Gebet und Friedensgeläut am Jahrestag des Mauerfalls

9. November, 22 Uhr, Läuten der Kirchenglocken in zahlreichen Gemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM)


Friedensgebet in Eisenach 1989; Foto: EKM

Friedensgebete und Gedenken an die Ereignisse vor 20 Jahren und die Pogromnacht vor 71 Jahren.

EKM-Kampagne "1989-2009 | Gesegnete Unruhe"

Am 9. November, dem 20. Jahrestag des Mauerfalls, werden in zahlreichen Gemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) um 22 Uhr die Kirchenglocken läuten und so zu Friedensgebeten und Andachten einladen. 20 Jahre zuvor hatten Kirchengemeinden am Abend des 9. November 1989 spontan die Glocken geläutet, nachdem die Grenze an mehreren Stellen geöffnet worden war.

"Viele Menschen haben damals die Hände gefaltet und Gott gedankt für das 'Wunder des Mauerfalls'", so die Landesbischöfin der EKM, Ilse Junkermann. "Diese Dankbarkeit können und dürfen wir auch heute noch empfinden. Mit der friedlichen Revolution haben sich die Menschen von der Diktatur und dem Stacheldraht befreit. Wir sind befreit zur Verantwortung. Heute können wir in Freiheit die Gesellschaft mit gestalten. Wir sollten sie gemeinsam so verändern, dass auch die Schwächsten in unserer Mitte aufgehoben sind."

Gedacht wird in den Friedensgebeten nicht nur der Ereignisse vor 20 Jahren, sondern auch der Pogromnacht vor 71 Jahren. "Der 9. November erinnert uns gleichermaßen an eine sehr düstere und an eine helle Zeit in der deutschen Geschichte", so Junkermann. In der EKM wird am 9. November jedes Jahr ein "Tag der Erinnerung und Umkehr" begangen. Beides gehöre zusammen.


Pressemitteilung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), 4. November 2009