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Gebet nach der Gewalt in der Silvesternacht

von Sylvia Bukowski

Bild mit einem Foto von tomy stygian/freeimages.com

Durch unsere Welt geht ein tiefer Riss...

Gütiger und gerechter Gott:
Was ist das für eine Welt in der wir leben!
Hinter uns liegen Feiertage,
für andere ging der Kriegsalltag weiter.
Bei uns gab es Festessen,
andere mussten Gras und Wurzeln kochen,
um dem Hungertod zu entgehen.
Wir haben das Neue Jahr mit vielen Erwartungen begrüßt,
andere sind ohne Hoffnung.

Durch unsere Welt geht ein tiefer Riss.
Wir wähnten uns auf der sicheren Seite,
wir waren offen für die Fremden,
die zu uns kommen,
aber seit der Gewalt der Silvesternacht
beschleichen auch uns Ängste und Argwohn.

Gott, die Welt, in der wir leben,
ist verwirrend und drängt uns zu handeln.
Wie können wir Brücken bauen über die Abgründe,
die sich auftun?
Wie können wir den Riss heilen?
Wir bitten dich:
Lehre uns das rechte Maß zu finden
von Offenheit und Schutz,
von Toleranz und Abgrenzung.
Zeig uns den Weg, der deinem Willen entspricht
und erfülle uns mit Klarheit und Mut.

Sylvia Bukowski, 8. Januar 2016

 

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