Ausstellungsstandorte setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
In den Niederlanden wird die Religiosität der Oranier und deren Geschichte das zentrale Thema sein.
Im Schloss Heidelberg stehen die Kurfürsten und deren Politik, höfische Lebensformen und Repräsentationsansprüche im Mittelpunkt. Im Zuge der Konfessionswechsel positioniert sich die Pfalz in der Reichs- und Außenpolitik neu.
Das Kurpfälzische Museum Heidelberg behandelt den wissenschaftlichen Aspekt und stellt den Heidelberger Katechismus in den Kontext seiner Entstehungszeit. Zu den drängenden Fragen gehörte damals das Ringen um die reine Lehre. Die Heidelberger Theologen spielten in dieser Auseinandersetzung eine wegweisende Rolle.

Unter dem Titel „Macht des Glaubens“ werden vom 12. Mai bis zum 15. September 2013 hochkarätige Leihgaben aus dem In- und Ausland gezeigt, ergänzt durch Bestände aus Heidelberg und der Metropolregion. Begleitend wird eine mehrsprachige Publikation mit Aufsätzen zur Geschichte und Rezeption des Heidelberger Katechismus und ein Katalog erscheinen.

 

Presseerklärung vom 23.02.2011;  Öffentlichkeitsarbeit & Kulturmanagement für die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg 

>>> Weiterleitung zur Seite der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden Württembergs


 

Der Heidelberger Katechismus international
Beiträge und Eindrücke aus einigen Ländern
Einführung in die reformierte Lehre auf Grund des Heidelberger Katechismus
Bisher unveröffentlichte Vorlesung von Karl Barth erschienen
Was nützt uns die Herrschaft Christi?
Der Heidelberger Katechismus und seine Zukunftspotentiale
Von Michael Welker
Gerd Theißen: Der Heidelberger Katechismus - Erinnerungen und Erkenntnisse
Festvortrag von Prof. Dr. Gerd Theißen auf der Hauptversammlung des Reformierten Bundes am 7. Juni 2013 in Heidelberg
Theologische Engführung und biblische Weite
Ein Beitrag zum Bibelgebrauch des Heidelberger Katechismus
Von Frank Crüsemann
‘Neutralisierungssalz’? Wie kam der Heidelberger Katechismus in die Verfassung der Evangelisch-reformierten Kirche?
Eine spannende Frage! Und ein informativer Beitrag!
Unter dem Titel: "In Einigkeit des wahren Glaubens."– Der Heidelberger Katechismus als Medium der Etablierung und Konsolidierung der Evangelisch-reformierten Kirche in der Provinz Hannover, zeichnet Dr. Hans Georg Ulrichs, Heidelberg, den Weg nach, wie und warum der Heidelberger Katechismus Eingang in die Verfassung der heutigen Evangelisch-Reformierten Kirche (ERK) fand.
Glaubensbekenntnis in der jüdischen Religion
Der Heidelberger Katechismus wurde als Unterrichtsbuch entworfen und auch so benutzt. Bald bekam er aber auch die Funktion eines Bekenntnistextes. In reformierten und unierten Kirchen zählt er bis heute zu einer ihrer Bekenntnisgrundlagen.
Wie aber sieht es in anderen Konfessionen oder Religionen mit Glaubensbekenntnissen aus? Vom Judentum wird oft behauptet, dort gäbe es keine solchen Texte. Aber ist das so zutreffend? Michel Bollag vom Zürcher Lehrhaus hat dazu einen informativen Beitrag verfasst.
»Von der Dankbarkeyt«
Ein Beitrag des Heidelberger Katechismus zum christlich-jüdischen Gespräch?
Von Hans Maaß
Katechismus im Konfirmandenunterricht?
Sieben Anregungen für die Praxis
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