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Die verpasste Reformation: das Konzil von Konstanz vor 600 Jahren
Fünf Jahre lang will die Stadt Konstanz des größten Kongresses des Mittelalters gedenken
ref.ch. Vor 600 Jahren kamen in Konstanz die Mächtigen Europas zusammen. Am Bodensee wurde ein Papst gewählt - der einzige nördlich der Alpen. Wo sich damals Geistliche, Politiker, Händler und Huren trafen, wird ab Sonntag gefeiert.


Pionierinnen im Pfarramt: Festtag feiert Pfarrerinnen aus vier Jahrzehnten

20. November 2015 in Bonn

Bonn. Ihre Pionierinnen im Pfarramt feiert die Evangelische Kirche im Rheinland mit einem Festtag zu 40 Jahren Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt am Freitag, 20. November 2015, von 10 bis 17 Uhr in Bonn. Eröffnet wird der Tag mit einem Gottesdienst mit Bischöfin i. R. Maria Jepsen und Präses Manfred Rekowski um 10 Uhr in der Kreuzkirche am Kaiserplatz.

Um 11.30 Uhr geht es mit einem Thementag weiter im Haus der Kirche an der Adenauerallee 37. Im Hauptvortrag spricht Prof. Dr. Christine Globig, Privatdozentin für Systematische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel, zum Thema „Frauenordination – zur theologischen Begründung einer kirchlichen Entscheidung“. Dr. Dagmar Herbrecht, Kirchenrätin im Landeskirchenamt, referiert über den Weg der Frauen zum Amt. Ein Grußwort wird Barbara Steffens sprechen, Ministerin des Landes Nordrhein-Westfalen für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter. Pfarrerinnen aus vier Jahrzehnten kommen auf einem Podium und in Interviews zu Wort.

Zölibatsklausel galt noch bis Anfang der 1970er Jahre

Frauen im Pfarramt – in der Evangelischen Kirche im Rheinland ist das normal. Gut ein Drittel ihrer knapp 1900 Pfarrstellen ist derzeit mit Frauen besetzt. Und die Zahl der Pfarrerinnen steigt stetig; in Vikariat und Probedienst liegt der Frauenanteil bereits bei mehr als 60 Prozent. Das war nicht immer so. Vor 40 Jahren, im Januar 1975, beschloss die Landessynode die volle rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarrdienst und stellte damit die Weichen für diese Entwicklung. Der Weg der Theologinnen bis dahin war lang, von der Öffnung der theologischen Fakultäten für Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts bis zur gleichberechtigten Übernahme eines Pfarramts ab 1975. Zahlreiche Widerstände in der Amtskirche und Vorurteile von Seiten ihrer männlichen Kollegen galt es zu überwinden. So waren Theologinnen zunächst in ihrem Dienst auf die Arbeit mit Frauen und Kindern beschränkt und mussten aus dem Amt ausscheiden, wenn sie heirateten. Diese Zölibatsklausel galt noch bis Anfang der 1970er Jahre.

Hintergrundinformationen, Interviews und Fotos im:
Themenpaket „40 Jahre Frauen gleichberechtigt im Pfarramt“ unter: www1.ekir.de/url/Hn7

Bereits auf der Landessynode im Januar war eine Ausstellung zum Thema präsentiert worden, die seitdem bereits an 16 verschiedenen Orten der rheinischen Kirche gezeigt wurde. Und auch für das kommende Jahr ist sie schon fast vollständig ausgebucht.

Ausstellungsprojekt „Pionierinnen im Pfarramt“: www1.ekir.de/url/PTJ

Pressemeldung der EKiR, 6. November 2015

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