Tagesgebet

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Ankommen
Gebet zum Ende der Sommerzeit

Gott des Lebens,
hinter uns liegt eine große Atempause,
eine wohltuende Unterbrechung,
Tage, an denen, die Uhrzeit keine Rolle spielte,
und das Frühstück auch mal gegen Mittag sein durfte,
weil der Abend bis in den Morgen reichte.
Hinter uns liegen ausgiebige Spaziergänge am Meer
oder auf Traumpfädchen in den Bergen.
Wir spürten unsere Muskeln, Gott,
waren nicht selten gefordert und manchmal ganz schön aus der Puste.
Oben am Gipfel angekommen wurde manch ein Wanderer
durch eine fantastische Aussicht belohnt.
„Wie wunderbar sind deine Werke, Gott!
Wie schön ist das, was du geschaffen hast!“
Doch nun sind die Sommerferien vielerorts vorbei, teilweise auch bald, Gott,
der Alltag klopft an die Tür und
schon beginnt die Schule wieder.
Die meisten Urlauber sind bereits zurückgekehrt in ihre Heimat:
die Berufstätigen an ihren Arbeitsplatz,
wir alle in die vertrauten vier Wände unseres Zuhauses.
Irgendwie schade, Gott, dass die Ferien immer so schnell um sind.
Aber das Zurückkehren,
und das langsame wieder Ankommen haben auch etwas Schönes.
Zu wissen: Ich habe einen Ort, eine Heimat,
mein Zuhause wartet auf mich,
und die Nachbarn und meine Katze auch,
empfinde ich als großen Segen.
Wenn ich den Schlüssel in meine Haustür stecke und umdrehe und
beim Eintreten erleichtert mein Gepäck abstellen kann,
fällt alle Anstrengung von mir ab.
Gott, ich danke Dir für diese Auszeit!
Für die Bewahrung!
Für all das, was ich in den letzten Tagen und Wochen erleben durfte.
Claudia Kurrelvink


