Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
Jeremia 25,1-7
25 1 Das Wort, das an Jeremia erging über das ganze Volk von Juda im vierten Jahr des Jehojakim, des Sohns von Joschijahu, des Königs von Juda - das war das erste Jahr Nebukadrezzars, des Königs von Babel -, 2 das Jeremia, der Prophet, zum ganzen Volk von Juda und zu allen Bewohnern Jerusalems gesprochen hat: 3 Seit dem dreizehnten Jahr des Joschijahu, des Sohns von Amon, des Königs von Juda, bis auf den heutigen Tag, das sind dreiundzwanzig Jahre, ist das Wort des HERRN an mich ergangen, und ich habe zu euch gesprochen, mit Eifer gesprochen, ihr aber habt nicht gehört. 4 Und immer wieder hat der HERR alle seine Diener, die Propheten, zu euch gesandt, mit Eifer gesandt, ihr aber habt nicht gehört und ihnen euer Ohr nicht geneigt, dass ihr gehört hättet. 5 Er hat gesagt: Kehrt doch zurück, ein jeder von seinem bösen Weg und von der Bosheit eurer Taten! Dann bleibt ihr auf dem Boden, den der HERR euch und euren Vorfahren vor langer Zeit für immer gegeben hat. 6 Und lauft nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und um euch vor ihnen niederzuwerfen, und reizt mich nicht mit dem Machwerk eurer Hände, damit ich euch kein Unheil antue. 7 Ihr aber habt nicht auf mich gehört, um mich zu reizen mit dem Machwerk eurer Hände, zu eurem eigenen Unheil. tvz
Jeremia 24,1-10
24 1 Der HERR liess mich sehen, und sieh: Zwei Körbe mit Feigen waren vor den Tempel des HERRN bestellt. Dies geschah, nachdem Nebukadrezzar, der König von Babel, den Jechonjahu, den Sohn des Jehojakim, den König von Juda, und die Fürsten von Juda und die Schmiede und Metallarbeiter aus Jerusalem in die Verbannung geführt und sie nach Babel gebracht hatte. 2 In einem Korb waren sehr gute Feigen, wie Frühfeigen, im anderen Korb aber waren sehr schlechte Feigen, so schlecht, dass sie ungeniessbar waren. 3 Und der HERR sprach zu mir: Was siehst du, Jeremia? Und ich sagte: Feigen. Die guten Feigen sind sehr gut, die schlechten aber sind sehr schlecht, so schlecht, dass sie ungeniessbar sind. 4 Da erging das Wort des HERRN an mich: 5 So spricht der HERR, der Gott Israels: Wie diese guten Feigen, so wohlwollend werde ich die Verbannten aus Juda ansehen, die ich von dieser Stätte in das Land der Kasdäer geschickt habe. 6 Und wohlwollend werde ich mein Auge auf sie richten, und ich werde sie zurückbringen in dieses Land, und ich werde sie aufbauen und nicht niederreissen, und ich werde sie einpflanzen und nicht ausreissen. 7 Und ich werde ihnen ein Herz geben, damit sie mich erkennen - dass ich der HERR bin. Dann werden sie mir Volk sein, und ich, ich werde ihnen Gott sein, denn mit ihrem ganzen Herzen werden sie zurückkehren zu mir. 8 Und wie die schlechten Feigen, die so schlecht sind, dass sie ungeniessbar sind, so spricht der HERR, so werde ich Zidkijahu machen, den König von Juda, und seine Fürsten und den Rest von Jerusalem, die übrig geblieben sind in diesem Land, und die, die im Land Ägypten wohnen. 9 Und auf Unheil bedacht werde ich sie zum Schrecken machen für alle Königreiche der Erde, zum Hohn und zum sprichwörtlichen Gespött und zur Verfluchung an allen Orten, wohin ich sie versprenge. 10 Und ich werde ihnen das Schwert, den Hunger und die Pest schicken, bis sie ausgemerzt sind auf dem Boden, den ich ihnen und ihren Vorfahren gegeben habe. tvz
Jeremia 23,33-40
33 Und wenn dieses Volk oder der Prophet oder ein Priester dich fragt: Was ist der Ausspruch des HERRN?, dann sage ihnen, was die Last ist: Ich werfe euch ab! Spruch des HERRN. 34 Und den Propheten, den Priester oder das Volk, wer dann noch sagt: Ausspruch des HERRN!, diesen Mann und sein Haus werde ich heimsuchen! 35 So sollt ihr ein jeder zu seinem Nächsten und ein jeder zu seinem Bruder sagen: Was hat der HERR geantwortet und was hat der HERR gesagt? 36 Aber ihr sollt nicht mehr denken an: Ausspruch des HERRN!, denn dieses Wort wird jedem, der es ausspricht, zur Last, und damit verdreht ihr die Worte des lebendigen Gottes, des HERRN der Heerscharen, unseres Gottes. 