Gebet

Tagesaktuelles Gebet


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Gebet

Gott, / dein Wort durchdringt / den Panzer, / mit dem wir unsere Seele schützen / vor dem Schmerz / zu großer Hoffnung / und zu großer Liebe. // Du öffnest / den Schleier / aus Trauer und Wut, / der sich auf unsere Augen gelegt hat / und uns den Blick trübt / für alles Neue. // Du rührst / an unsere vergrabene Sehnsucht, / dass sich Tränen in Lachen, / Kummer in Freude / und Tod in Leben / verwandeln mögen. // Und was du versprichst, Gott, / das ist wahr! // Lass uns fassen, / was wir hören / und hoffen, / was noch wie ein Traum erscheint. / Herr, unser Gott, erbarme dich unser! // Amen


Sylvia Bukowski
Dein Name, Gott, sei gepriesen, der du oben im Himmel thronst und nicht nur zu uns in die Tiefe schaust. // Du thronst oben in den Himmeln und kommst sogar selbst hinab zu uns auf Erden. // Du wendest dich uns zu, uns den geknickten und gebrochenen Menschen, / den Geringen und Armen, / den Irrenden und Zweifelnden, / den Fragenden und Suchenden.// Dafür danken wir und bitten dich,/ hilf uns, dir und damit dem Leben zu vertrauen, damit wir weitergehen können jeden Tag Schritt für Schritt. Amen
Meike Waechter
Herr, unser Gott, / an vielen Stellen der Welt herrschen Unfrieden, Krieg und Gewalt. / In den Medien sehen wir das Leid und die Zerstörung. / Wir erleben das Gegeneinander-Aufhetzen von Menschen. // Mal geht es um Landesgrenzen, um Rohstoffe oder um Ideologien: / Immer scheint die Gewalt das unumgängliche Mittel der Auseinandersetzung. / Schenke du der Welt Frieden, Gott! / Frieden, wie du ihn verstehst: / der in den Herzen entsteht und gehalten wird. / Auch in unseren Herzen, die wir nicht direkt beteiligt sind. // Amen
Georg Rieger
Gott, / so vieles stürmt auf uns ein, / die Wogen brausen, / die Meinungen wüten, / wir sind hin- und hergerissen, / getrieben von Krise zu Krise. / Lass uns Ruhe finden, / beruhige die Welt, / beruhige uns, / lass uns Ruhe finden / in dir. / Amen. 
Jürgen Kaiser
Du Gott der Wahrheit / so offen würden wir niemals behaupten, / wir seien so sicher, was richtig ist / und was falsch im Glauben. / Als Suchende möchten wir uns sehen, / als Menschen, die offen sind zu lernen. // Aber oft lassen auch wir / nur unseren eigenen / Glaubensweg gelten / und ohne zu merken werden wir, / was wir anderen unterstellen: / selbstgerecht und intolerant. // Gott, dein Wort / leuchte uns heraus / aus allen frommen Lebenslügen / und leite uns in Wahrheit / zu dir. // Amen
Sylvia Bukowski

Gott!
Ich möchte lernen
von Deiner Sanftmut,
von Deiner Barmherzigkeit,
von Deiner Güte.
Ich möchte daraus leben,
dass Du mich liebst!

Doch in mir wühlen
Unverständnis und Selbstbehauptung,
Ignoranz und Bequemlichkeit
und allzu oft auch Gefühle,
die ich mir selbst nicht eingestehen mag.
Ich laufe mit dem Schritt der Zeit,
bin selbst gefordert
und fordere andere.
Ungeliebt. Lieblos.

Und dann höre ich:
„Ich schaff’s nicht mehr!
Es ist zu viel!
Zu viel an achtloser Härte,
Unbarmherzigkeit,
Gnadenlosigkeit.
Zu wenig Respekt.“
Und ich sehe Menschen,
überall,
gezeichnet von Lieblosigkeit.

Und ich selbst?
Ich möchte lernen.
Und Dein Wort, Gott, immer wieder neu hören
und weitersagen.
Ich möchte Liebe üben.
Liebe erspüren, sie annehmen und ihr vertrauen können.
Und Liebe geben
in Dankbarkeit aus gefüllten Schalen.

Amen!


Simon Froben, Bayreuth
Jesus – du ganz Anderer // Sorgt euch nicht, sagst du. Wir aber sind voller Zukunftsangst. / Liebt eure Feinde, sagst du. Wir aber wissen nicht, wie wir mit den Unvernünftigen und Gewalttätigen umgehen können. / Übt Verzicht, sagst du. Wir aber hängen an unserem Besitz. / Strebt nach Gerechtigkeit, sagst du. Wir aber sehen auf unseren Vorteil. / Fürchtet euch nicht, sagst du. Wir aber haben Angst. / Folgt mir nach, sagst du. Wir aber haben deine Spuren verloren. / Bleibt in mir, sagst du. // Jesus – du ganz Anderer // Wir möchten so gerne ein wenig anders werden. Mit Gottes Hilfe. AMEN
Gudrun Kuhn