Bibel

Durchgehende Lesung biblischer Bücher

Hier finden Sie täglich einen biblischen oder deuterokanonischen Text in nur einem Satz: Es handelt sich um eine weisheitliche Gattung, die hebräisch mashál, griechisch apóphthegma, lateinisch senténtia und deutsch Sinnspruch heisst. Wie weltweit in Sprichwörtern konzentriert sich in solchen Sätzen Lebenserfahrung als Weisheit, die man, wenn sie überzeugt, auswendig weiss und mündlich weitersagt. Weisheit verweist auf die göttliche Weltordnung in allem und jedem. Biblisch findet sie sich natürlich in Weisheitsbüchern wie Sprüche, Qohelet und Hiob, deuterokanonisch bei Sirach und Weisheit. Spruchweisheit kommt aber zitiert überall vor, auch im Neuen Testament. Wir danken dem Theologischen Verlag TVZ für die Texte.Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Montag 29. Juli 2019

Rut 1,1-7a

1 Und zu der Zeit, als die Richter für Recht sorgten und eine Hungersnot im Land war, zog ein Mann aus Betlehem in Juda mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen fort, um sich als Fremder auf dem Land von Moab niederzulassen. 2 Und der Name des Mannes war Elimelech, der Name seiner Frau war Noomi, und die Namen seiner beiden Söhne waren Machlon und Kiljon, Efratiter aus Betlehem in Juda. Und sie kamen auf das Land von Moab und blieben dort. 3 Und Elimelech, der Mann der Noomi, starb, und sie blieb zurück mit ihren beiden Söhnen. 4 Und diese nahmen sich moabitische Frauen: Der Name der einen war Orpa, und der Name der anderen war Rut. Und sie blieben um die zehn Jahre dort. 5 Und auch die beiden, Machlon und Kiljon, starben, und die Frau blieb zurück, ohne ihre beiden Kinder und ohne ihren Mann. 6 Und sie machte sich auf mit ihren Schwiegertöchtern und kehrte zurück aus dem Land von Moab, denn sie hatte im Gebiet Moabs gehört, dass der HERR sich seines Volks angenommen und ihm Brot gegeben hatte. 7 Und sie verliess den Ort, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertöchter waren bei ihr. tvz


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Sonntag 28. Juli 2019

Hld 8,13-14

13 Die du wohnst in den Gärten, wo Gefährten lauschen, deine Stimme lass mich hören! 14 Flieh, mein Geliebter, gleich einer Gazelle oder dem jungen Hirsch auf den Balsambergen! tvz


Mitgehört
Samstag 27. Juli 2019

Hld 8,11-12

11 Einen Weinberg hatte Salomo in Baal-Hamon. Er gab den Weinberg den Wächtern, für seine Frucht musste jeder tausend Silberstücke bringen. 12 Vor mir steht mein eigener Weinberg. Die tausend gehören dir, Salomo, und zweihundert denen, die seine Frucht bewachen. tvz


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Freitag 26. Juli 2019

Hld 8,8-10

8 Wir haben eine kleine Schwester, die hat noch keine Brüste. Was tun wir mit unserer Schwester, wenn man um sie wirbt? 9 Ist sie eine Mauer, so bauen wir auf ihr eine silberne Zinne, und ist sie eine Tür, verschliessen wir sie mit einem Zedernbrett. 10 Ich bin eine Mauer, und meine Brüste sind wie Türme. So wurde ich in seinen Augen zu einer, die das Glück fand. tvz


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Donnerstag 25. Juli 2019

Hld 8,6-7

6 Leg mich auf dein Herz wie ein Siegel, wie ein Siegel an deinen Arm! Denn stark wie der Tod ist die Liebe, hart wie das Totenreich die Leidenschaft. Feuerglut ist ihre Glut, Flamme des HERRN. 7 Gewaltige Wasser können die Liebe nicht löschen, und Ströme schwemmen sie nicht fort. Wollte einer sein ganzes Gut hingeben für die Liebe, man würde ihn nur verachten. tvz


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Mittwoch 24. Juli 2019

Hld 8,5

5 Wer steigt da herauf aus der Wüste, an ihren Geliebten gelehnt? Unter dem Apfelbaum weckte ich dich. Dort hat deine Mutter dich empfangen, dort kam in Wehen, die dich gebar. tvz


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Dienstag 23. Juli 2019

Hld 8,3-4

3 Seine Linke liegt unter meinem Haupt, und seine Rechte umarmt mich. 4 Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems: Weckt nicht, stört nicht die Liebe, solange die Lust währt! tvz


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Montag 22. Juli 2019

Hld 8,1-2

1 Könntest du doch mein Bruder sein, der an den Brüsten meiner Mutter sog! Fände ich dich draussen, so küsste ich dich, und niemand dürfte mich verachten. 2 Ich führte dich, brächte dich ins Haus meiner Mutter, die mich lehrte. Vom Würzwein gäbe ich dir zu trinken,
von meinem Granatapfelmost. tvz


Mitgehört
Sonntag 21. Juli 2019

Hld 7,11-14

11 Ich gehöre meinem Geliebten, und sein Verlangen steht nach mir. 12 Komm, mein Geliebter, lass uns hinausgehen aufs Feld, bei den Hennasträuchern die Nacht verbringen. 13 Früh wollen wir uns aufmachen zu den Weinbergen, wollen sehen, ob der Weinstock getrieben hat, die Knospen aufgesprungen, die Granatbäume erblüht sind. Dort will ich dir meine Liebe schenken! 14 Die Liebesäpfel duften, und an unseren Türen gibt es alle köstlichen Früchte, neue wie alte. Dir habe ich sie aufbewahrt, mein Geliebter. tvz


Mitgehört
Samstag 20. Juli 2019

Hld 7,1-10

1 Dreh dich um, dreh dich um, Schulammit! Dreh dich um, dreh dich um, dass wir dich anschauen können! Was wollt ihr Schulammit anschauen wie beim Reigentanz von Machanajim? 2 Wie schön sind deine Füsse in den Sandalen, du Fürstentochter! Die Rundungen deiner Schenkel sind wie Geschmeide, ein Werk von Künstlerhänden. 3 Dein Schoss ist eine runde Schale, an Mischwein soll es nicht fehlen! Dein Bauch ist ein Weizenhaufen, von Lotosblumen umsäumt. 4 Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitze, Zwillinge einer Gazelle. 5 Dein Hals ist wie der Elfenbeinturm. Deine Augen sind die Teiche bei Cheschbon, am Tor von Bat-Rabbim. Deine Nase ist wie der Libanonturm, der nach Damaskus schaut. 6 Dein Haupt ragt auf wie der Karmel, und das Haar deines Hauptes ist wie Purpur, ein König wird von den Locken gefangen. 7 Wie schön du bist und wie anziehend! Liebe, voller Wollust! 8 Dein Wuchs gleicht einer Palme und deine Brüste Trauben. 9 Ich sprach: Ich will die Palme besteigen, will greifen nach ihren Rispen, und deine Brüste sollen sein wie die Trauben des Weinstocks und der Duft deines Atems wie Äpfel, 10 und dein Gaumen wie der köstlichste Wein, sanft rinnt er bei meinen Liebkosungen, benetzt die Lippen der Schlummernden. tvz
 


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