37 So sollst du zum Propheten sagen: Was hat der HERR dir geantwortet und was hat der HERR gesagt? 38 Solltet ihr aber sagen: Ausspruch des HERRN! - dann, so spricht der HERR: Weil ihr dieses Wort: Ausspruch des HERRN! ausgesprochen habt, obwohl ich zu euch gesandt habe, um zu sagen: Ihr dürft nicht sagen: Ausspruch des HERRN!, 39 darum, seht, will ich euch loswerden, loswerden, und dann werde ich euch und die Stadt, die ich euch und euren Vorfahren gegeben habe, abwerfen, weg von meinem Angesicht. 40 Und ewige Schande werde ich auf euch legen und ewige Schmach, die nicht vergessen wird. tvz
Jeremia 23,30-32
30 Darum: Sieh, ich gehe gegen die Propheten vor, Spruch des HERRN, von denen einer dem anderen meine Worte stiehlt! 31 Sieh, ich gehe gegen die Propheten vor, Spruch des HERRN, die ihre Zunge brauchen und sprechen: Spruch! 32 Sieh, ich gehe gegen die vor, die Lügenträume weissagen, Spruch des HERRN, und diese erzählen und mein Volk irreführen mit ihren Lügen und ihrem Geflunker! Ich aber habe sie nicht gesandt und habe sie nicht beauftragt. Und diesem Volk nützen sie nichts! tvz
Jeremia 23,25-29
25 Ich habe gehört, was die Propheten gesagt haben, die in meinem Namen Lüge weissagen: Ich habe geträumt, ich habe geträumt! 26 Wie lange noch? Haben die Propheten, die Lüge weissagen und die den Trug ihres Herzens weissagen, überhaupt Verstand; 27 sie, die planen, mit ihren Träumen, die sie einander erzählen, meinen Namen in Vergessenheit zu bringen bei meinem Volk, wie ihre Vorfahren meinen Namen vergessen haben über dem Baal? 28 Der Prophet, der einen Traum hat, soll einen Traum erzählen, der aber, der mein Wort hat, soll treu mein Wort sagen. Was hat das Stroh mit dem Getreide gemein? 29 Ist mein Wort nicht so: wie Feuer und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? tvz
Jeremia 23,21-24
21 Ich habe die Propheten nicht gesandt, und dennoch sind sie gelaufen, ich habe nicht zu ihnen gesprochen, und dennoch haben sie geweissagt. 22 Wenn sie aber in meiner Versammlung gestanden haben, sollen sie mein Volk meine Worte hören lassen und sie zurückbringen von ihrem bösen Weg und von der Bosheit ihrer Taten. 23 Bin ich denn ein Gott der Nähe und nicht auch ein Gott der Ferne? 24 Kann sich einer in Verstecken verstecken, und ich würde ihn nicht sehen? Fülle ich nicht den Himmel und die Erde? tvz
Jeremia 23,20
20 Die Wut des HERRN wird sich nicht legen, bis er die Pläne seines Herzens ausgeführt und verwirklicht hat. In ferner Zukunft werdet ihr es ganz begreifen. tvz
Jeremia 23,16-19
16 So spricht der HERR der Heerscharen: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie täuschen euch, sie verkünden die Schauung ihres eigenen Herzens, nicht das, was aus dem Mund des HERRN kommt. 17 Immer wieder sagen sie zu denen, die mich verachten: Der HERR hat gesagt: Ihr werdet Frieden haben! Und zu jedem, der im Starrsinn seines Herzens lebt, sagen sie: Es wird kein Unheil über euch kommen! 18 Wer hat denn in der Versammlung des HERRN gestanden, dass er sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat auf sein Wort geachtet und hat es gehört? 19 Sieh, der Sturm des HERRN ist losgebrochen als Zorn, ein wirbelnder Sturm, gegen das Haupt der Frevler wirbelt er. tvz
Jeremia 23,14-15
14 Bei den Propheten Jerusalems aber habe ich Grässliches gesehen: Ehebruch und Leben in Lüge, und den Übeltätern stärken sie die Hände, damit sie nicht zurückkehren, jeder von seiner Bosheit. Wie Sodom sind sie mir alle geworden und seine Bewohner wie Gomorra. 15 Darum, so spricht der HERR der Heerscharen über die Propheten: Sieh, ich gebe ihnen Wermut zu essen und lasse sie giftiges Wasser trinken, denn von den Propheten Jerusalems ist Gottlosigkeit ausgegangen über das ganze Land. tvz
Jeremia 23,13
13 Auch bei den Propheten Samarias habe ich Ärgerliches gesehen: Im Namen des Baal haben sie geweissagt, und mein Volk, Israel, haben sie in die Irre geführt. tvz
