Aktuelle Termine


Reise nach Israel und Palästina
vom 3. – 13. Mai 2018


Europäischer Weltladentag
Alavanyo lädt ein
Am 12. Mai im Eine-Welt-Ladens Alavanyo in Detmold






'Ach was?': Kirche mit 400 Veranstaltungen
28. April - 7. Oktober 2018, Landesgartenschau Bad Schwalbach
Mit einem mobilen Gotteshaus präsentieren sich die Kirchen auf der Hessischen Landesgartenschau in Bad Schwalbach ab dem 28. April. Rund um die LichtKirche können Gäste über 400 kirchliche Veranstaltungen erleben. Unter anderem stehen Lesungen, Konzerte, Mitmach-Aktionen und ein Pilgerweg 'Querbeet auf Gottes Spuren' auf dem Programm.


Mit Kindern nach Goldenstedt und Jugendlichen nach Kroatien
Freizeiten und Bildungsmaßnahmen für 2018 im Überblick
Die Evangelisch-reformierte Kirche hat ihr Freizeitprogramm für das Jahr 2018 veröffentlicht. In dem Programmheft finden sich mehr als 50 Freizeiten und Seminare für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.


Theologie - wie geht das?
Leuenberg (Basel, Schweiz), 16.-19. Juli 2018
49. Internationale Tagung der Karl Barth-Gesellschaft


UEK: 200 Jahre Union zwischen lutherischen und reformierten Kirchen
Veranstaltungen in den Jahren 2017, 2018 und 2021
Im Jahr 2017 wird nicht nur 500 Jahre Reformation, sondern auch 200 Jahre Unionen zwischen lutherischen und reformierten Kirchen gefeiert.


Das falsche Pathos der Besorgten

Einspruch! - Mittwochs-Kolumne von Georg Rieger

Foto: Georg Rieger

Eine Begleiterscheinung der Debatte über Flüchtlinge in Deutschland ist das öffentliche Bekenntnis zur Angst. Seltsam! Sonst werden Ängste ja eher ungern zugegeben.

Aber da stellen sich gestandene Mannsbilder vor die Kamera und reden von ihrer Angst vor den Fremden. Die vermeintlich intellektuelle Variante trumpft mit der messerscharfen Analyse auf, dass ja unter den Flüchtlingen auch eingeschleuste Terroristen seien.

Der politische Annäherungsversuch an die Pegida-Bewegung brachte die Redeweise von den  „besorgten Bürgern“ auf. Doch die Art, wie sich deren Besorgnis inzwischen äußert, offenbart das als Verharmlosung. Die Ängste, die auch von Politikern etablierter Parteien lange Zeit geschürt wurden und zum Teil noch werden, schlagen bei manchen Menschen in puren Hass um.

Und wer schon einmal versucht hat, jemandem seinen Hass auszureden, weiß, dass das vergebliche Mühe ist. Mit freundlichen Worten und Appellen ist da nicht viel auszurichten. Das beste Heilmittel ist die Zeit und sind positive Erlebnisse, die das ideologische Mauerwerk aufbrechen. Bis dahin aber braucht es Sensibilität aber auch Massivität und notfalls auch (staatliche) Gewalt, um dem Ausbruch von Hass Einhalt zu gebieten. Die Verhöhnung rechter Orthografieschwächen und des proletenhaften Verhaltens, wie sie gerade hip ist, bringt gar nichts. Auch hinter diesen Fratzen von Stumpfheit und Gewalt stecken Menschen, die vielleicht wieder zu einer zumindest respektvollen Haltung anderen Menschen gegenüber gebracht werden können.

Die Dummheit mancher Argumente zu brandmarken, halte ich dagegen für angebracht, denn das kann möglicherweise noch die Einen oder Anderen überzeugen, die „auf der Kippe stehen“ und rational noch erreichbar sind. Und es darf einfach auch nicht sein, dass so viel Unsinn, der erzählt wird, unwidersprochen bleibt.

Das Gegenteil von Angst ist Mut. Deshalb finde ich es wichtig, den Mut zu stärken – auch darum zu beten. 

Georg Rieger, 16. September 2015

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