Hilfe bei sexuellem Missbrauch

Evangelisch-reformierte Kirche bietet Hotline an

Die Evangelisch-reformierte Kirche bietet jetzt eine Hotline für Fälle des sexuellen Missbrauchs an. Sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen mache auch vor Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen keinen Halt, schreibt Kirchenpräsident Jann Schmidt in einem Rundbrief an alle Mitarbeiter. Die bisher in Deutschland bekannt gewordenen Fälle hätten deutlich gemacht, dass die Anstrengungen in diesem Bereich auch in der evangelischen Kirche erheblich verstärkt werden müssten. „Die Evangelisch-reformierte Kirche tritt nachdrücklich für Aufarbeitung und Prävention derartiger Übergriffe in ihren Einrichtungen ein.“

Im Vordergrund aller Bemühungen müsste dabei stehen, dem schweren Leid von durch sexualisierte Gewalt Betroffenen adäquat zu begegnen. Klare Verfahrensweisen und verlässliche Strukturen sollen die Betroffenen ermutigen, ihr Schweigen zu  brechen und sich gegenüber Vertrauenspersonen mit der Gewissheit öffnen zu können, dass ihnen schnell und in professioneller Weise geholfen wird.

Die Evangelisch-reformierte Kirche kooperiert bei der Hotline mit der Ansprechstelle für Opfer sexualisierter Gewalt  der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Dort ist an zwei Tagen pro Woche ein Beratungstelefon freigeschaltet.  Es richtet sich an alle in der Evangelisch-reformierten Kirche, die aktuell Opfer sexualisierter Gewalt oder sexueller Belästigung sind oder in der Vergangenheit waren.

HOTLINE

Die Evangelisch-reformierte Kirche bedient gemeinsam mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers die Hotline:

0511 - 700 88 16

Diese bietet dienstags von 9.00 bis 11.00 Uhr und donnerstags von 14.00 bis 17.00 Uhr allen eine Beratung an, die aktuell Opfer sexualisierter Gewalt oder sexueller Belästigung sind oder in der Vergangenheit waren.

Für intensivere Hilfe oder weitergehende Gespräche steht Pastorin Hella Mahler in der Ansprechstelle für Opfer sexualisierter Gewalt zur Verfügung.

0511 1241 650

LEITLINIEN

Die Evangelisch-reformierte Kirche hat vor kurzem Leitlinien für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung  durch beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitende verabschiedet. Diese stehen unter der Überschrift „Hinschauen, Helfen, Handeln“ (PDF) und gelten ebenfalls in allen evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Nach Angaben von Kirchenpräsident Schmidt verfolgt das Handlungskonzept in den Leitlinien das Ziel, möglichst große Transparenz sowie ein schnelles und konsequentes Handeln nach gemeinsamen Grundsätzen sicherzustellen. Diese Leitlinien wurden an alle Mitarbeiter und Einrichtungen verteilt.

weitere Informationen unter www.ekd.de


Quelle: Pressemeldungen der ERK, 5. April 2013
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