Neuer Schwerpunkt in der Friedensforschung

Baden: Friedensinstitut Freiburg eröffnet


© EvHF

Das Friedensinstitut Freiburg der Evangelischen Hochschule (EH) Freiburg wird am 24. Januar 2020 mit einem Festakt in der Hochschule eröffnet.

Gegründet wurde es am 1. Januar 2020. Das Institut will zur Friedensfähigkeit der Gesellschaft beitragen. Es steht für interdisziplinäre Forschung, Lehre und Transfer in den Bereichen Friedenspädagogik, Friedensarbeit und Friedenstheologie.

Das Friedensinstitut entwickelt aus der interdisziplinären Forschung praxisrelevante Angebote. Besondere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Konflikttransformation, Friedensethik und Friedenstheologie. Rektorin Prof.in Dr.in Renate Kirchhoff: „Wir danken der Evangelischen Landeskirche in Baden für ihre Entscheidung, das Friedensinstitut an der Evangelischen Hochschule Freiburg anzusiedeln. Mit dem Friedensinstitut haben wir die Möglichkeit, einen Schwerpunkt im Bereich der Friedenforschung zu setzen.“

Studierende erhalten durch das Friedensinstitut Wissen über Entwicklungen im Bereich der peace studies und der peace education. Neu ist damit auch, dass sie sich zukünftig interdisziplinäre Veranstaltungen zu einem thematischen Studiengangsprofil zusammenstellen können. Durch Forschungspraktika im In- und Ausland können forschungsmethodische Kompetenzen im Feld der Friedensforschung vertieft werden. Mittelfristig wird eine Zusatzqualifikation „Friedenspädagogik / Friedensarbeit“ entwickelt.

Vor allem in Lehre und Forschung wird das Friedensinstitut an nationale Netzwerke im Bereich der Friedensforschung und -arbeit anknüpfen: Transfer und Weiterbildung richten sich an Fachkräfte und zivilgesellschaftliche Akteure in Kirche und Gesellschaft. Während Lehrangebote für Studierende und auch die Fachtage in Freiburg stattfinden sollen, werden Weiterbildungsangebote mobil sein.

Karen Hinrichs leitet als Geschäftsführende Direktorin das neue Institut gemeinsam mit Professor Dr. Bernd Harbeck-Pingel (EH Freiburg) als Wissenschaftlicher Direktor. Hinrichs ist für die Programmentwicklung, Koordination und Geschäftsführung verantwortlich, der Dekan des Fachbereich Theologische Bildungs- und Diakoniewissenschaft für die wissenschaftliche Leitung.

Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh: „Als Kirche erhoffen wir uns vom Friedensinstitut neue Erkenntnisse über Bedingungen und Möglichkeiten einer „Kultur der Gewaltfreiheit und des Friedens“, Initiativen wie Demokratie und Nachhaltigkeit in sozialer, religiöser und pädagogischer Arbeit gezielt zu fördern sind und wie „Konflikttransformationen“ gelingen können.“

Das Friedensinstitut wird unterstützt durch einen 15-köpfigen Beirat, zu dem auch die Leitung des Instituts gehört. Den Vorsitz hat der frühere Oberkirchenrat (2007 - 2019) Prof. Dr. Christoph Schneider-Harpprecht. Er war von 2002 - 2007 Rektor der Evangelischen Hochschule Freiburg.

Die Beiratsmitglieder repräsentieren mit ihrer Expertise in Friedensforschung und Friedensarbeit Wissenschaft, Kirche und Politik. Der Beirat kommt jährlich zusammen und berät die Leitung des Instituts zur weiteren fachlichen und programmatischen Ausrichtung.


Quelle: EKiBa

Aktuelles

'Vorausschau und Mut'

Reformierter Bund: Verabschiedung von Generalsekretär Achim Detmers
In einer Dankesfeier des Moderamens des Reformierten Bundes hat sich Achim Detmers als Generalsekretär des Reformierten Bundes verabschiedet. Zum 30. September 2020 wird er seine Tätigkeit nach Ablauf der 6-jährigen Amtszeit niederlegen.

ime/ref-info

50 Jahre Fairer Handel

Fünf Weltläden heute in Lippe
Vor genau 50 Jahren, im September 1970, kamen die ersten fair gehandelten Produkte in Deutschland auf den Markt.

Quelle: Lippe

Der Verantwortung für die Schöpfung stellen

Westfalen: Präses Annette Kurschus verleiht erstmals den Schöpfungspreis der westfälischen Landeskirche
Sie engagieren sich in ihrer Gemeinde seit 20 Jahren in nahezu allen Bereichen des Umweltschutzes. Kurz: die Mitarbeitenden, Haupt- wie Ehrenamtliche, setzen den biblischen Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, vor Ort konsequent um.

Quelle: EKvW

Studie: 'Digitaler Kirchgang' auch nach Corona stark gefragt

Rheinland: Chance für Weihnachtsgottesdienste
Teilnehmende von Online-Gottesdiensten wünschen sich eine Fortführung der digitalen Angebote über Corona hinaus – auch nach Ende des Lockdowns wollen vor allem mittlere Altersgruppen weiterhin den „digitalen Kirchgang“ praktizieren. Dies hat eine Studie im Auftrag von fünf Landeskirchen mit knapp 5000 Befragten ergeben.

Quelle: EKiR

'Kein Grad weiter'

Hessen-Nassau: Evangelische Kirche ruft zu weltweitem Klimaprotest am 25. September auf
Das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung und das Zentrum Oekumene rufen dazu auf, sich am weltweiten Klimaprotest der "Fridays for Future"-Bewegung am 25. September zu beteiligen. Andachten und kreative Aktionen sind gefragt, denn es geht darum, dass es "Kein Grad weiter" geht.

Quelle: EKHN

'Wir sind immer auch abhängige und bedürftige Wesen'

Rheinland: Präses Manfred Rekowski warnt vor verengtem Menschenbild durch Reproduktionsmedizin
Angesichts der Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin warnt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, vor einer „gefährlichen Verengung des Menschenbildes in der modernen Gesellschaft“.

Quelle: EKiR

Zart, wild und unersetzlich

Emden: Rollup-Ausstellung zum Ausleihen
Der Bezirk Neue Kirche der Ev.-ref. Gemeinde Emden beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Ökologie, Nachhaltigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

Kraft, Liebe und Besonnenheit

Zur Situation in Minsk (Belarus)
Von Pastor Reiner Kuhn, Ev.-ref. Kirche Hamburg

Reiner Kuhn

'Deutschland muss klar seine Stimme erheben'

EKM: Landesbischof fordert Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland
Mit Blick auf den Atombomben-Abwurf vor 75 Jahren auf Hiroshima und Nagasaki fordert Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), von der Bundesregierung den Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag, den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland, den Verzicht auf den geplanten Kauf neuer Kampfflugzeuge und eine generelle Ächtung von Atomwaffen.

Quelle: EKM

Friedenslicht kommt nach Deutschland

Einige Stationen liegen auch in Baden
Das Friedenslicht wurde ursprünglich in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem entzündet.

Quelle: EKiBa
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