Ausstellungen


Die verpasste Reformation: das Konzil von Konstanz vor 600 Jahren
Fünf Jahre lang will die Stadt Konstanz des größten Kongresses des Mittelalters gedenken
ref.ch. Vor 600 Jahren kamen in Konstanz die Mächtigen Europas zusammen. Am Bodensee wurde ein Papst gewählt - der einzige nördlich der Alpen. Wo sich damals Geistliche, Politiker, Händler und Huren trafen, wird ab Sonntag gefeiert.


Renaissance and Reformation: German Art in the Age of Dürer and Cranach

November 2016 bis Ende März 2017 in Los Angeles, Kalifornien

One of the original 1965 buildings of the Los Angeles County Museum of Art. Foto: I, Sailko Wikipedia/CC BY-SA 3.0

Meisterwerke der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München zu Gast im Los Angeles County Museum of Art

Anlässlich des Reformationsjubiläums im Jahr 2017 werden die Staatlichen Museen zu Berlin, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München von November 2016 bis Ende März 2017 im Los Angeles County Museum of Art (LACMA) Schlüsselwerke der deutschen Kunst des 16. Jahrhunderts präsentieren.

Ziel der Ausstellung „Renaissance and Reformation: German Art in the Age of Dürer and Cranach“ ist es, durch bedeutende Kunstwerke einen neuen Blick auf die Reformation und ihre Zeit zu werfen. „Die Kunst dieser Zeit zählt zu den wichtigsten Kapiteln deutscher und europäischer Kunst‐ und Kulturgeschichte. Sie jenseits des Atlantiks zu präsentieren, ist uns ein Anliegen und eine große Freude“, so die Generaldirektoren der Sammlungen Michael Eissenhauer (Berlin), Hartwig Fischer (Dresden) und Bernhard Maaz (München).

Das breite Spektrum an Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen und Schatzkunst zeichnet ein facettenreiches Bild dieser Schlüsselepoche der Geschichte. Gezeigt werden unter anderem Meisterwerke von Dürer, Cranach, Holbein, Riemenschneider und Grünewald. 

Die Ausstellung gewährt einen Einblick in die religiösen, gesellschaftlichen und politischen Umbrüche der Zeit. Damit soll ein breites Publikum erreicht und die Neugierde auch bei solchen Besucherinnen und Besuchern geweckt werden, die bislang nur wenig vertraut mit den Ereignissen und der Kunst dieser Epoche sind.

„Die Ausstellung bietet eine einzigartige Gelegenheit, im Süden Kaliforniens die größten Errungenschaften der deutschen Renaissance-Kunst zu erleben“, sagt Michael Govan, CEO de LACMA und Wallis Annenberg Director. „Wir freuen uns sehr, diese Werke anlässlich des 500. ReformationsJubiläums präsentieren zu können.“

Seit seiner Gründung 1965 hat es sich das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) zur Aufgabe gemacht, eine sowohl kunsthistorisch wie geographisch übergreifende Kunstsammlung aufzubauen, welche zudem die einmalig heterogene Gesellschaft der Stadt Los Angeles repräsentiert. Heute ist das LACMA das größte Kunstmuseum der westlichen Vereinigten Staaten, mit einer enzyklopädischen Sammlung von über 120.000 Objekten, die von der Antike bis zur Gegenwart reichen und die ganze geographische Welt sowie fast die gesamte Kunstgeschichte umspannen.

Die Ausstellung wird mit Unterstützung des Auswärtigen Amts ermöglicht. Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der die Schirmherrschaft übernommen hat, erklärte dazu in Berlin: 
„Die Reformation hat die damalige Ordnung der Welt entscheidend verändert, auch das Verhältnis des Bürgers zu Staat und Kirche und das Verständnis von Freiheit. Die Reformation forderte nicht nur Kirche heraus, sie stellt Anforderungen an die Politik, die so heute gültig sind. Martin Luther fordert für die eigenen Überzeugungen einzustehen, sich einzumischen, Verantwortung zu übernehmen und für Aussöhnung und Dialog zu arbeiten. Deshalb ist das Reformationsjubiläum für Politik, auch für unsere Auswärtige Kulturpolitik bis heute Auftrag! Ich danke den Staatlichen Sammlungen in Berlin, Dresden und München für die exzellente Zusammenarbeit und hoffe, dass sich möglichst viele Besucher die Ausstellung „Renaissance and Reformation“ ansehen.“

Pressemeldung der Staatlichen Museen zu Berlin, 18. Februar 2016

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