Aktuelle Termine


Israel erleben – Menschen begegnen
Reise vom 3. – 13. Mai 2018


Jesus Come back
3.-4. März, Zürich
Casting für Kurzfilm im Rahmen des Reformationsjubiläums


Kirchen laden zur ökumenischen Woche für das Leben 2018 ein
14.-21. April 2018
Vom 14. bis 21. April findet die diesjährige ökumenische Woche für das Leben statt. Sie steht unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“ und lädt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Methoden der Pränataldiagnostik ein.


Ausstellung 'Überall Luthers Worte ... - Martin Luther im Nationalsozialismus'
25. Februar - 15. März 2018, Ludwigskirche, Saarbrücken
Luthers dunkle Seite – und wie die Nazis sie für ihre Ideologie missbrauchten


Neue Konzertreihe der Johannes a Lasco Bibliothek
ab 25. Februar, 11.30 Uhr
Im ersten Konzert der neuen Konzertreihe erklingt Vokal- und Instrumentalmusik der Romantik von Robert Schumann, Franz Schubert, Conradin Kreutzer


Gott und die Bilder
Ausstellung Landesmuseum Zürich, 3.2.-15.4.2018
Streitfragen der Reformation


Position beziehen: Was nützen Bekenntnisse?
9.-10. März 2018, Protestantisches Bildungszentrum Butenschoen - Haus, Landau
Was bedeutet es, evangelisch zu sein? Wie soll der Protestantismus Profil zeigen – und welches? Theologische Tagung zu Fragen des protestantischen Bekenntnisses heute


Mit Kindern nach Goldenstedt und Jugendlichen nach Kroatien
Freizeiten und Bildungsmaßnahmen für 2018 im Überblick
Die Evangelisch-reformierte Kirche hat ihr Freizeitprogramm für das Jahr 2018 veröffentlicht. In dem Programmheft finden sich mehr als 50 Freizeiten und Seminare für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.


Theologie - wie geht das?
Leuenberg (Basel, Schweiz), 16.-19. Juli 2018
49. Internationale Tagung der Karl Barth-Gesellschaft


Anders als du glaubst
Tournee der Berliner Compagnie, deutschlandweit, bis zum 17. Mäz 2018
Ein Theaterstück über Juden, Muslime, Christen und den Riss durch die Welt


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Syrien: Christen auch in Kurdengebieten zunehmend unter Druck

Gebiete im Norden Syriens, die unter kurdischer Verwaltung stehen, galten bisher als sichere Zufluchtsorte für Christen. Es gibt zunehmend Anzeichen, dass sich diese Situation ändert. „Wir haben große Sorge, dass die Christen in der Kurdenregion im Nordosten Syriens verdrängt werden sollen“, berichtet Roseangela Jarjour, Generalsekretärin der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen im Mittleren Osten (Fellowship of Middle East Evangelical Churches – FMEEC), aus Beirut. „Unseren Gemeinden wird das Leben unmöglich gemacht.“

Als Beispiel führt sie die Schule der evangelischen Gemeinde nahe der kurdischen Stadt Al-Qamishly an. Die Region war Zufluchtsort für assyrischen Christen geworden, die aus Khabour geflohen sind. Die christliche Schule wurde 1931 gegründet und wird aktuell von 300 Kindern besucht. 85 % sind keine Christen. Die Schule leistet eine wichtige Versöhnungsarbeit in alle Religionsgemeinschaften hinein. Jedoch ist es sehr schwer geworden normales Schulleben aufrecht zu erhalten. Diese evangelische Schule soll genau wie arabisch-orthodoxe und armenisch-orthodoxe Schulen von örtlichen kurdischen Autoritäten bedrängt werden. Bislang galt für die Schulen eine Befreiung von Steuern. Jetzt werden von Schulen, die ihre Arbeit nicht ausschließlich in Kurdisch leisten, weil die Mehrheit der Schüler muttersprachlich arabisch spricht, überhöhte Steuern erhoben. Das macht ihre Arbeit in der Kriegssituation, wo jegliche staatliche Unterstützung fehlt, unmöglich.

Aus der evangelischen Schule in Hassakeh wird von Besuchen kurdischer Machthabern in Klassenräumen berichtet, um Druck auszuüben und Angst bei der arabisch sprechenden Bevölkerung zu schüren. „Sie drohen an, die Schulen zu übernehmen“, berichtet Rosangela Jarjour. Dennoch versuchen, so Jarjour, die Geistlichen der evangelischen und der orthodoxen Gemeinden mit den kurdischen Autoritäten im Dialog zu bleiben, um sie davon zu überzeugen, dass die Kirchen eine Versöhnungsarbeit leisten und dem Frieden dienen, denn ihre Programme richten sich an alle Menschen unabhängig von ihrer Religion.

Rosangela Jarjour bittet auch Kurden, die in Deutschland eine freundliche Aufnahme gefunden haben, ihre Stimme zu erheben, wenn Christen in Kurdengebieten benachteiligt oder vertrieben werden.

 


Pressenmeldung des Gustav-Adolf-Werks e.V., 29. Oktober 2015
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