Gebet

Tagesaktuelles Gebet


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Gebet

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, // der gesunde Menschenverstand ist Deine Gabe. / Wir brauchen ihn. / Die Politiker brauchen ihn. / Die Schulen. / Die Polizei. / Auch die Kirche. / Wir brauchen ihn als Geist der Ernüchterung. / Als Geist, der Illusionen zerschlägt. / Als Geist, der Mut zur Wahrheit macht. / Und dazu, Grenzen zu ziehen. //

Ab und zu blitzt er auf, dieser Geist. / Dafür sind wir Dir von Herzen dankbar. / Häufig aber fehlt er. / Häufig tarnt sich die Unvernunft unter Schlagwörtern. / Wieso die Lust auf Radau in den Fußballstadien sich Fankultur nennen darf, ist rätselhaft. / Und wieso dann mit öffentlichen Geldern dieser angeblichen Fankultur Geleitschutz gegeben wird, / ist in gleicher Weise unverständlich. / In anderen Ländern ist das besser. / Warum nicht auch bei uns hier? / Ist zu viel Geld im Spiel? //

Warum sich zu Silvester erneut alle, / die dazu Lust haben, / mit Feuerwerkskörpern unkontrolliert in Szene setzen dürfen / und Dritte meinen, / dass das Brauchtum sei, ist ebenso schleierhaft. / Das angebliche Brauchtum füllt die Unfallstationen, / setzt tonnenweise Feinstaub frei und ist objektiv Tierquälerei. / Das wissen fast alle. / Und fast alle wollen das nicht. / Es erfordert keinen Mut, / da eine Grenze zu setzen. / Warum ist dazu der Mut nicht da? / Geht es ums Geschäft, / das nicht kaputt gemacht werden soll? / Oder hat man einen Begriff von Toleranz, / der Rücksichtslosigkeit und Willkür schützt? //

Dass unsere Welt / seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine / eine andere ist, / dürfte den meisten bekannt sein. / Aber allen ist das nicht bekannt. / Wieso ist das verloren gegangen, / dass menschliches Recht des Schutzes / durch menschliche Gewalt braucht? / Wieso können einige meinen, / auf irgendeine Weise nicht dabei sein zu können? / Es heißt: Putins Angriffskrieg und die Reaktionen darauf / passten nicht in die Lebensplanung. / Wieso halten junge Menschen / und sogar einige Politiker / das für ein Argument? / Das ist unfasslich. //

Der gesunde Menschenverstand. / Er fehlt vielfach. / Der Geist der Ernüchterung. / Gib uns, Herr, diesen Geist. / Gib ihn allen, die ich brauchen. / Und lass uns im Warten auf Dich bleiben. //

Und im Seufzen zu Dir: / Kyrie eleison. / Amen. 
Klaus Bröhenhorst

Gott – / unbegreiflich bist du, / aber nicht unansprechbar / wir können in den Worten unserer Vorfahren mit dir reden. // Tröste uns, wie Eltern ihre Kinder. / Nimm uns in deine Arme. / Blicke freundlich auf uns. / Mach uns Mut. // Vergib uns, was wir falsch gemacht haben / und hilf uns anderen zu vergeben. // Lehre uns, aus der Vergangenheit zu lernen / und die Zukunft mitzugestalten. // Sende uns deinen Geist, / damit wir anderen eine Stütze sein können / durch Schweigen / durch die richtigen Worte / durch anteilnehmendes Handeln. // Bleibe bei uns alle Tage / bis an unser Ende / und dann erst recht! // AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
Wieder ist Advent. Der Gerechte und der Helfer ist versprochen, und ich soll sein Kommen ansagen. Aber viele Fragezeichen versperren mir den Blick nach vorne.// Was wird mit den Plänen unserer Gemeinde für Weihnachten? Was mit denen, die sich nach Gottesdiensten und Treffen sehnen? Was mit den Kranken und denen, die sie lieb haben? Was mit den erschöpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankenhaus, bis vor zwei Jahren meine Kolleginnen und Kollegen? Was mit neuen Gefahren? Was mit den Uneinsichtigen und Lauten? Was mit der Gerechtigkeit, auch zwischen armen und reichen Ländern, zwischen Jungen und Alten? Was mit anderen Überlebensfragen, hier und anderswo? Und wie lange geht das alles noch?// Treuer Gott, du siehst, was wir nicht sehen. Du weißt, was wir nicht wissen. Du denkst schon Dinge, an die wir noch nie gedacht haben.// Das zu beten erschüttert und tröstet zugleich. Wie klein und begrenzt ist das, worum ich mich meistens kümmere. Und wie groß die Welt, die deine Gerechtigkeit und deine Hilfe braucht und bekommen soll.// Du allein bist die Hoffnung für unsere aus den Fugen geratende Welt, im Großen und im Kleine. Darum komm und bleib nicht ferne, lass uns nicht ohne Gerechtigkeit und Hilfe!// Das bitten wir durch Jesus Christus. Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Gott, / der du uns die Augen öffnest / für unsere Verantwortung: / Stärke uns als Gemeinde, / als Kirche, / als Christen / und als Menschen in unserer Gesellschaft /und bring uns dazu, / dass wir deinem Bild entsprechen. / Komm du uns entgegen / und mach uns Mut, / dass wir dir entgegengehen. // Amen
Georg Rieger, Nürnberg
Wo du bist ist Advent / Wenn du bei mir ankommst / Geht mir ein Licht auf / Du bist viel mehr als ich / Du übersteigst alle Ichs / In deinem Licht werden wir Wir / Eine Gemeinschaft / Die warten kann / Weil sie darauf hofft / Von dir erleuchtet zu werden // Du holst alle dazu / Die draßen frieren / Damit wir deine wachsende Liebe / spüren und zu spüren geben / Du meinst auch mich / Ja mich / Danke
Marianne Reifers, Luxor, Egypt

Gott – / du hast das Universum und unsere kleine Erde darin geschaffen / du hast dich in Jesus anschaubar gemacht // Fließ aus den Wolken / Spring aus der Erde / Leucht in die Finsternis // Mach dich sichtbar / Lass uns deine Spuren erkennen / Auf den umstrittenen politischen Wegen. / Mach dich hörbar / Lass uns deine Stimme vernehmen / Unter den Mitmenschen, die nach Hilfe rufen. / Mach dich fühlbar / Lass uns deinen Trost spüren / In unseren Seelen. // Mach unsere müden Hände wieder stark / und unsere weichen Knie wieder fest. / Gib uns die Gewissheit deiner Nähe. / Nimm uns unsere Angst. // So viel fernes Leid macht uns traurig und bestürzt. / So viele eigenen Nöte belasten uns.


Gudrun Kuhn, Nürnberg

Barmherziger Gott / wir möchten uns öffnen / für dein Kommen, / Wir sehnen uns / nach deiner Nähe / und hoffen, / dass du unsere Erde verwandelst / in einen Ort / des Friedens und der Gerechtigkeit. // Aber gerade in dieser Zeit, / in der wir uns vorbereiten sollen / auf deine Ankunft / sind wir mit so vielem anderen beschäftigt, / dass wir den Hunger unserer Seele betäuben. / Wir erschrecken, / wenn wir merken, / wie leer und ausgebrannt / wir in Wahrheit sind. //

Gott, bahne du dir den Weg zu uns, / über alle Hindernisse. / Öffne du Tor und Tür bei uns / für die Fülle deiner Liebe / und halte in uns / die Erwartung wach / dass mit dem Kommen deines Sohnes / Himmel und Erde erneuert werden. / Amen


Sylvia Bukowski, Wuppertal