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Ökumenischer Berlinale-Empfang

Filme: Spiegel der Wirklichkeit – Appell zur Veränderung

Foto (Detail): Solar ikon / Wikipedia Commons

EKD. „Wo steht der deutsche Film?“ Diese Frage ist beim diesjährigen Ökumenischen Empfang anlässlich der Berlinale (8. bis 18. Februar 2013) am Sonntag (10.2.) in Berlin gestellt worden. Gastredner Alfred Holighaus, Geschäftsführer der Deutschen Filmakademie, betonte, dass die „öffentliche Darstellung und Wahrnehmung der Bedingungen, unter denen in Deutschland Filme gedreht und hergestellt werden, zunehmend von der dritten Todsünde, nämlich Neid und Missgunst, dominiert“ werde, so dass er sich in seinem Gastbeitrag der Aufgabe stellte, „zwischen Wahn und Wirklichkeit zu vermitteln" und die beachtlichen Leistungen des deutschen Films herauszustellen.

Als Gastgeber begrüßten die Kulturbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Oberkirchenrätin Dr. Petra Bahr, sowie Weihbischof Dr. Matthias Heinrich (Erzbistum Berlin) die Gäste aus der Filmbranche, Kultur und Politik. In seinem Grußwort erinnerte Weihbischof Heinrich daran, dass gelungene Filme nicht nur Spiegel der Wirklichkeit seien, „sondern auch ein Appell, sich mit dieser unserer Welt auseinanderzusetzen, so dass sie letztlich nicht nur unser Denken, unsere Vorstellungen, sondern auch unser Handeln verändern könnten.“ Oberkirchenrätin Bahr betonte, „dass gute Filme uns neu Sehen lehren. Sie machen die dunklen Ecken unserer Weltsicht sichtbar und zeigen, was wir nicht sehen können oder wollen - in diesem Jahr zum Beispiel den Alltag der Armut in Europa, ohne erhobenen Zeigefinger, spannend und bewegend.“

Im Rahmen des Empfanges wurde auch die Ökumenische Jury vorgestellt, die am Ende des Festivals wieder ihre Preise in drei Sektionen vergeben wird: einen Preis für einen Film aus dem Internationalen Wettbewerb sowie zwei mit jeweils € 2500.- dotierte Preise, die an einen Film aus dem „Panorama“-Programm  sowie einen Film aus dem Programm des Internationalen Forums des Jungen Films gehen. Die Präsidentschaft der Ökumenischen Jury 2013 liegt in den Händen des SIGNIS-Vizepräsidenten Gustavo Andújar (Kuba), ein Medienexperte, der auch Mitglied der Medienkommission der kubanischen Bischofskonferenz ist. Die weiteren Jurymitglieder sind: Jean-Luc Gadreau (Frankreich), Dr. Markus Leniger (Deutschland), Dr. Charles Martig (Schweiz), Maggie Morgan (Ägypten) und Roland Wicher (Deutschland).

Hannover, 10. Februar 2013

Pressestelle der EKD
Silke Römhild

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