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''Weiterführung der friedensethischen Tradition''
ErK: Martin Heimbucher wird 70 Jahre alt

Die aktuelle Kirchenpräsidentin, Susanne Bei der Wieden, würdigte die Amtszeit Heimbuchers: „In unserer Kirche werden seine theologischen Impulse noch lange nachwirken. Besonders dankbar sind wir in diesen Tagen für seine unermüdlichen Hinweise auf die jüdischen Wurzeln unserer christlichen Verkündigung und Lehre sowie für die kluge Weiterführung der friedensethischen Tradition in unserer reformierten Kirche.“
Martin Heimbucher wuchs in Kassel auf. An der Universität Göttingen promovierte er mit einer Arbeit über die Bekennende Kirche und Dietrich Bonhoeffer. Zunächst war er Pfarrer in der Lippischen Landeskirche, bevor er von 1999 bis 2006 Pastor der evangelisch-reformierten Gemeinde Eddigehausen bei Göttingen wurde. Vor seinem Amt als Kirchenpräsident arbeitete er sechs Jahre als Theologischer Referent im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover.
Bei der Wieden sagte, Martin Heimbucher werde in der Evangelisch-reformierten Kirche auch mit dem in seiner Amtszeit begonnenen Zukunftsprozess in Erinnerung bleiben. Dieser habe die Notwendigkeit der Kooperation von Kirchengemeinden hervorgebracht und bilde die Grundlage für aktuelle Transformationsprozesse. „Wir zehren heute davon, dass der Zukunftsprozess nicht von der Frage nach einer Ressourcenkonzentration ausging, sondern von der Frage, was es heute bedeutet, christliche Gemeinde zu sein.“
Die letzten Amtsjahre von Martin Heimbucher waren von der Corona-Pandemie geprägt, deren Beschränkungen das kirchliche Leben im Frühjahr 2020 zeitweise nahezu zum Stillstand brachten. Heimbucher reagierte darauf, indem er sofort digitale Formate für sich entdeckte und Videoandachten sowie Videogottesdienste als Wege der Verkündigung etablierte. Auch seine Verabschiedung im Juni 2021 in der Großen Kirche in Leer stand noch unter den Vorzeichen der Pandemie.
Aktuell engagiert sich Martin Heimbucher in Leer besonders bei Solidaritätsaktionen für Ukrainerinnen und Ukrainer. So gehört er zum Kreis der Menschen, die jede Woche zur Mahnwache gegen den Angriffskrieg auf die Ukraine aufrufen. Außerdem organisierte er humanitäre Transporte in die 480.000-Einwohner-Stadt Mykolajiw im Süden der Ukraine.
Quelle: ErK


